10 Tipps, um als Freelancer erfolgreich durchzustarten

Es gibt natürlich keine ganz allgemeingültigen Tipps, die für jede Situation und für jeden Selbstständigen gleichermaßen zutreffen. Dennoch habe ich einige meiner eigenen Erfahrungen zusammengetragen und ich hoffe, auf diese Weise hilfreiche Tipps und Empfehlungen an andere Freelancer (oder werdende Freelancer) weitergeben zu können.

1. Zeige genug Entschlossenheit

Schon so oft habe ich gelesen, dass man sich unbedingt einen Backup-Plan zurecht legen soll, falls es mit der Selbstständigkeit doch nicht klappen sollte. Diesen Vorschlag halte ich ehrlich gesagt für sehr gefährlich. Denn ich finde es ist am allerwichtigsten, dass man zu 100% an sich glaubt und komplett hinter dem Schritt in die Selbstständigkeit steht. Die Auseinandersetzung mit einer Ersatzlösung, nur für den Fall, dass es mit dem Freelancing doch nicht klappt, ist daher meiner Ansicht nach nicht wirklich die richtige Einstellung.

2. Gib der Sache Zeit

Wenn man alles komplett selbst auf die Beine stellen muss ist es eigentlich kein Wunder, dass alles auch etwas länger dauert, als man geplant hat oder als es einem lieb ist. Daher solltest du immer einen Zeitpuffer einplanen und nicht gleich verzweifeln (oder besser gesagt ins Zweifeln geraten), wenn die Aufträge nicht sofort reihenweise in deinem Posteingang landen. Vor allem Web-Businesses haben den Ruf, dass im Web alles viel einfacher ist und schneller geht. Aber ehrlich gesagt sehe ich selbst keinen großen Unterschied zwischen einem Web-Business und z.B. einem Café oder einem anderen „normalen“ Geschäft. Dort sagt man immer, dass es drei Jahre dauert, bis man sich etwas aufgebaut hat. Diese Zeitangabe halte ich eigentlich für sehr vernünftig.

3. Es ist nicht leicht

Bestimmt hatten viele von uns anfangs eine leicht naive Vorstellung vom Leben als Freelancer. Kein Chef, keine festen Arbeitszeiten, jede Menge mehr Freizeit… Die Realität sieht natürlich etwas anders aus und gerade zu Beginn der Selbstständigkeit ist es eigentlich fast normal, dass man sehr viel mehr arbeitet und weniger Freizeit hat. Schließlich muss man sich erst selbst etwas aufbauen und sich einen Namen machen. Doch als Trost für den Mangel an Freizeit, ist man als Freelancer doch auch sehr viel freier, die eigene Arbeit ist selbst bestimmter und macht daher meiner Ansicht nach auch jede Menge mehr Spaß.

4. Bleibe inspiriert

Neben Fleiß und Entschlossenheit ist es aber mindestens genauso wichtig, sich nicht selbst abzuarbeiten, denn ohne frische Energie und Inspiration kommt man meist auch nicht sehr weit. Suche dir einen gesunden Ausgleich zur Arbeit den du auch auf keinen Fall vernachlässigst, egal wie viel Arbeit auf dich wartet. Mache Sport, geniesse die Natur, gönne dir eine Reise oder einen Ausflug oder treffe dich zu einem entspannten Austausch mit Freunden oder anderen Freelancern.

5. Verliere nicht den Spaß an deiner Arbeit

Natürlich machen einem nicht immer alle Facetten des eigenen Jobs Spaß. Dennoch solltest du versuchen, stets mit Leidenschaft und ehrlichem Engagement bei der Sache zu sein. Das fällt einem zwar nicht immer leicht und jeder Mensch hat bessere und schlechtere Tage. Aber insgesamt sollte man immer mit Leidenschaft bei der Arbeit sein, so dass man stolz auf die eigenen Leistung sein kann.

6. Bleibe dir selbst treu

Auch wenn du zu Beginn deiner Selbstständigkeit natürlich froh über jeden Auftrag bist, solltest du keinen Job annehmen, bei dem du dich nicht wohl fühlst. Wenn du das Gefühl hast, der Auftraggeber möchte dich nur ausnutzen oder schätzt deine Arbeit nicht, solltest du lieber absagen. Denn schließlich bist du ja dein eigener Chef und in den meisten Fällen lohnt es sich nicht, mit einem Auftraggeber zusammen zu arbeiten, der nicht die gleiche Einstellung von einer Zusammenarbeit teilt.

7. Fordere dich selbst heraus

Manchmal kann es schwierig sein, sich selbst zu motivieren und die best mögliche Arbeit zu leisten, wenn man nicht unbedingt (z.B. von einem Chef) dazu gezwungen wird. Doch du solltest dich immer wieder selbst herausfordern und einen hohen Maßstab für dich selbst setzen. Denn Herausforderungen können auch sehr positiv sein, du kannst eine Menge dazu lernen, deine Arbeit verbessern und neue Erfahrungen sammeln.

8. Suche dir Vorbilder

Ohne Inspiration und Vorbilder ist es als Freelancer manchmal schwer, auf dem richtigen Pfad zu bleiben. Oft hat man keine Kollegen und arbeitet von zu Hause, da ist es besonders wichtig, dass man sich Vorbilder sucht, deren Arbeit man verfolgen kann und die einen bei der eigenen Arbeit inspirieren.

9. Lass dich nicht ablenken

Sich selbstständig zu machen oder selbstständig zu arbeiten ist nicht immer einfach, und es passiert schnell, dass man sich ablenken oder einschüchtern lässt und geneigt ist, vom eigenen Plan abzulassen. Vor allem wenn noch nicht so viele Erfolge deiner Arbeit sichtbar sind, ist es für Freunde und Familie vielleicht schwierig zu sehen, in welche Richtung du gehen möchtest und was du vorhast. Gerade in dieser Anfangsphase reicht es eigentlich vollkommen aus, wenn du allein an dich und deinen Weg glaubst und weisst, was du wirklich erreichen kannst.

10. Zeige Beständigkeit

Mein letzter Tipp ist beständig zu bleiben und nicht schnell aufzugeben. Manchmal ist der Fortschritt deiner Arbeit für dich vielleicht nicht gleich ersichtlich oder du arbeitest an einem schwierigen, mühseligen Auftrag. Doch auch wenn es einmal nicht so gut läuft, solltest du an deinem Plan festhalten und nicht zu schnell aufgeben. Wenn du wirklich überzeugt davon bist, dass du dich auf dem richtigen Weg befindest, ist es wichtig, dass du auch in einer schwierigen Phase beständig weiter arbeitest. Meist läuft es dann nach kurzer Zeit auch wieder leichter, du bekommst ein tolles Feedback oder einen neuen Auftrag und deine Beständigkeit und Professionalität zahlt sich aus.

Deine Tipps sind gefragt!

Arbeitest du auch als Freelancer? Welche Tipps zum Thema Selbstständigkeit hältst du für wichtig und welche Erfahrungen kannst du an andere Freelancer weitergeben?

22 Kommentare zu “10 Tipps, um als Freelancer erfolgreich durchzustarten

  1. Es hilft natürlich sehr, wenn man einen Partner an der Seite hat, der die Entscheidungen und Ziele unterstützt und mitmacht, oder dir hilft, die nötige Entspannung und Freizeit zwischendurch wahrzunehmen und zu genießen. Sonst kann das „von zu Hause aus“ Arbeiten schnell einsam werden!

  2. Da werden sich aber sicher viele sehr motiviert fühlen, nach diesen tollen Tipps. Ich denkemal ein Vorbild hat man spätestens dann gefunden, wenn man dir auf deinem Blog hier folgt und sieht was du tolles machst.

  3. Hallo Ellen,

    ich bin gerade in der Situation und jetzt etwa seit 12 Monaten selbständig (raifeleistung.de). Angefangen habe ich mit nichts außer einer Idee, einer Positionierung und einigen guten Kontakten.

    Gerade diese stehen für mich an aller erster Stelle. Durch mein persönliches und seit Jahren gut gepflegtes Netzwerk habe ich von Anfang an „Anschluss“ gefunden, hatte Hilfe, bekam Angebote und vieles mehr. Durch meine Bekannten lerne ich auch ständig neue Leute kennen und vernetze mich fortgehend. Das ist die Aufbauarbeit, die zumindest mein Business (Kommunikation) beflügelt.

    Heute bin ich einen großen Schritt weiter, habe ein paar gute Aufträge und vieles in Aussicht. Noch subventioniere ich mein Geschäft (und damit mich), aber ich denke, schon bald wird das nicht mehr nötig sein.

    Also Kollegen – nutzt und pflegt Euer Netzwerk. Da liegt viel Potential!

    Beste Grüße

    Stephan

  4. Hallo Ellen,
    erstmal ein Dankeschön von uns, für die hilfreichen Tipps. Wir haben uns im Januar selbstständig gemacht, und merken gerade wie schwer es ist an Aufträge zu kommen. Mit viel Einsatz haben wir es bei den verschiedensten Portalen (käuferportal.de, twago etc.) versucht, leider nur mit geringem Erfolg. Die Familie 3 mit drei Kleinkindern soll ja auch nicht zu kurz kommen :-) Ich denke dass die beste Möglichkeit an Aufträge zu kommen Qualität, Zeit und Mundpropaganda ist. Und sich selbst treu bleiben heißt auch für uns verkaufe dich nicht unter deinem Wert. Habe gestern erst eine Anzeige an einem Internetladen gesehen „Website für 149€“!! da wird mir nur schlecht :-(
    Jérôme

  5. Schöner Artikel, der es gut auf den Punkt bringt!
    Ergänzen würde ich es noch mit der ganzen Vermarktungs-Maschinerie. Also Portfolio, Soziale Netzwerke, Verzeichnisse, Geschäftsausstattung etc.
    Aber das ist ja schon wieder genug Stoff für mehrere neue Artikel…

  6. Sehr nützliche Tipps, danke Ellen!

    Zwei Ergänzungen hätte ich noch hinzuzufügen:
    Fokus:Konzentriere Dich auf das wesentliche! Arbeite nicht an zu vielen Projekten gleichzeitig! Wer mit dem Schrotgewehr in den Wald schießt, trifft ne menge bäume – nur keiner fällt! Nimm die Axt und nehme dir einen Baum nach dem anderen vor. Bündel deine Energie!

    Büroorganisation: In der Regel ist man damit beschäftigt, an Kunden zu kommen oder Aufträge abzuarbeiten. Die Büroarbeit steht an letzter Stelle. Und das ist ein Fehler, denn Das Geld wird im Büro verdient.

    Mal abgesehen davon, dass viele Selbstständige erst an Geld kommen, wenn Sie die Zeit gefunden haben, die Rechnung zuschreiben. Selbst wenn alle deine Kunden bar bezahlen: spätestens dann, wenn das Finanzamt Kosten nicht anerkennt, weil die Rechnungen dazu fehlen und der Gewinn deswegen höher ausfällt als es tatsächlich der Fall war – dann erkennen viele, das mangelnde Büroorganisation Geld kostet. Und zwar deines. Jede Quittung, die du verlierst, kostet nicht nur Geld – sondern zusätzlich Einkommenssteuer.
    Bei etwa 70% der insolventen Selbstständigen ist ein unorganisiertes Büromanagement festgehalten worden.
    Eine gute Büroorganisation …
    spart Geld
    spart Zeit
    spart Nerven
    verschafft dir einen Überblick über die Situation deiner Selbstständigkeit und möglicherweise deiner Existenz.
    verschafft dir eine fundierte Grundlage für Unternehmerische Entscheidungen
    stellt dir schnell Informationen zur Verfügung
    und erleichtert den Umgang mit Ämtern.

    Lieben Gruß,
    Jonathan

  7. Danke für die „10. Gebote“ dem ist (fast) nichts hinzuzufügen … :-)

    (@Martin) Ich glaube soziale Netzwerke etc. spielen eher eine untergeordnete Rolle. Man lernt dort natürlich nette Menschen kennen, aber auch Kunden? Ich denke es ist eher die Konkurrenz, die man dort trifft.

    Ich würde noch hinzufügen …
    Versuche Deine Kunden an Dich zu binden, am besten suche den Kunden mit längerfristigen Potential schon im Vorhinein.

  8. Toller Artikel, kann dem allen nur zustimmen!

    Muss ebenfalls sagen, dass ich es als sehr angenehm empfinde, einen Partner in dem Bereich zu haben um sich gegenseitig zu unterstützen und auch um Rat zu fragen!

  9. Schöner  Artikel.

    Aus meinen Erfahrungen:
    –  Es gibt „Clients from hell“ und Zeitdiebe. Lerne beizeiten, solche zu erkennen.
    –  Der Auftrag ist durch, wenn das Geld auf deinem Konto ist.
    –  “Website für 149€”!!  Kunden, die das wollen, brauchst du nicht.
        Davon kannst du nicht leben, lass das andere machen.
         Die haben dann keine Zeit für die  guten Kunden.
    –  Du kannst dich nicht in den Markt schleichen (zu Punkt 1)
    –  Wenn nichts ist, ist nichts. Nutze die Zeit  immer weiter zu lernen.
    –  Organisation und Zeitmanagement sind sehr wichtig.
    –  Pflege deine bestehenden Kunden.
    –  Mal geht es besser, mal schlechter. Mach dich nicht verrückt!
    –  Genieße die Früchte deiner Arbeit. Am besten mit deiner Familie.

    Glaube an dich, du schaffst das.
    Es gibt genug Aufträge da draussen.

  10. Ich kann in allen 10 „Geboten“ zustimmen. Vielleicht noch zwei ergänzende Punkte:
    11. Geh raus und misch Dich unter die Leute.
    Reale Netzwerke sind toll, nicht nur weil man damit sein Portfolio erweitern kann. Man fühlt sich damit nicht ganz so alleine und ganz nebenbei kann man sich darüber einen Namen machen und weiterempfohlen werden.
    12. Eigendisziplin
    Auch wenn es schön ist seine Zeit selber einteilen zu können würde ich doch jedem empfehlen sich feste „Bürozeiten“ zurecht zu legen. Auch wenn mal weniger zu tun ist. Dazu gehört auch sich einen Feierabend und ein Wochenende zu gönnen. Ich weiß selber wie schwierig das manchmal ist aber der Körper & Geist wird es einem langfristig danken.

  11. @alle: Vielen herzlichen Dank für das tolle Feedback zum Artikel und die vielen hilfreichen weiteren Tipps und Erfahrungswerte. Ich finde es klasse, dass ihr eure Tipps an andere Freelancer und angehende Freelancer weitergebt, das ist wirklich Gold wert!

    Viele Grüße, Ellen

  12. Gute Tipps von mir auch ein paar :)

    1. Mach nicht alles selbst. Auch wenn es anfangs günstiger erscheint die Steuer selbst zu machen, kann sich das später einfach rächen. So wie man selbst der Spezialist fürs Web ist, so ist ein guter Steuerberater der Spezialist für Steuerfragen.

    2. Mach nichts mündlich und setzte auch Grenzen. Wenn ihr einen Auftag annehmt, sprecht euch mit eurem Auftaggeber darüber ab, was ihr macht und wie ihr es macht. Zieht eine genaue grenze wann das soll für den KV erfüllt ist und wann der Mehraufwand anfängt. Und macht das eben auch schriftlich, auf mündliche Zusagen braucht man sich nicht zu verlassen.

    3. Versichert euch. Passiert schneller als man Denkt, man bekommt FTP Zugang loggt sich ein, macht eigentlich nichts nur die Webseite geht am Ende nicht mehr. War eigentlich der Hauseigene Developer der Mist gebaut hat aber ihr seid eben der außenstehende dritte auf den man die Schuld abwälzen kann. Das kann wenn man nicht das Gegenteil beweisen kann, böse Enden.

    4. Wartet nicht einfach nur auf das Geld. Auftraggeber vergessen gerne mal die Zahlung oder warten bis zum letzten Tag des Zahlungsziels (daher keine großen Zeiträume einbauen). Wenn das Zahlungsziel überschritten wurde, wartet nicht einfach ab oder fragt freundlich nach, sondern schickt die Zahlungserinnerung los. Wenn dann immer noch nichts passiert fangt mit der Mahnung an. Fangt niemals an zu denken „Na der hat es schwer und der ist eigentlich total Nett“, ihr müsst eure Rechnungen auch pünktlich begleichen also muss es eurer Auftraggeber auch.

    5. Rechtsschutz und ein Anwalt. Beides mehr als nützlich auch wenn man sie hoffentlich nicht so oft benötigt. Nur für den Fall der Fälle ist man einfach abgesichert. Außerdem macht es meist mehr Eindruck wenn auf das Mahnschreiben plötzlich von einem Anwalt kommt.

    Kostet zwar in der Regel alles Geld, aber das mindert das Risiko. Ich habe schon einige Freelancer kennengelernt die ohne Netz und doppelten Boden losgestürmt sind und damit brachial auf die Nase geflogen sind.

    6. Verkauft euch nie unter wert. Ich weis gerade am Anfang ist es schwierig weil man den Auftrag X haben will, man sitzt ja schon fast eine oder sogar zwei Stunden beim Kunden. Preise sind Verhandlungssache also setzt euren Preis nicht zu niedrig an, sonst nehmt ihr euch selbst die Chance zu handeln. Ihr hockt dann auf eurem Preis und hättet eventuell mehr herausschlagen können.

    7. Du solltest wissen was du kannst und wo deine Grenzen sind. Nur wer das weiß handelt auch selbstbewußt und Ehrlichkeit zieht in der Regel immer. Wenn ich gewisse Dinge nicht richtig beherrsche dann sage ich das dem Auftraggeber und in 90% aller Fälle findet sich dafür eine Lösung ohne den Auftrag zu verlieren.

    8. Bau dir ein eigenes Netzwerk auf. Wie gesagt alles können kann man in der heutigen Zeit gar nicht mehr, jeder hat Spezialgebiete. Da bringt es in der Regel viel wenn man selbst Menschen im Rücken hat die einem selbst beraten können oder an die man Teilaufgaben weiter geben kann und hat damit den ganzen Auftrag in eigener Regie. Zudem wird ein gut laufendes Netzwerk einen auch mit Aufträgen versorgen.

    9. Halte deine eigenen Geschäftszeiten ein. Irgendwann ist das Telefon eben stumm und im Urlaub schleppt man auch nicht die Arbeit mit. Deine eigene Familie wird es dir danken.
    Hat dein Auftraggeber aufgrund der eigenen chaotischen Organisation Mist gebaut, lass es dir entsprechend vergüten wenn du durch die Nacht oder über das ganze Wochenende arbeiten sollst, nur damit die Kiste früh morgens um 8 beim Kunden für die Präsentation bereit steht. Wenn du dich selbst verschätzt hast und das nicht rechtzeitig meldest, dann ist es dein eigenes Problem :)

  13. Hallo Ellen,
    vielen Dank für den Beitrag. Ich kann alles nur bestätigen und unterstreichen – mehrfach! Auch die Kommentare der Kollegen. Ich bin seit 5 Jahren Freelancer, das auch noch in einem anderen Land – das war in den ersten 3 Jahren doppelt heftig. Und ich bin noch lange nicht da, wo ich mal hinkommen möchte mit meiner Agentur.
    Ich habe gelernt, mich selbst zu organisieren und vor allem – und das trifft auf alle Bereiche zu – konsequent zu sein. Selbstdisziplin ist das A und O… Einzig den Faktor Zeit bekomme ich immer noch nicht in den Griff – der Tag ist zu kurz, die Arbeit macht zu viel Spass und meine Kunden bleiben mir treu und werden mehr.
    Das Leben ist nicht einfacher und lockerer geworden: ich stehe früher auf, mache später Schluss, Samstag ist ein normaler Arbeitstag und das, was ich mache, wird zu 90 % von jemand anderem, nähmlich Herrn Kunde, bestimmt. Dafür aber ist es prallgefüllt von Glücksmomenten, Aha-Erlebnissen, neuen Herausforderungen und ich bin mein eigener Chef auf einer kleinen Insel mit Haus, Pool, Mac und 2 tollen Hunden! :-)
    Ich würde es jederzeit wieder machen!
    Viele Grüsse aus Mallorca!

  14. Hallo Ellen+
    … ich stimme deinen 10 Punkten zu.

    Besonders, da sie kurz gehalten sind, viele sich die Zeit nehmen werden, die Punkte ganz zu lesen. Wichtig, da häufig vieles aufgebläht ist, einfach überlesen wird, weil die Zeit fehlt. Wie gesagt, auf den Punkt gebracht.

    Ich, (53 J.) bin seit nunmehr 25 Jahren Freiberufler, Freelancer. Durfte in dieser Zeit eine Menge Erfahrungen machen. War mit Höhen und Tiefen erfolgreich im kaufmännischen Bereich. Habe zwei kleine Unternehmen in jüngere Hände gelegt, um vor 5 Jahren noch einmal in der Freizeitbranche (Sport, Reisen) anzufangen.
    Inzwischen recht erfolgreich.

    Ein Tip:

    …. verbindlich sein.

    Auf Augenhöhe mit seinen Kunden zu sein. Seine Wünsche als gemeinsames Ziel verstehen. Verständnis für die Sorgen der häufig kleineren Unternehmen zu haben. Hat man gemeinsam eine Lösung für anstehende Probleme gefunden, resultiert daraus ein hohes Maß an Kundenbindung.
    Das höchste Ziel, das man erreichen kann.

    Grüße aus Oldenburg (Oldb.)
    helge

    • Hallo Helge,

      ich bin ein frischer Freiberufler der auch aus Oldenburg kommt. Ich würde mich freuen wenn Du dir die Zeit nehmen würdest und mich mal kontaktierst. Ich hätte die eine oder andere Frage an so einen alten Hasen wie dich.

      Danke vorab und Grüße, Ben

  15. Schöner Artikel, gute Tipps. Das schwierigste ist vermutlich, die Motivation zu finden und den inneren Schweinehund zu überwinden :) *kennt das*
    ist echt net leicht auch immer das durch zu ziehen, was man sich im Kopf vorgestellt hat :)

  16. Definitiv eine Sammlung guter Tipps. Wie einer der Vorschreiber würde ich das Networking ergänzen. Gerade in den „so einfachen“ Internet Branchen ist eine gute Vernetzung das A und O. Dabei meint Vernetzung natürlich nicht exklusiv x Twitter Follower zu haben ;)

  17. Sehr tolle Tipps, Ellen. Danke dafür! Kann nicht viel dazusagen da ich bisher noch kein Freelancer bin, aber wird mir weiterhelfen sobald ich selbständig arbeite.

  18. Super Zusammenstellung mit wichtigen Ansätzen …
    für mich persönlich ist die Pflege der bestehenden Kunden sehr wichtig. Manchmal sind es nur die kleinen Dinge im Leben, die aber bei Kunden mehr wie gut ankommen. Das gewissen Danke sagen auch zum Kunden.
    Danke Ellen für den Post.

  19. Punkt 1 halte ich für mordsgefährlich. Ich rate dringendst zu einem Plan B. Und man möchte ergänzen: 1a Schätze deine Lage realistisch ein. 1b Ziehe die Notbremse, ehe es zu spät ist.

    Es gibt den Zeitpunkt, zu dem man noch aussteigen kann, ohne sich zu verschulden. Folgt man eurem Rat, läuft man Gefahr, ihn zu verpassen.

    • Hallo Alex.
      Als ich vor fast 10 Jahren angefangen habe, waren gerade die Ich-AGs eingerichtet worden. Zwei Jahre Förderung um zu sehen ob es klappt, statt nur sechs Monate für Überbrückungsgeld. Aus unerem Gründerkurs mit 16 Leuten, haben außer mir noch zwei andere auf Überbrückungsgeld gesetzt. Ohne Netz und doppelten Boden in schs Monaten. Wir drei sind nach wie vor selbstständig. Von den restlichen 13 Ich-AG’lern ist noch ein Einziger sein eigener, oder gar anderer Leute Chef. Auch deshalb gebe ich Ellen vorbehaltlos recht.

  20. Deine Tipps sprechen mich ungemein an.
    Nicht das ich dies im großen und ganzen schon gewußt hab, nur man verliert leicht den Überblick.
    Nennen wir Es doch ehrlich beim Nahmen, wir Möchtegern-Internet-Unternehmer

    verzetteln uns zu oft und fallen auf angeblich todsichere digitale Helferlein
    herein, die Geld kosten, welches wir doch lieber in die Werbung gesteckt hätten,
    ist Es nicht so??

    Fritz Raddatz

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *