Elmastudio Themes und der neue Gutenberg Editor

Der kommende, neue Editor für WordPress ist derzeit in aller Munde, vor allem seit mit dem WordPress-Update 4.9.8 ein Aufruf zum Testen von Gutenberg im Dashboard jedes WordPress Nutzers aufgetaucht ist.

Das Editor Update verunsichert aber auch viele WordPress-Nutzer. Es scheint nicht sicher, ob alle Themes und Plugins mit dem neuen Editor kompatibel sein werden, ob die Editor Erfahrung wirklich eine Bereicherung im Vergleich zum alten Editor ist und welche weiteren Änderungen nach der ersten Veröffentlichung von Gutenberg noch auf uns zukommen werden.

Um ein bisschen mehr Übersicht in das Thema „Gutenberg Editor“ zu bringen, haben wir bereits einige Blogbeiträge zum Thema geschrieben. Der Beitrag Gutenberg für Einsteiger ist z.B. ein super Einstieg für alle, die sich bisher noch nicht oder nur wenig mit dem neuen Editor auseinander gesetzt haben.

Und natürlich möchten wir dich hier auf dem Blog auch darüber informieren, wie wir unsere Elmastudio Themes für die kommenden Neuerungen vorbereiten und was für Themenutzer zu beachten ist.

1. Gutenberg testen

Pukeko ist das erste Themes, welches wir für Gutenberg vorbereitet haben. In der aktuellen Pukeko-Themeversion kannst du Gutenberg also bereits einsetzen und so den neuen Editor ausprobieren (und ja, im nächsten Update wird es auch eine serifenlose Pukeko Schriftoption geben).

Wenn du Pukeko in Kombination mit dem Pagebuilder-Plugin Elementor nutzt, musst du lediglich darauf achten, dass du die mit Elementor angelegten Seiten, weiterhin mit Elementor bearbeitest und nicht mit mit Gutenberg (du findest die Auswahl dazu in der Beitragsübersicht).

Für neue Seiten, auf denen du die für Pukeko vorbereiteten Elementor Templates nicht nutzen möchtest, sowie für Blogbeiträge kannst du den Gutenberg Editor schon nutzen. Du musst lediglich das Gutenberg Plugin aktiv haben.

2. Warum wir Gutenberg brauchen

Das Gutenberg-Update ist unserer Ansicht nach ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für WordPress. Viele Nutzer und vor allem WordPress Entwickler sind noch kritisch oder scheuen die Arbeit, die auf uns alle derzeit zukommt.

Wir denken, dass der neue Editor eine wirkliche Verbesserung der derzeitigen Situation darstellt. In der Zukunft wird es sehr viel angenehmer und benutzerfreundlicher sein mit WordPress zu bauen.

Der Editor ist dabei nur der erste Schritt. Es wird unserer Ansicht nach noch eine Weile dauern, bis die Vorteile der derzeitigen Updates wirklich für alle sichtbar sind.

Gerade als CMS für kleinere Webseiten greifen derzeit immer mehr Nutzer zu alternativen Lösungen, wie Squarespace oder Wix, ohne sich bewusst zu sein, auf was sie bei dieser Wahl im Vergleich zu WordPress verpassen.

WordPress hat ein großes Potential auch für diese Art von Webseiten die beste Lösung zu sein. Eine große Hürde ist unserer Ansicht nach leider, dass WordPress kein einheitliches System bietet.

Die Fülle von Plugins und Themes, die mit unübersichtlichen oder zu vielen Optionen ausgestatteten sind, lässt die Nutzung von WordPress für Einsteiger zu kompliziert erscheinen. Das ist sehr schade, da so das das Potential von WordPress leider oft nicht erkannt wird. Ich denke für dieses Problem kann der neue Gutenberg-Ansatz eine Lösung sein.

Wir arbeiten derzeit z.B. schon daran mit unserem Pukeko-Theme komplett auf externe Pagebuilder-Plugins zu verzichten. Trotzdem soll es in unserem Theme natürlich leicht möglich sein, Seiten mit individuellen Layouts zu erstellen.

Unser Ziel ist es mit Pukeko komplett auf Gutenberg zu setzen und sinnvolle Themeoptionen anzubieten, ohne die Einrichtung einer Webseite mit WordPress dabei unnötig noch komplizierter zu machen.

3. Gutenberg-Support für alle Elmastudio Themes

Nachdem wir mit Pukeko unser erstes Theme Gutenberg-kompatibel gemacht haben, sind wir positiv gestimmt und wir planen auf jeden Fall für all unsere Themes (auch für die schon etwas älteren) Gutenberg-Support anzubieten.

Dies wird schrittweise geschehen. Uku, Zuki und Weta die nächsten Themes sein, die wir für den Gutenberg-Editor updaten werden. Alle anderen Themes werden danach folgen.

Da der Editor ja im Moment noch nicht offiziell in WordPress zur Verfügung steht, sondern als Plugin installiert werden muss, haben wir noch ein bisschen Zeit, um unsere Themes entsprechend vorzubereiten.

4.Solltest du Gutenberg jetzt schon nutzen?

Um dich in den neuen Editor einzuarbeiten empfehle ich, dass du Gutenberg auf jeden Fall schon einmal ausprobierst, bevor der neue Editor ab der WordPress Version 5.0 zum Standard-Editor wird.

Es gibt mehrere Optionen dies zu tun:

Wenn du einen kleineren, privaten Blog hast, der keine individuellen Inhaltselemente nutzt oder eine Webseite mit nur wenigen statischen Seiten, kannst du Gutenberg meiner Ansicht nach bereits auf deiner Live-Webseite installieren und nutzen.

Alle veröffentlichen Seiten und Blogbeiträge werden nach der Gutenberg Installation zu einem großen Classic-Block umgewandelt und du kannst diesen erst einmal so lassen. Inhalte können dann im Classic-Block mit HTML bearbeitet werden. Alternativ hast du die Option, den Classic-Block in mehrere Gutenberg-Blocks umzuwandeln.

Aufpassen musst du bei dieser Option allerdings, wenn du individuelle Inhalte nutzt, die in Gutenberg nicht vorbereitet sind (z.B. Tabellen, die nicht nur Text enthalten). In diesem Fall könnte die Umwandlung zu Gutenberg-Blocks Probleme bereiten und es wäre sinnvoller den Classic-Block beizubehalten.

Möchtest du Gutenberg noch nicht live einsetzen, kannst du eine lokale WordPress Installation nutzen oder du probierst den neuen Editor auf der Webseite testgutenberg.com aus.

5. Feedback und Fragen

Bestimmt hast du einige Fragen zur Nutzung von Gutenberg allgemein und zur Nutzung vom neuen Editor mit unseren Themes. Wir wollen allen Elmastudio Theme Nutzern eine möglichst leichte Umstellung auf den neuen Gutenberg Editor ermöglichen. Schreib uns daher auf jeden Fall all deine Fragen oder auch direkte Vorschläge für weitere Blogbeiträge und Videoanleitungen zum Thema Gutenberg. Ich freue mich schon von dir zu hören.

9 Kommentare zu “Elmastudio Themes und der neue Gutenberg Editor

  1. Sebastian

    Hallo Ellen,

    danke für deine Einschätzungen zum Gutenberg-Editor. Mich würde interessieren, was passiert mit dem Plugin und etwaigen heruntergeladen Blöcken, wenn Gutenberg in den Core integriert wird. Erkennt das System diesen Umstand? Muss das Plugin deinstalliert werden? Was passiert mit den hinzugefügten Blöcken?

    VG aus Köln

    • Hallo Sebastian,

      vielen Dank für deine sehr gute Frage. Ich bin mir sehr sicher, dass der Übergang problemlos verlaufen wird, obwohl ich bisher keine offizielle Dokumentation dazu finden konnte. Der Code des Plugins ist der gleiche, der auch im offiziellen WordPress landen wird, daher wird es bei der Umstellung keine Probleme geben.

      Meiner Ansicht nach, wird man das Plugin nach dem WordPress 5.0 Update einfach deaktivieren können. Unsere Themes haben einen Absatz im Code der functions.php der besagt, dass der neue Editor unterstützt wird. Diesen Code wird WordPress 5.0 dann ebenfalls erkennen. Falls sich aber doch noch etwas ändern sollte, werden wir Updates für unsere Themes vorbereiten.

      Viele Grüße,
      Ellen

  2. Christian

    Hallo Ellen,

    ich habe bei einer Seite Uku laufen. Mir ist aufgefallen, dass die Benutzerdefinierte Felder bei Gutenberg fehlen. Oder ich finde sie einfach nicht.
    Damit lässt sich weder das große Bild noch der Introtext einfügen. Oder man muss bei Beiträgen immer auf das Klassik-Plugin zurück greifen.

    Christian

    • Hallo Christian,

      wir werden ein ein Update für Uku vorbereiten, so dass die Funktion auch mit Gutenberg klappen wird :) Ich werde hier auf dem Blog weiter berichten und dann auch konkretere Anleitungen zu den Neuerungen vorbereiten.

      Viele Grüße,
      Ellen

  3. Hallo Ellen,
    für ein gerade begonnenes Projekt haben deine Beiträge mich motiviert, Gutenberg auszuprobieren. Ich verwende dort das Moka Theme.

    Probleme gibt es mit den Shortcodes. Im klassischen Editor sind sie in ihrer natürlichen Umgebung, bei Gutenberg fühlen sie sich komisch an. Z. B. deine Buttons lassen sich nicht mehr so (frei) platzieren, wie im alten Editor.

    Richtig spannend wird es nochmal, wenn ein Theme von vornherein für Gutenberg konzipiert ist. Bis dahin ist das alles noch recht experimentell – besonders die Bedienerfahrung.

    Ich stehe Gutenberg sehr gespalten gegenüber. Gutenberg erinnert mich stark an die diversen Baukastensysteme, mit denen ich beruflich oft zu tun habe. Ich mag diese Baukästen nicht. Obwohl sie „ingenieursmäßig“ eine fantastische Leistung sind.

    Wer eher textlastig-journalistisch unterwegs ist, der wird durch die Blöcke eher ausgebremst. Ich habe den Eindruck, Gutenberg ist etwas für „Tüftler“. „Produzenten“ werden wahrscheinlich nicht glücklich werden.

    Jörg

  4. Vielen Dank für den interessanten Beitrag und den „Anstupser“, sich zeitnah intensiver mit Gutenberg zu beschäftigen.
    Aus Webdesigner Sicht wird sich WordPress / Gutenberg daran messen lassen müssen, in wie weit sich durch Templates und Plugins Strukturen und Felder vorgeben lassen, die sich in vorhandene, durchdachte und individuelle Weblayouts integrieren lassen.
    Höchste Zeit, sich den Herausforderungen zu stellen in der Hoffnung, dass nicht alle bisherigen Arbeiten (Kundenspezifische Felder etc.) mit einem Update obsolet werden. Aber bisher war die Kompatibilität ja immer eine große Stärke von WordPress.

  5. Hallo Ellen,

    interessante Hinweise hier und auch Deinem Video dazu auf YouTube! Ich bin sehr gespannt auf das Pukeko-Update. Werdet Ihr das Theme vom Design her auch so anpassen, dass man es dann vielleicht sogar ohne Elementor nutzen könnte, wenn man dann die betreffenden Seiten mit Gutenberg einfach neu anlegt?
    Das wäre ein tolle Option – denn mit Gutenberg sind die m.E. zwar funktional interessanten, aber doch manchmal etwas gewöhnungsbedürftigen und überfrachteten Page Builder dann ja überflüssig (wenn man nicht gerade irgendein besonderes Schnickschnack-Feature einbauen will, das Gutenberg vielleicht noch nicht kann).
    Gutenberg verbindet ja gerade die Funktionalität von Page Buildern mit einer gewissen Einfachheit der Oberfläche. Auch wenn viele noch meckern – mir gefällt der Weg und freue mich auf die weiteren Entwicklungen des neue WordPress-Standards. Damit hat man dann wieder ein modernes und integriertes (Standard!-)System, dass sich hinter den anderen Systemen wie Wix, Squarespace etc. nicht mehr verstecken braucht.

    Freue mich jedenfalls auf das Update für Pukeko! Vielleicht ja sogar mit Portfolio und Testimonial Support (?) …

    Cheers, Rob

  6. Hallo Elma,
    ich habe mir die letzten Wochen die Mühe gemacht die Homepage neu aufzusetzen und den Elementor Editor zu verwenden.Irgendwie habe ich das Gefühl, das der Gutenberg nicht so flexibel ist. Aufwendige Artikel erstelle ich nicht. Es beschränkt sich auf Bild – Text – Abstand 10 Pixel – Bild – Text Galerie usw. Also recht einfach. Klar wäre es super, wenn man keinen externen Editor bräuchte und später bei einem Template Wechsel keinerlei Probleme hat. Ich denke aber das es ein Wunschdenken ist

  7. Liebe Ellen,

    ich teile absolut Deine zentralen Einschätzungen – nämlich dass wir a) Gutenberg brauchen und b) es noch eine Weile dauern wird, bis die Vorteile des neuen Editors wirklich deutlich werden. Denn natürlich wird es eine Weile dauern, bis Themes und Plugins angepasst sind.

    Zentral ist aus meiner Sicht, dass Content-Blöcke mit Gutenberg standardisiert werden. Die bisherigen Page- und Site-Builder sind allesamt proprietäre Lösungen und damit leider auch Einbahnstraßen.

    Ich habe mich kürzlich ganz bewusst dafür entschieden, mit meinem privaten Blog auf Pukeko umzusatteln. Genau aus dem Grund, dass ihr bei diesem Theme mit der Gutenberg-Integration am weitesten seid. Elementor habe ich gar nicht mehr erst benutzt – meine Seiten hatte ich alle aus Vor-Pukeko-Zeiten, und umgestalten (es handelt sich primär um Text, daher nicht so tragisch) werde ich sie frühestens, wenn Ihr mit Pukeko „Gutenberg only“ geht. Worauf ich mich schon freue.

    Ob UI und UX von Gutenberg schon der Weisheit letzter Schluss sind, darüber lässt sich gewiss trefflich streiten. Mich stört derzeit vor allem die ablehnende Haltung vieler WordPress-Nutzer gegenüber dem neuen Editor, die sich am besten mit dem Sprichwort „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht“ zusammenfassen lässt. Der TinyMCE reicht einfach nicht mehr aus für die nächsten 15 Jahre WordPress, der Wechsel muss kommen und jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt dafür, wie ich finde.

    Viele Grüße nach Neuseeland und weiter so,
    Thomas

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