Warum ortsunabhängiges Arbeiten die Zukunft ist

“Ob Freiberufler oder Festangestellte, immer mehr von uns bekommen die Möglichkeit, ortsunabhängig zu arbeiten. Der Schritt aus dem Büroalltag hin zum Home Office kann das eigene Leben enorm verändern. Um die Arbeit aus dem Home Office erfolgreich zu meistern, muss man einen Rhythmus finden, der zu einem passt. Um andere zu inspirieren, möchte ich meine eigenen Home Office Erfahrungen mit dir teilen.”

Mein Home Office

Ich arbeite bereits seit fünf Jahren von zu Hause aus. Die Arbeit aus dem Home Office war ein wichtiger Schritt für mich. Anfangs habe ich diesen Weg vor allem aus gesundheitlichen Gründen gewählt, da ich meinen Beruf als Outdoor-Biologin nicht mehr wie bisher ausführen konnte.

Der Umzug aus einem klassischen Büro in mein eigenes Home Office, bot mir neuen kreativen Freiraum, sowie die Option mir eine neue Karriere aufzubauen. Heute passt die Arbeit aus dem Home Office perfekt zu meinem Lebensstil und die Arbeitsweise hilft mir einen ausgeglichene Work/Life Balance zu finden.

Mein Home Office ist meine eigene kreative Oase, in einem sonnigen Raum mit wunderschöner Aussicht, der vom Rest des Hauses abgetrennt ist.

Ich liebe Minimalismus und bevorzuge daher auch ein minimalistisch eingerichtetes Home Office. Mein Arbeitsbereich besteht aus einem Schreibtisch mit Glasplatte und einem Herman Miller Schreibtischstuhl. In meinem Büro steht auch ein kleines Sofa, das ich nutze wenn ich etwas entspannter und weg von meinem Schreibtisch arbeiten möchte. Hier mache ich es mir zum Beispiel gemütlich, wenn ich etwas recherchiere oder mich in Tutorials vertiefe.

Ich arbeite gerne in einer ruhigen Umgebung ohne große Unterbrechungen. Manchmal hilft mir Musik aber dabei, neue Inspirationen zu finden. Ich mache regelmäßig Pausen, um mir Zeit weg vom Bildschirm zu sichern und um neue Energien zu sammeln. In meinen Pausen erledige ich Arbeiten im Haushalt, trinke eine Tasse Tee im Garten oder tausche Ideen mit meinem Lebenspartner aus, der ebenfalls von zu Hause arbeitet.

Meine Arbeitsgeräte sind ein iMac, ein Macbook Air (der auch prima für unterwegs ist), mein iPhone, eine Tastatur, Maus und Kopfhörer. Außerdem steht ein Canon Drucker, Sonos Lautsprecher, und eine Citta Design Lampe an meinem Arbeitsplatz. Weitere Highlights meines Arbeitsplatzes sind: 1) mein Hund, 2) Pflanzen, 3) entspannende Kerzen, 4) und viele Tassen Tee.

Ortsunabhängiges Arbeiten ist die Zukunft

Früher war ortsunabhängiges Arbeiten eher selten möglich oder wurde zumindest nicht als Vollzeitjob angesehen. Inzwischen haben sich diese Zeiten geändert! Dank der heutigen Technologien und der Kommunikation online wird ortsunabhängiges Arbeiten immer üblicher. Heute ist für Teams einfacher den je, miteinander in Verbindung zu bleiben.

Den Arbeitsplatz zu Hause zu haben und nicht mehr im klassischen Büro ist eine praktikable Alternative geworden und immer mehr Firmen fangen an, ebenfalls in diese Richtung zu denken.

Mit remote Teams können Arbeitgeber Kosten sparen und erhalten im Gegenzug höhere Produktivität und zufriedenere Mitarbeiter, die einen entspannteren und gesünderen Lebensstil leben können. Es ist also ein Gewinn für alle.

Obwohl ortsunabhängiges Arbeiten immer häufiger möglich ist, wird es von vielen noch als Luxus angesehen. Doch der Trend ist eindeutig und diese neue Art zu Arbeiten entwickelt sich mehr und mehr zu einer Option für Berufstätige aus den unterschiedlichsten Branchen. Ortsunabhängiges Arbeiten scheint auf jeden Fall die Zukunft zu sein.

Warum ortsunabhängiges Arbeiten so genial ist

Ortsunabhängiges Arbeiten hat viele Vorteile – weniger Ablenkungen, höhere Produktivität, flexible Zeiteinteilung, das Pendeln zur Arbeitsstelle fällt weg, man kann in einer vertrauten Umgebung arbeiten, es kommt weniger Stress auf, es bietet mehr Freiheit und Flexibilität, sowie die Möglichkeit auch auf Reisen zu arbeiten.

Wie schafft man es?

Man sollte die eigene Arbeite nicht anders behandeln, als einen traditionellen Job. Für einige die ortsunabhängig arbeiten ist das selbstverständlich; während es anderen schwer fällt, sich selbst zu motivieren.

Das Geheimnis zum Erfolg ist meiner Ansicht nach gewisse Gewohnheiten zu etablieren und die richtige Einstellung zum Job zu finden. Selbständiges Arbeiten erfordert auf jeden Fall mehr Disziplin. Eine Routine hilft dabei. Überlege einmal, wo und wie du am besten arbeitest. Dann kannst du eine Strategie entwicklen und eine Balance finden, die für dich funktioniert. Sei dabei ehrlich zu dir selbst und setze realistische Erwartungen an dich. Dokumentiere deine Fortschritte, arbeite hart und sei stolz auf deine Erfolge und alles, was du erreichst.

Ein fester Arbeitsplatz

Dein fester Arbeitsplatz kann zu Hause, in einem Coworking Space, oder in deinem Lieblingscafé sein – was immer für dich am besten funktioniert. Ein eigener Arbeitsplatz unterstützt dich dabei motiviert zu bleiben; sobald du an deinem Arbeitsplatz sitzt, kannst du dich ganz auf deine Arbeit konzentrieren.

Die Trennung von Arbeit und Freizeit ist meiner Meinung nach sehr wichtig, da man auch Zeit zum Entspannen braucht. Ohne die üblichen Unterbrechungen in einer hektischen Büroatmosphäre vergisst man leicht, genügend Pausen einzulegen. Auf lange Sicht ist das mental und körperlich natürlich sehr ungesund. Vergiss also nicht, dir genug Zeit für regelmäßige Pausen zu nehmen.

Wenn dein Arbeitsplatz zu Hause ist, ist es besonders wichtig, regelmäßige Ausflüge einzuplanen, um andere Leute zu sehen. Ein Besuch ins Cafe ist eine gute Möglichkeit, die Gesellschaft anderer zu genießen. Das hilft bei der Motivation und ist gut für die eigene Gesundheit.

Die richtigen Arbeitstools

Während die Arbeit von zu Hause aus sehr viel Spaß machen kann, ist einiges natürlich auch schwieriger, wenn man nicht im gleichen Raum mit seinen Kollegen ist. Zum Glück gibt es viele hilfreiche Software, die das ortsunabhängige Arbeiten erleichtern.

Von Kommunikationsmitteln, über Apps für Projektmanagement, Produktivität und Zeitplanung: Slack, Skype, Google Drive, Dropbox, Trello und Tomato One sind wichtige Tools für ortsunabhängige Teams.

Bei Elmastudio verwenden wir täglich folgende Software: Slack, Trello, WordPress, Atom, iA Writer und Pages, Sketch, Zeplin, die Adobe Creative Cloud und Camtasia. Für Onlinekurse und Weiterbildungen mögen wir außerdem Lynda.com, Skillshare und Udemy.

In Verbindung bleiben

Auch wenn man nicht mehr in einem tatsächlichen Büro arbeitet, ist man dennoch in einem virtuellen Büro miteinander verbunden. Das allerwichtigste dabei ist, klar und regelmäßig miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig über den aktuellen Stand der Arbeit auf dem Laufenden zu halten. E-Mail, Chat, Telefon und Videokonferenzen sind dabei die wichtigsten Tools und stellen sicher, dass keine Missverständnisse untereinander aufkommen.

Es ist dabei auch wichtig, Gespräche mit Kollegen zu führen, die in einem traditionellen Büro stattfinden würden. Es ist nett sich auch einen Moment dafür Zeit zu nehmen, die Kollegen nach ihrem Wochenende oder ihre Hobbys zu fragen. Das stärkt die Bindung untereinander und man lernt sich besser kennen.

Zeit zum Ausprobieren

Man muss sich die Zeit nehmen, herauszufinden was für einen selbst am besten funktioniert. Vor allem wenn das ortsunabhängige Arbeiten neu für einen ist, kannst du dir in den ersten Wochen etwas Zeit zum Experimentieren nehmen. Wenn du schon lange remote arbeitest, kann es hilfreich sein, die eigene Routine auch mal aufzufrischen und etwas neues zu probieren. Am allerwichtigsten ist es, nicht den Spaß zu verlieren!

Feedback und Fragen

Was hältst du von ortsunabhängigem Arbeiten? Hast du es schon einmal ausprobiert oder arbeitest du lieber in einem traditionellen Büro mit Kollegen? Ich würde mich sehr über dein Feedback, deine Erfahrungen und Tipps freuen. Schreib mir doch einfach einen Kommentar, ich freue mich schon sehr auf die Unterhaltung mit dir.

4 Kommentare zu “Warum ortsunabhängiges Arbeiten die Zukunft ist

  1. Dieser Artikel trifft bei mir einen wunden Punkt. Ich bin Pragmat und jeden Tag zur Arbeit zu pendeln widerstrebt mir.

    Auch wenn ich nur 10 – 15 Minuten vom Büro entfernt wohne, würde das Home Office nur Vorteile mit sich bringen. Wenn das alle im Büro (5 Personen) machen würden, gäbe es sogar noch mehr.

    Wie im Artikel bereits steht, würde das tägliche Pendeln wegfallen. Das spart Zeit, Geld und natürlich Nerven – vor allem wegen dem Berufsverkehr. Zusätzlich würde der Arbeitgeber gar kein festes Büro mehr benötigen. Bei einem kleinen Unternehmen kann die wegfallende Miete inklusive Nebenkosten sehr viel mehr finanziellen Spielraum bedeuten.

    Die fehlende soziale Interaktion zwischen Kollegen – ein häufiges Negativ-Argument – lässt sich durch die richtigen Tools und regelmäßige Treffen – Café, Coworking Space, etc. – vermeiden.

    Es ist einfach nur traurig, wie viele Arbeitgeber sich noch gegen diese Entwicklung stellen. In Deutschland braucht so ziemlich jeder „neumodische Kram“ eben sehr viel länger, um in den Köpfen anzukommen. Schade!

    • Hallo Carsten,

      vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar und dein Feedback. Ich bin mir sicher, dass sich dieser Trend auch immer mehr in Deutschland durchsetzen wird. Ein weiteres Argument ist auch, dass man als Arbeitgeber Mitarbeiter nicht mehr nur in seiner Umgebung anstellen kann. Das kann ein großer Vorteil sein, wenn man auf der Suche nach dem perfekten Mitarbeiter ist.

      Es gibt bestimmt Vor- und Nachteile, ich denke beide Arbeitsformen haben ihre Berechtigung. Vielleicht wird es später einmal so sein, dass man sich als Mitarbeiter aussuchen kann, ob man remote oder im Büro (oder teils/teils) arbeiten möchte. Das wäre genial :)

      Lg Ellen

  2. Super Artikel, ich wünschte, Homeoffice wäre in Deutschland schon verbreiteter. Wenn ich alle Bewerbungen und Infos aus Dutzenden Recruiter-Anfragen der letzten Jahre in Betracht ziehe, gab es bei vielleicht 10% der Jobs die Möglichkeit auf Homeoffice, aber meistens auch nur 1-2 Tage die Woche. Ich (Webentwickler) verstehe absolut nicht, wieso so viele Arbeitgeber da noch ein Problem mit haben. Alle reden sie von der Work-Life-Balance, erwarten dann aber, dass man jeden Tag 10-11 Stunden für die Arbeit aufwendet. So viele Pendler würden so viel Zeit und Nerven sparen… (von den Klimavorteilen durch weniger Pendler mal ganz abgesehen) viele meiner Kollegen fahren 2-3 Stunden pro Tag, je nach Verkehrslage, das sehe ich absolut nicht ein. Aber direkt an den Arbeitsort ziehen kann halt auch nicht jeder, zumal Großstädte auch immer teurer werden, was vermutlich darin resultieren wird, dass Arbeitnehmer eher wieder außerhalb wohnen möchten. Technisch ist Homeoffice ja heute in den meisten Berufen echt gar kein Problem mehr, viele Arbeitgeber haben aber vermutlich Angst, Kontrolle über ihre Mitarbeiter zu verlieren. Oder haben einfach kein Vertrauen in sie. Dabei sieht man ja recht schnell, ob ich am Ende Ergebnisse geliefert habe oder nicht. Dahingehend finde ich auch das Festhalten am 8-Stunden-Tag Quatsch. Bezahlt die Leute doch lieber nach erledigten Aufgaben und nicht nach abgesessener Zeit.

    • Hallo David,

      vielen Dank für dein positives Feedback, ich werde es gleich an Sabrina weiterleiten :)

      Du hast vollkommen recht, gerade für Webentwickler ist es eigentlich überhaupt kein Problem, von zu Hause aus zu arbeiten. Ich sehe darin vor allem auch nur Vorteile, da die Mitarbeiter so zufriedener sind und ich selbst liebe es auch, meine Arbeit von meiner gewohnten Umgebung aus machen zu können und ganz in dem Rhythmus, der für mich passt.

      Vielleicht ist es daher besonders gut, mehr darüber im Internet zu schreiben und von eigenen Erfahrungen zu berichten (auch auf Deutsch). Das nimmt die Angst und macht remote Working selbstverständlicher. Wir werden hier auf dem Blog auf jeden Fall weiter von unseren Erfahrungen berichten :).

      Viele Grüße, Ellen

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