Alles über WordPress: Eine Anleitung für Einsteiger

“Bestimmt hast du auch schon einmal eine neue Software ausprobiert oder generell etwas Neues begonnen, ohne irgendwelche Vorkenntnisse zu haben. Ich erinnere mich noch allzu gut daran, als ich WordPress vor Jahren zum ersten Mal für meinem ersten Blog verwendet habe. Um euch den Einstieg in WordPress zu erleichtern, möchte ich eine kleine Beitragsserie mit Einsteiger-Themen rund um WordPress erstellen. Dieser erste Beitrag erklärt was WordPress überhaupt ist und warum es so beliebt ist.”

Was ist WordPress?

WordPress ist eine Software, mit der ihr eure eigene Website oder eigenen Blog erstellen könnt. WordPress ist ein einfaches und vielseitiges Publishing-Tool, das es euch leicht macht eigene Inhalte im Web zu veröffentlichen.

Ihr könnt die WordPress-Software innerhalb weniger Minuten herunterladen und auf euren eigenen Webserver installieren. Einmal installiert, könnt ihr mit einem einfachen Editor Seiten und Blogbeiträge für eure Webseite erstellen und ändern – ohne dafür HTML, PHP oder CSS lernen zu müssen.

WordPress ist leicht zu lernen und es macht das verwalten und aktualisieren eurer Webseiten-Inhalte so viel einfacher. WordPress ist auf jeden Fall auch für Einsteiger geeignet, ihr müsst keine Experte sein, um einfach loslegen zu können. Wenn ihr auf Probleme stossen solltet findet man leicht Unterstützung in den offiziellen WordPress-Foren oder über eigene Recherche im Web.

WordPress ist im Vergleich zu anderen Blog- und Content Management Systemen so spannend, da es unglaublich flexibel und anpassungsfähig ist. Ihr könnt so ziemlich jede Art von Online-Plattform mit WordPress bauen – ein Blog, Portfolio, Magazin, E-Commerce-Shop, eine Community-Seite, Business-Webseite, ein Forum, soziales Netzwerk…. die Möglichkeiten sind endlos.

Themes und Plugins

Die Vielseitigkeit von WordPress wird vor allem durch tausende Themes und Plugins ermöglicht, welche die Leistung eurer Webseite erweitern.

Themes beziehen sich auf das Aussehen eurer Website und verändert die Art und Weise, wie eine Website optisch angezeigt wird. Es gibt jede Menge von professionell gestalteten Themes für WordPress, kostenlose und kostenpflichtige, und es gibt passende Themes für so ziemlich jede Art von Webseite.

Plugins dagegen erweitern die Funktionalität einer Website oder eines Blogs und ermöglichen es den Nutzern Webseiten an ihre speziellen Bedürfnisse anzupassen. WordPress bietet eine große Anzahl von kostenlosen und kostenpflichtigen Plugins an, welche die unterschiedlichsten Funktionen und Features anbieten.

Ihr könnt also mit WordPress so ziemlich jede Art von Webseite umsetzen, die ihr euch vorstellen könnt. Kurz gesagt, WordPress bietet endlose Möglichkeiten.

Open-Source

Das Besondere an WordPress ist, dass es eine Open-Source-Software ist, die von den Anwendern selbst entwickelt und gepflegt wird. Sie ist frei von kommerziellen Einschränkungen, d.h. ihr könnt WordPress auf jede beliebige Weise nutzen und eure WordPress-Webseite überall hosten. So hast du die komplette Kontrolle über deine eigenen Inhalte im Web. Bei anderen Anbietern bist du im Gegensatz sehr stark eingeschränkt, was du auf deiner eigenen Webseite machen darfst und was nicht. Mit WordPress kannst du auch leicht Inhalte aus anderen Systemen importieren, und deine Daten und Inhalte auch einfach wieder exportieren.

Kostenlose Nutzung

Da WordPress ein Open-Source-Projekt ist und offiziell niemandem gehört, ist es auch völlig kostenlos. Ihr könnt WordPress komplett kostenlos herunterladen und nutzen.

Die WordPress Community

Aufgrund der Natur von Open-Source wird WordPress von einer globalen Community benutzt. Bei so vielen Anwendern ist es nur natürlich, dass Mitglieder (Entwickler, Freiberufler, Digital Worker, Hobbyisten) ein aktives Interesse an der Entwicklung und Pflege von WordPress haben. Mit WordPress werdet ihr Teil einer Community, in der jeder etwas beitragen kann. Mitwirkende bieten Unterstützung, tauschen Ideen aus, reichen Designs ein, generieren Code, schreiben Plugins, erstellen Themen und unterrichten andere. Jede Minute wird neue Informationen über WordPress an die Welt weitergegeben. Durch diesen enormen Community-Input entsteht eine ständige Weiterentwicklung und Verbesserung von WordPress für uns alle.

WordPress im Web

WordPress hat seit seiner ersten Veröffentlichung 2003 einen langen Weg zurückgelegt. Es ist in den letzten 15 Jahren „erwachsen geworden“. Aus diesem Grund ist es heute das beliebteste Blog- und Content Management System (CMS) und hat sich zu einer führenden Kraft im Internet entwickelt. Über 30% aller Webseiten laufen heute schon auf WordPress und 60% aller Webseiten, die ein CMS-System nutzen verwenden dafür WordPress (Quelle: W3Techs). Diese Zahlen steigen ständig und sind der beste Beweis dafür, was für ein starkes Publishing-System WordPress ist.

Die Zukunft

WordPress ist nicht nur ein reines Blog- oder CMS-System, sondern es bietet ein Framework, mit dem man so ziemlich alles machen kann. Und die Zukunft von WordPress, vor allem mit den kommenden Updates (Stichwort Gutenberg ab WordPress 5.0) sieht spannend aus. Der neue Gutenberg Editor und die darauffolgenden Veränderungen im WordPress Backend werden jede Menge neue Möglichkeiten und vor allem eine verbesserter Benutzerfreundlichkeit bieten.

Mehr über diese neue WordPress Ära erfahrt ihr in Ellens Blogbeitrag „Was du über den WordPress Gutenberg Editor wissen solltest“. Im Moment könnt ihr den neuen Editor (er ist derzeit noch in der Entwicklungsphase) über das Gutenberg-Plugin testen, bevor der Editor offiziell in WordPress integriert wird. Alternativ könnt ihr auf der Webseite Frontenberg die aktuelle Gutenberg-Version direkt im Browser ausprobieren.

Weitere Teile der WordPress Einsteiger Serie:

Alles über WordPress – Teil 2: Themes und Plugins

6 Kommentare zu “Alles über WordPress: Eine Anleitung für Einsteiger

  1. Roland Marek

    Hallo, also ich finde nicht daß es als Anfänger einfach ist, mit WP zu arbeiten. Habe mir das BeTheme um 60,- gekauft und bin völlig überfordert auch nur das Menü so einzurichten wie ich es gerne hätte. Wo könnte ich diesbezüglich Hilfe bekommen? Bin ziemlich verzweifelt. LG Roland

    • Hallo Roland,
      mit dem BeTheme hast Du Dir ein ziemliches Schwergewicht angetan, welches in der Tat nicht einfach zu bedienen ist. Hier verzweifeln mitunter auch Fortgeschrittene ;-) Auch ich habe mir das BeTheme vor einiger Zeit gekauft. Inzwischen arbeite ich damit aber nicht mehr. Mir ist das Theme schlicht zu heavy (mit dem Muffin Builder und dem Visual Composer gleich zwei Page Builder … brrrrr) und umständlich zu bedienen.
      Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass die Schwierigkeiten, die Du mit dem BeTheme hast, nicht grundsätzlich auf WordPress zurückzuführen sind. Ich würde Dir vorschlagen, ein anderes Theme zu verwenden und vielleicht nicht unbedingt als Anfänger auf die Themes der Themeforest-Plattform zurückzugreifen. Schau Dich doch mal in der WP Repository um. Da findest Du auch sehr gute kostenfreie Multi-Purpose-Themes, z. B. das OceanWP Theme. Last but not least: die Themes von elmastudio kann ich Dir auch sehr ans Herz legen.

    • Hallo Roland,
      auch wenn heute der 1.April ist stimme ich Jens zu, als Anfänger mit dem BeTheme hast du einiges vorgenommen. BeTheme habe ich nicht ausprobiert könnte aber vom meinem Freund und seiner Verzweiflung erzählen.
      Bis ich mich in den elmathemes auskannte war es schon anstrengend …buh.. jetzt geht es einigermassen. Mein Tip zum Kennenlernen und Probieren „Sydney“ da hast du für den Einsteig so ziemlich alles und kannst dich nach Herzenslust austoben.
      Viel Spass es wird, Werner

    • Hallo Roland,
      wie schon Jens gesagt hat, ist das BeTheme (wie auch viele andere Themes von Themeforest) mit sehr vielen Funktionen ausgestattet, die keine Standardfunktionen von WordPress sind.

      Dieser Trend hat sich in den letzten Jahren zugespitzt, so dass es quasi einWettlauf unter Themeautoren entstanden ist (besonders bei Themeforest), immer mehr Optionen in einem einzelnen Theme anzubieten. Das hat den Vorteil, dass man mit einem einzelnen Theme sehr viele unterschiedliche Webseiten bauen kann, aber eben auch den großen Nachteil das die Einrichtung sehr komplex ist.

      Die WordPress Standard-Themes (z.B. das TwentySeventeen), die meisten kostenlosen Themes bei WordPress.org und auch unsere Elmastudio Themes verfolgen eine andere Richtung. Sie sind so ausgelegt, dass die Einrichtung relativ einfach ist und auf jeden Fall auch für WordPress Einsteiger machbar. Wir bieten z.B. für unserer Themes hilfreiche Videoanleitungen und Dokumentationen an, um den Einstieg zu erleichtern.

      Ich würde also WordPress Einsteigern auf jeden Fall ein weniger komplexes Theme empfehlen. Natürlich ist das beim Kauf leider nicht gleich erkenntlich, das kann ich natürlich verstehen.

      Viele Grüße,
      Ellen

  2. Hallo,
    ich habe gerade erst angefangen, mich mit den technischen Details und Möglichkeiten der Erstellung eines Blogs zu beschäftigen. Insoweit zunächst herzlichen Dank für die vielen Informationen und die gute Beschreibung der Möglichkeiten von WordPress. Ich plane, mit Divi themes von WordPress zu arbeiten, konnte aber nicht herausfinden, ob ich dieses theme zusammen mit WordPress.com nutzen kann oder dann einen separaten Webhoster benötige. Auf welche (wichtigen) Plugins würde ich zudem verzichten, wenn ich auf WordPress.com aufsetze? Vielen Dank.
    Beste Grüße, Helga

  3. Hi,

    ich arbeite nun schon seit ca. 4,5 Jahre mit WordPress und habe mit einem kleinen eher persönlichen Blog angefangen. Ich erinnere mich gut an die Zeit als Anfänger, da war es mir schon zu kompliziert der Schriftlauf neben ein Bild zu positionieren. Das Gute an WordPress ist in dem Fall die riesige Community die dahinter steht. Es gibt unzählige Tutorial in vielen Sprachen.

    Mittlerweile setze ich Kundenwebsites mit WordPress um und mache mich in dem Bereich Selbständig. WordPress hat in mir sehr viel Ehrgeiz geweckt mich mit PHP, MYSQL, HTML und CSS auseinanderzusetzen.

    Ich kann WordPress nur wärmstens empfehlen und auch als Anfänger ist es gut nutzbar.

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