Diskussionsanregung: Sollte man HTML5 und CSS3 heute schon in Webseiten-Projekten einsetzen?

Mit diesem Artikel möchte ich eine kleine Diskussionsanregung geben und dich nach deiner Meinung fragen, inwieweit du HTML5 und CSS3 heute schon in deinen Webseiten-Projekten einsetzt.

Aus meinen eigenen Erfahrungen ist eine der Problematiken bei der Verwendung CSS3 beispielsweise, dass die CSS3-Eigenschaften in der CSS-Validierung von W3C immer noch als Fehlermeldungen ausgegeben werden.

Außerdem ist es meiner Ansicht nach oftmals schwierig für Webdesigner und Entwickler dem eigenen Kunden zu vermitteln, warum eine Webseite nicht in jedem Browser exakt gleich aussehen muss. Denn gerade aus dem Print-Bereich ist man es natürlich gewohnt, mit millimetergenaue Maßen zu arbeiten. Da ist es für Webdesigner oftmals schwierig zu vermitteln, warum das Design im Internet Explorer 7 auf einmal keine abgerundeten Ecken mehr haben sollte.

Kunden von den neuen Möglichkeiten überzeugen

Dennoch denke ich persönlich, dass es ganz wichtig ist mit den neuen Möglichkeiten von CSS3 und HTML5 bereits heute schon zu arbeiten und auch die eigenen Kunden von diesen tollen, neuen Optionen zu überzeugen.

Denn schließlich kann man nur so die Entwicklung voran treiben und sich auch selbst neue Techniken beibringen. Eine Möglichkeit ist es z.B. die eigene Webseite mit HTML5 und CSS3 „Schmankerln“ auszustatten, um so die eigenen Kunden besser von den Vorteilen der neuen Features überzeugen zu können.

Die Unterstützung alter Browser-Versionen

Inwieweit man alte Browser weiterhin unterstützt muss, hängt sicherlich immer stark vom jeweiligen Projekt, der Zielgruppe der Webseite und auch vom Budget für das Webseiten-Projekt ab. Vor allem der Internet Explorer lässt einen da immer wieder ganz schön ins Schwitzen kommen.

Aus meiner Erfahrung kann der IE6 inzwischen aber zum Glück meist vernachlässigt werden (immerhin ist dieser Browser inzwischen immerhin 10 Jahre alt, siehe Internet Explorer 6 Countdown Kampagne). Für IE7 und auch IE8 halte ich eine vereinfachte aber funktionierende Webseiten-Ansicht in den meisten Fällen für ausreichend.

Browser-Tests sind ein hilfreiches und wichtiges Tool, um sich zu vergewissern, wie die Webseite in den verschiedenen Browsern dargestellt wird. Im Artikel „Webseiten Cross-Browsertests: Ein kleiner Überblick praktischer Tools und Tipps“ findest du nützliche Anregungen zu diesem Thema.

Mögliche Fallback-Lösungen

Für die Unterstützung älterer Browser-Versionen gibt es außerdem sehr nützliche Fallback-Lösungen, wie z.B. die JavaScripts Modernizr (für HTML5 und CSS3 Fallback-Lösungen), html5shim (HTML Fallback für IE) oder respond.js (IE6-8 Fallback für CSS3 Media Queries). Alternativ kannst du auch HTML5 Boilerplate als Projekt-Grundlage für deine Webseiten-Entwicklung nutzen. HTML5 Boilerplate bietet quasi ein Komplettpaket an, auf dessen Grundlage du dann deine Webseiten-Programmierung mit MHTL5 und CSS3 starten kannst.

Mit diesen Optionen ausgestattet, könnte man eigentlich loslegen und die tollen Möglichkeiten von HTML5 und CSS3 für neue Webseitenprojekte nutzen. Oder was denkst du?

Wie ist deine Meinung?

Wie sind deine Erfahrungen bei der Nutzung von HTML5 und CSS3? Sind Kunden deiner Ansicht nach bereits offen für die Verwendung der neuen Features? Oder denkst du, man sollte mit dem Einsatz von HTML5 und CSS3 besser noch warten, bis alle Browser die neuen Techniken gleichermaßen unterstützen?

Über deine Einschätzung und dein Feedback zum Thema freue ich mich sehr!

38 Kommentare zu “Diskussionsanregung: Sollte man HTML5 und CSS3 heute schon in Webseiten-Projekten einsetzen?

  1. Ich denke, es kommt immer auf das Projekt an. Man muss nicht immer sofort auf jeden neuen Zug springen, aber es kann auch nicht schaden zu experimentieren und neuen Techniken eine Chance zu geben. Vor allem: Websites müssen nicht zwanghaft in jedem Browser gleich aussehen. Wenn man es schafft, den Kunden davon zu überzeugen, dann kann man schon jetzt viele Sachen einsetzen.

    Eigenschaften, die z.B nur vom geliebten IE nicht unterstützt werden, kann man sicher in vielen Fällen relativ problemlos einsetzen. Eigenschaften, die nur von einem oder zwei Browsern unterstützt werden, sind vermutlich etwas vorsichtiger zu verwenden.

    Vor allem muss man halt auch schauen, was passiert, wenn ein Browser eine Eigenschaft nicht unterstützt. Crasht alles, ist ein Problem. Sieht man nur einen bestimmten Effekt nicht richtig und schadet das nicht der Benutzbarkeit, so what?!

    Auf jeden Fall sollte man mit neuen Techniken nicht warten bis sie überall und flächendeckend unterstützt werden. Dass erleben wir alle nicht mehr ;-)

    • Ach eine Anmerkung vielleicht noch. Ich verweigere kategorisch die explizite Unterstüzung von IE6. Solche „Schweinereien“ mache ich einfach nicht mehr mit. Es wird auch kein verbleites Benzin mehr verkauft.

  2. Eine wirklich interessante Fragestellung. Mir persönlich geht es oft zu schnell, wenn andere Agenturen oder Webworker gleich voll auf HTML5 und CSS3 setzen. Wir als Agentur machen das einen Schritt langsamer. Dabei setzen wir vor allem mehr aus das neue CSS als auf neues HTML. CSS3 macht Websites einfach etwas schneller und besser zur schreiben, weil auf unnötige Bilder im Hintergrund verzichtet werden kann, Schriften nicht mehr ersetzt werden müssen um Schattenwurf zu generieren oder ähnliches. Dagegen verzichten wir fast komplett auf HTML5. Dessen Vorteile liegen einfach nicht so klar auf der Hand – für mich ist HTML5 mehr eine semantische Verbesserung von HTML (von den Offline-Speicherungen und anderen coolen Features, die man aber selten braucht, einmal abgesehen).

    Übrigens vermitteln wir unseren Kunden von Anfang an, dass wir nur für Firefox und Webkit optimieren und dass deshalb gerade in alten Internet Explorern die Seite anders aussieht. Eine Komplettoptimierung für alle Browser bieten wir aber natürlich trotzdem gegen Aufpreis an – nicht jedoch, ohne gründlich davon abzuraten.

    Ich bin gespannt auf weitere Meinungen…

  3. Wenn es nach mir geht sofort – immer und unbedingt :)

    Ich selbst arbeite aber oft für Agenturen als Freelancer und die Lage dort ist kritisch. Man ist der Thematik zwar aufgeschlossen, weil es viele Vorteile mit sich bringt, man weis auch das es Fallbacks gibt nur da liegt der Hase dann im Pfeffer. Die Angst vor abgeschaltetem JS und den darauffolgenden Fragen der Kunden „Mein Webseite ist zwar ganz schön aber bei mir hat ein Kunde angerufen weil meine Webseite zerstört aussieht. Warum ist dass so?!“.

    Vor dem Worst Case hat man Angst. Ich hab da schon ellenlange Diskussionen drüber geführt, JS ist da aber das Totschlagargument.

    Wenn ich für einen Kunden direkt arbeite, ist es in der Regel einfacher, da lässt man sich ehr drauf ein. Vielleicht kann ich auch nur gut sabbeln ;) Ich klär dem Kunden die Vorzüge (geht schneller wird dann auch etwas günstiger) weis aber auch auf die Nachteile hin, das es eben vorkommen kann das einer seiner Kunden nicht in den vollen Genuss der Seite kommt oder es eben richtig seltsam aussieht.

    Bei einem meiner anderen Kunden für den ich, seit über einem Jahr, nur Templates designe und programmiere (Hauseigenes CMS) sieht sogar so aus, da gibt es kein HTML5 und kein CSS3. Die Templates müssen auf IE6 zu 80% genauso wirken wie auf einem der Modernen Browser. Und das alles wegen möglichen 3% Nutzerquote.

    Ein gutes hat es ja das Google selbst sagt, den Support für die älteren Browser einzustellen, wer bei den Google Services mit einem alten Browser herumturnt muss sich da nicht wundern. Wenn da andere Konzerne mit ziehen, herrscht Updatezwang. Das gute für uns man kann dann bedenkenlos in die Vollen greifen – kompromissloses Webdesign :)

  4. Verbleites Bezin: Sehr gute Metapher, die ich mir für das nächste Kundesgespräch merken werde.
    Auch mit der Unzulänglichkeit des IE6 zusätzlichen Umsatz zu generieren ist etwas, worüber ich ernsthaft nachenken werde.
    Insgesamt hängt doch vieles davon ab, wie wir dem Kunden neue Standards und Techniken verkaufen. Natürlich sollte man als Gestalter immer am Zahn der Zeit arbeiten, was meiner Meinung nach nicht heißt, jede Neuerung auch als zwingend notwendig umzusetzen, wenn es um die Dienstleistung am Kunden geht.
    Neuerungen in den Auszeichnungen und Formatierungen, die definitiv Verbesserungen mit sich bringen, kann man auch umsetzen ohne dem Auftraggeber alles haarklein zu erklären. Dass seine Website am Ende besser funktioniert und im Detail einfach schöner aussieht als das Gros der Seiten im Netz, das wird er, wenn er aufmerksam hinschaut ohnehin bemerken – und auch wiederum seine etwaigen Kunden – was schließlich wieder auf den Macher der Seite zurückfällt.
    Außerdem: Nicht jeder Auftrag verlangt nach Box-Shadows oder abgerundeten Ecken.
    Ich persönliche setzte vorrangig dann neue Techniken ein, wenn Sie mir die Arbeit erleichtern z.B. in CSS3 einen mehrspaltigen Textcontainer anlegen.

  5. Hallo Ellen,

    Responsive Web Design macht es einem jetzt doch viel einfacher dem Kunden zu erklären, am besten anhand eines Live-Beispiels mit Smartphone und Tablet, dass allein schon wegen der verschiedenen Displaygrößen die Zeit vorbei ist, zu denken, ein Design würde überall gleich aussehen. Ein paar Zahlen, die beweisen wie schnell das mobile Internet sich entwickelt, können außerdem helfen.
    Ich muß da an Andy Clarke denken, der glaube ich Benutzern mit IE6 einem ein Schwarz-Weiß Design zeigt mit dem Hinweis, dass man doch für die Farbversion gefälligst einen neueren Browser benutzen sollte ;)

  6. Klasse Diskussionsanregung.

    HTML5 vereinfacht vieles, CSS3 bietet einige schicke Möglichkeiten.

    Vieles sehe ich so wie Michael im ersten Kommentar.

    In einigen Codebeispielen wird dessen Browserkompatibilität angezeigt und ich teste in den aktuellsten Versionen der gängigsten Browser.

    Des mit dem Benzin merk ich mir ebenfalls :-)

  7. Unbedingt jetzt schon einsetzen! Wenn nicht jetzt, wann dann?

    • Wenn nicht jetzt, wann dann ist zu pauschal. Für private Projekte ja. Würde ich auch tun – wenn ich die Zeit dazu hätte ;-)

      Im kommerziellen Umfeld sieht es ein bisschen anders aus. Da wo online zig Millionen Umsatz gemacht werden kommen bei 2-3% der Nutzer ein paar Euro zusammen. Und für 2% von 100.000.000 kann man ein Weilchen entwickeln bzw. für ältere Browser anpassen. Es gibt Webseiten und Shops, bzw. deren Betreiber und Konzepter schlicht und ergreifend an Conversion-Rates und Verkaufszahlen gemessen werden. Da muss die 100%-Abdeckungsquote schon hoch sein. 80-85% der Besucher sollten es schon sein. Aber jeder muss für sich selbst entscheiden, wo er die Grenze zieht und was er bereit ist, zu investieren. Wenn’s ein bisschen arg zerschossen aussieht, ist die Wahrscheinlichkeit zu verkaufen niedriger. So wie das in einem schäbigen Laden auch ist. Mit arg zerschossen meine ich nicht Ecke rund oder eckig. Das ist das kleinste Problem. Man muss ein bisschen abwägen.

      ABER: Das sollte uns nicht daran hindern, den Übergang vorzubereiten und umzusetzen. Bzw. immer flexibel zu bleiben und sich weiter zu entwickeln. In Bewegung bleiben und öfter mal die Komfortzone verlassen. Sonst bleibt man irgendwann ganz stehen. Graceful Degradation und Progressive Enhancement sollten wichtige Berater dabei sein.

      Den IE6 können wir jetzt aber auch langsam mal aus solchen Diskussionen rauslassen. Der ist schon tot. Ziehen wir die Grenze bei Nr. 7 oder 8 und basieren darauf unsere Analysen und Entscheidungen.

      • 100.000.000 solche Zahlen muss man aber auch erstmal erreichen ;) Klar wenn du wirklich jeden Menschen erreichen willst muss man zum Spagat bereit sein, das schließt dann aber auch den IE6 mit ein. Wie du schon schreibst 2% von den 100.000.000 sind eben 2.000.000

        Der Entwicklungsaufwand sollte schon in gesunder Relation zum Profit stehen.

        Was aber auch bei Responsive Webdesign zutrifft (hatten da vor ein paar Tagen eine schöne Diskussion bei Google+), wenn man es richtig machen will muss man viel Zeit investieren um die unterschiedlichen Ansprüche (Auflösung, Bandbreite und Bedienung) entsprechend bedienen zu können.

        Man muss eben genau abwägen was sich lohnt und was nicht, in den Augen von Google lohnt sich nicht mal mehr die Entwicklung für IE6/7/8 die wurden verbannt.

  8. Guten Tag,

    Bezüglich CSS-Validierung von W3C hab ich mir vor ein paar Tagen Gedanken gemacht und eine Lösung gefunden den CSS-Validiator auszutricksen.

    Siehe http://www.rocking-minds.org/blog/2011-08-31/the_w3c_css_validation_hack
    Somit können die „Pseudofehler“ (wie z.B. browserspezifische Präfixe) vermieden werden. :)

  9. Alexander Albrecht

    Sehe kein Problem mehr HTML5 und CSS3 einzusetzen. Mache das jetzt seit gut einem Jahr. In dem HTML5Boilerplate stecken soviel gute Ansätze drin die es dem Webdev auch einfacher machen. Die Kundschaft kann man durchaus ruhig und gelassen in einem Gespräch über die Vorteile aufklären. Oder wer will schon soviel Geld auf wenden für das Debugging alter Browser deren Benutzergruppe immer kleiner wird.

    Für mich ist Argument #1: Warum heute rückwärtsgewandt programmieren?

  10. Ich sehe das ganze etwas anders.
    Für meine Projekte setze ich überhaupt kein HTML5 und auch kein CSS3 ein. Ich experimentierte damit nur herum.
    Außerdem erstelle ich meine Webseiten immer noch so, dass sie auch im Internet Explorer 6 genauso aussehen und funktionieren wie in der neuesten Browsern, weil leider immer noch circa 1 – 3% (je nach Statistik) aller User den Internet Explorer 6 verwenden und auch diese Leute möchte ich nicht mit einer Webseite verärgern, die auf ihrem Browsern kaum oder gar nicht funktioniert. Natürlich achte ich auch noch auf den Internet Explorer 7, der mit circa 15 % leider auch noch ziemlich oft vertreten ist.
    Es wäre selbstverständlich viel einfacher, die Webseiten nur auf die aktuellen Browser und vielleicht noch auf den Internet Explorer 8 auszurichten, aber für kommerzielle Webseiten ist das meiner Meinung nach zu wenig.
    Daher setze ich auch kein HTML5 und CSS3 ein, weil man dafür auf jeden Fall irgendwelche Skripte benötigen würde und dass es auch Leute gibt, welche Java Skript nicht aktiviert haben, verzichte ich eben darauf. Vor kurzem habe ich http://www.web.de/ im Internet Explorer 6 ohne Java Skript und ohne Flash player aufgerufen und auch hier funktionierte die Seite bis auf Grafiken anstatt Flash-Animationen genauso wie im Firefox. Und das finde ich vorbildlich.

    Beim experimentieren mit HTML5, CSS3 und den Media queries habe ich unter anderem respond.js eingesetzt und feststellen müssen, dass ich beim Aufruf einer Seite mit diesem Skript im Internet Explorer 8 lokal auf meinem Computer Fehler angezeigt bekomme und dass dann das Skript auch nicht funktioniert. Lade ich die ganzen Dateien auf meinen Webspace und rufe dann die Seite auf, dann funktioniert alles und es werden auch keine Fehler angezeigt. An was liegt es denn, dass dieses Skript nicht lokal auf dem PC im Internet Explorer8 funktioniert?

    • Aaargh…Und mit genau so einer Haltung kann man Entwicklungen natürlich auch ausbremsen und Nutzer dazu ermutigen weiterhin mit gammeliger Technik zu arbeiten. „Es funktionert doch, warum soll ich daran was ändern.“

      Ein gesundes Maß in beide Richtungen finde ich wichtig. Weder zu extrem in Richtung „ich spinge sofort auf den neusten Zug“ noch in Richtung „ich fahre weiter mit der Dampflok, weil die halt läuft…“

      Wie gesagt…da war noch die die Sache mit dem Benzin…

    • Ohne dir auf die Füße treten zu wollen, aber wie lange willst du warten? Die 1 – 3% das ist die Weltweite Statistik die Lokal nicht einmal zu treffen muss. Bei mir sind es vielleicht 1% IE6 dafür steigt die Quote der Smartphone und Tablett Nutzer (die liegt bei meinen Seiten schon bei 8 – 10%).

      Gerade diese Denke „Oh wir müssen die alten Browser auch noch glücklich machen“ haben dazu geführt das der eigentliche Nutzer nicht an das Update denkt. Warum auch die Webdesigner machen es einem doch recht.

      Golem.de hat schon geupdatet (mit allem was dazugehört) und Web.de wird sicher auch schon überlegen bald einen Relaunch zu starten. Immer mehr Serviceanbieter und Seitenbetreiber gehen dazu über dem Browser keinen Support mehr zu kommen zu lassen, weil es einfach Teuer wird. Die Spanne zwischen neu und alt wird eben immer größer.

  11. Ich supporte nur die letzten 2 Versionen eines Browsers (wie Google es auch handhabt). Im IE teste ich gar nicht erst, ich arbeite an relativ speziellen Projekten deren IE-audience meist bei unter 0.5% liegt (für alle Versionen, ausgenommen 9).

  12. @Oliver
    Versuchs mal mit dem online Validiator. Bei meinen Tests hatte das einwandfrei funktoiniert. Ist natürlch nicht die feine englische Art aber nach meinen Überlegungen die einzige Möglichkeit nervige Pseudofehle zu vermeiden.

  13. Ich benutze bereits die erweiterten Funktionen in Formularen.
    Vielleicht hat jemand einen Tipp für Webseiten und Bücher, die das Thema von Grund auf erklären.

  14. Meine Meinung ist: Wenn Google, Microsoft, Apple und Co. sich trauen diese Techniken einzusetzen, dann kann und sollte ich das ebenso auch tun. Alles andere bedeutet für mich Stillstand.

    Deswegen setze ich bei meinen Seiten mittlerweile sehr gern CSS3 und HTML5 ein, weil ich Neues sinnvoll ausprobieren möchte und die Vorteile bei der Programmierung, Resourcennutzung und Optik für mich auf der Hand liegen.

    Wer ewig veraltete Browser – wie den IE 6 oder 7 unterstützen will, der tut niemanden einen Gefallen damit, denn die Benutzer dieser Browser müssen auch mit längst geschlossenen Lücken usw. leben. Das sollte man nicht unterstützen, wenn selbst Microsoft um seinen neuen IE9 so einen Marketingzauber macht und den Umstieg vorschlägt. Eher fehlt ein Hinweiß auf einen Umstieg.

    Wir als Entwickler haben damit auch die Aufgabe alte Browser irgendwann einfach fallen zu lassen. Eine alte Waschmaschine von vor 10 Jahren wird doch auch niemand mehr haben wollen, weil sie zu viel Wasser braucht.

  15. Nunja, das kommt immer auf den Kunden, bzw. dessen Zielgruppe an. Bei einer Webseite für ein Altersheim würde ich beispielsweise eher kein HTML 5, bzw. CSS 3 einsetzen ;-)
    Habe bei meinen Projekten mal hochgerechnet, dass ca. 5 von 10.000 Besuchern noch den Internet Explorer 6 nutzen. Die meist benutzte Version ist Version 8. Trotzdem hat der Internet Explorer in ALLEN Versionen einen Anteil von knapp über 5%, das ist nicht wirklich viel.
    Insgesamt, und da bin ich auch sehr froh drüber, nutzen mittlerweile über 90% der Besucher Firefox, Chrome, oder Safari.

    Das sind jetzt nur ein paar Statistiken von meinen Projekten, ist natürlich bei jedem Projekt ein bisschen anders. Ich für meinen Teil achte nicht mehr auf den Internet Explorer 6, wenn es der Kunde nicht verlangt.

  16. Die häufigste Resonanz einiger „Oldtimer Browser Nutzer“ ist in meinem Umfeld ist die fehlende Information.

    Eine Möglichkeit, trägt dazu bei:
    Hinweis auf Browser-Update

  17. Hallo zusammen,
    das Problem scheint mir zu sein, dass viel zu viel darauf geachtet wird, dass jeder Browser die Funktionalitäten unterstützt, die auf der Website verwendet werden sollen. Warum? Jeder redet von „Responsive Layout“. Warum dann nicht alles verwenden, was CSS3 und HTML5 einem bieten. Kommt dann ein Browser zum Einsatz, der die neuesten Features nicht unterstützt, wird eben entsprechend entschieden (Tayloring), was von ursprünglichen Funktionen verwendet wird, und was nicht.

    Strikte Vorgaben die in etwa lauten „alles muss überall gleich aussehen und sich gleich verhalten“ sind meines Erachtens überholte Ansichten. Es gibt so viele versch. Browser auf so unterschiedlichen System (auch mobile Devices), dass diese Vorgaben einfach nicht zu halten sind. Vor allem: wer testet das alles?

    Wenn niemand die neunen Features verwendet, können diese auch nicht zum Standard werden, denn erst eine fertige Entwicklung bzw. eine solide Basis ist standardisierbar. Wer also nach Standard schreit, sollte auch dazu beitragen, dass es etwas gibt, was zu einem Standard werden kann. Und DAS geht nur, wenn man die Dinge auch verwendet.

    Warum also nicht alles verwenden, was man braucht und was verfügbar ist um eine tolle UX zu kreieren, und bei älteren oder weniger fortgeschrittenen Browsern das Layout einschränken ohne es zu zerstören, abspecken halt, als immer den kleinsten gemeinsamen Nenner zu verwenden. Auf diese Weise werden wir niemals über das Verwenden von einfachen runden Ecken und ein paar Schatten hinauskommen. „Progressiv Enhancement“ ist ein Auslaufmodell!

    • Vielleicht ist das auch mehr diese Deutsche Trägheit? Die letzte Agentur für die ich tätig war, tönte auch herum das sie schon seit über 10 Jahrem im Geschäft seien und auch total modern eingestellt sind. Als ich denen vorgeführt habe was mit einem Adaptiven Layout möglich ist, kam die Begeisterung. Bis zu Frage „und was ist mit den alten Browsern?“. Worauf ich meinte „ist nur ein kleines JS Script“. Ne wollte man dann auch nicht und mir wurden 10 Layouts vom Printdesigner vorgelegt die ich Pixelgenau umsetzen soll ;)

      Das gleiche kann ich im Contao Forum beobachten, das CMS wurde auf HTML5 umgestellt (wobei es immer noch eine Hybrid Lösung beinhaltet) und zusätzlich wurde der IE6 Support eingestellt. Die Begeisterung darüber hielt sich in Grenzen, einige waren sehr erbost „wie kann man nur? Das Geht nicht, wer braucht schon HTML5 ist eh alles noch nicht reif“ – mir war es wurscht ich hab Contao schon vorher auf HTML5 modifiziert.

      Aber solche Abwehrhaltungen sieht man häufig und manches mal denk ich an die alten Zeiten zurück. So zu den ersten Layouts die man mit Layern erstellt hat, anstatt Tabellen. Die Sprüche waren ähnlich „nicht browserübergreifend“, „zuviele Fehler“, „dauert alles viel zu lange“, „nicht ausgereift“.

  18. Das ist doch eigentlich nur eine Frage der Zielgruppe. Wenn dort ein gewisses „Hinterhersein“ zu erwarten ist, kann man eben nicht den neuesten Schnickschnack einsetzen. Ein JavaScript, um neue Elemente „bekannt zu machen“, ist gut und schön, solange es vielleicht bei 10% der Nutzer anspringt. Wenn es aber ein großer Teil ist, denen ich erstmal die Bedienungsanleitung vorlegen muss, bleibe ich lieber bei bewährten Techniken. Also wenn ich nur Bleifrei verkaufen will, drücke ich jedem 10. Fahrer noch einen Kanister Blei zum Selbermischen in die Hand und gut ist. Aber wenn jeder zweite danach fragt, kann ich das Zeug auch gleich an der Säule zapfen lassen.

    Bei privaten Projekten oder einer Facebook-ähnlichen Zielgruppe im Allgemeinen würde ich das bei neuen Projekten sofort einsetzen, keine Frage. Die haben so junge Rechner oder so viel Ahnung, dass Updates sehr wahrscheinlich sind.

    Bei CSS 3 mache ich mir keine Gedanken. Was nicht dargestellt werden kann, wird eben nicht dargestellt. Validiert wird bestenfalls, um Flüchtigkeitsfehler zu finden. Fiese Tricks im Stylesheet sind doch unser Strohhalm, an den wir uns bei Layoutproblemen klammern können. Ober der Validator das toll findet, ist mir relativ egal. Die Semantik ist nicht betroffen und es tut was es soll. Ist doch alles prima.

  19. Ich stimme Bert zu und möchte ergänzend hinzufügen, dass der IE6 – zumindest im asiatischen Markt – noch quicklebendig ist. Bei geschätzten 300 Millionen Internetnutzern in China z.B. nutzen 85% der Nutzer einen IE – und (nicht weinen!) rund 45% – 50% den IE6. 150 Millionen. In Südostasien surfen noch 20% mit dem IE6 rum. So weit zu Totgesagten.

    In meinen Kleinkundenprojekten setze ich gern dezentes CSS3 und viel html5 ein. Verglichen mit einem Weltmarkt ist das RWW (regional wide web), aber in meinem Brot&Butter-Job geht das eben nicht. Und vor allem nicht in einem laufenden, komplexen System. Selbst ein Schwenk auf Responsive ist nicht drin (abgesehen von der Entwicklungszeit) – wie erklärt man dem Kunden, dass potenzielle 150 Millionen Käufer an der „experience“ nicht mehr teilnehmen können, weil ich an das bessere Web glaube? Vorher ging es doch auch. Und 25% mehr Entwicklungszeit für alte Browsersoftware zahlt man doch gern wenn eine so erkleckliche Zahl möglicher Käufer dran hängt.

    Als professioneller Webentwickler sollte man dem Kunden Lösungen für seine (und nicht für die eigenen) Probleme anbieten.

    Es ist, wie es ist. Schritte sind klein.

  20. Ich persönlich unterstütze den IE6 und auch IE7 nicht mehr außer der Kunde verlangt das explizit.

    Aber dennoch darf man die Verbreitung von IE6 nicht unterschätzen. Auf Weblogs zum Thema Webworking & Co. ist der IE6 so gut wie verschwunden.

    Aber schaut man sich Webits.de an (ein deutscher Counter-Dienst), dann nutzen immer noch mehr als 36% der Leute dort den IE6.

  21. Für private Seiten ist HTML5 und CSS 3 mit Sicherheit eine interessante Angelegenheit und durchaus heute schon einsetzbar.
    Aber HTML5 soll erst Ende 2014 als Standard fertig sein:
    http://www.golem.de/1102/81423.html
    Für gewerbliche Seiten ist das mit einem gewissen Risiko verbunden, da sich bis dahin noch einiges ändern kann.

    Gruß
    Stefan

  22. für den IE6 stelle ich nur noch die Funktionalität sicher.
    Beim IE7 gucke ich auch noch etwas aufs Design, weil der Nutzeranteil da noch etwas hoch ist.

    CSS3 setze ich praktisch auf jeder Site ein.
    Die neuen HTML5-Tags noch gar nicht, warum auch?
    Mit XHTML strict kann ich auch ne ordentliche Semantik sicherstellen.

  23. Ich setze mittlerweile voll auf HTML5 und bei einigen Dingen auch auf CSS3, auch wenn die browserspezifischen Anweisungen ein wenig umständlich sind, aber auch dafür gibt es ja Tools. Auch wenn HTML5 noch kein offizieller Standard ist, bin ich der Meinung, dass man den Mehrwert für die User auch jetzt schon zugänglich machen soll.

    Das HTML5Boilerplate ist natürlich eine super Basis, die mir beim Entwickeln auch enorm viel Zeit abnimmt. Man brauch sich einfach um einige elementare Dinge nicht mehr kümmern, insbesondere was die „Reset“-Funktionalität angeht.

    Ob und in wie weit Browserkompatibilität eine Rolle spielt ist meist abhängig vom Kunden und der Zielgruppe. Wenn man dem Kunden klar machen kann, dass eine Website nicht überall gleich aussehen muss (runde Ecken, Schatten usw.), dann kann man auch auf die neuen Techniken zurückgreifen. Und wenn es doch darum geht, einige ältere Browser (IE<9) das gleiche Look & Feel zu verpassen, dann gibt es in der Regel schon genug Möglichkeiten dies zu tun (http://css3pie.com ist hier ein super Beispiel).

  24. HTML5 und CSS3 sind zwei Riesenbatzen, die nicht mal eben so im Vorbeigehen erlernt werden. Allein die Vielzahl der neuen Elemente in HTML5 und deren semantisch korrekter Verwendung ist nicht ganz ohne. Bisher ergeben sich daraus noch keine konkreten Vorteile, was sich aber in Zukunft sicher ändern wird. Anders sieht es bei Webformularen aus, wo ich dank HTML5 schon jetzt konkrete Vorteile habe. CSS3 ist ebenfalls ein weites Feld und fast täglich liest man irgendwo über ein neues Detail oder einen neuen Trick.

    Ich denke, wer sich nicht schon heute mit HTML5 und CSS3 auseinandersetzt, wird in ein paar Jahren nicht mehr mitkommen, dafür sind beide Standards einfach zu umfangreich.

  25. Jeder seriöse Webdesigner wird darauf verzichten auf Kundenwebsites HTML5 einzusetzen. HTML5 ist bis heute noch kein Webstandard und quasi noch Alpha. Es kann sich noch einiges an HTML5 ändern und der Kunde steht mit einer teuer bezahlten Website da, die alles ist aber nicht Standardkonform.
    Es ist bei einer Kundenwebsite auch egal ob Google, Apple oder der Papst persönlich auf HTML5 setzt. Es hat nur das Wohl des Kunden zu interessieren und hier darf HTML5 nicht eingesetzt werden. Die „Großen“ können sich solche Experimente erlauben, das KMU von Nebenan sicher nicht. Hier gibt es auch kein „es kommt darauf an“. Der einzige Grund auf einer Kundenwebsite HTML5 einzusetzen, ist das der Kunde dieses explizit wünscht – und selbst dann hat der Webdesigner die Pflicht den Kunden umfassend aufzuklären.

    Auf privaten und eigenen Websiten ist jeder für sich selber verantwortlich – ob da HTML5 eingesetzt wird oder nicht ist schlussendlich völlig egal.

    Fakt ist aber man sollte sich mit HTML5 und CSS3 schon seit vorgestern beschäftigen um nicht den Anschluss zu verlieren.

  26. Ich bin von Beruf noch nicht Webdesigner, will es aber einmal werden. Ich habe trotzdem schon genug mit HTML und CSS gemacht um mir eine Meinung zu bilden.
    Ich finde HTML5 und CSS3 bilden viele neue Möglichkeiten und erleichtern einem das „programmieren“ einer Webseite. z.B nutze ich teilweise schon HTML5, aber um Webseiten „komplett“ (oder fast ausschließlich) aus HTML5 und CSS3 zu „programmieren“, bedarf es noch eine Zeit.
    Aber man sieht ja das der IE mitlerweile HTML5 und CSS3 etwas näher kommt. Und somit finde ich, das man HTML5 und CSS3 schon nutzen kann, aber bis es sich wirklich durchgesetzt hat wird es noch eine zeit dauern.

  27. JanBanan

    Hallo zusammen!

    Genau auf diese Disskusion habe ich schon lange gewartet.

    Auch ich stelle mir seit 1 Jahr die Frage „HTML5 & CSS3“ ja oder nein und habe mich nach einigen Tests endgültig für „Ja“ entschieden.

    Natürlich ist es auch Projekt-Abhängig. Wenn der Kunde IE6 will und es auch zahlt, dann bekommt er es auch. Bis dato konnte ich jedoch jedem Kunden IE 6 und sogar IE7 ausreden.

    Die meisten Leute wollen für fast kaum Geld eine tolle Seite haben, die überall läuft. Das geht halt nicht.

    Um beim Thema zu bleiben. Ich möchte einfach nicht solange damit warten bis 2014 oder 2015 der endgültige Startschuss für HTML & CSS3 fällt. Alleine im vergangenen Jahr hat sich, was die Browserunterstützung betrifft, soviel getan, dass man es für die meisten Projekte sicher problemlos einsetzen kann.

    LG JanBanan

  28. JanBanan

    Hallo noch einmal!

    Vielleicht noch einen kleinen Zusatz zu meinem Feedback von gestern.

    Wie bereits erwähnt, habe ich lange selber mit mir gerungen, ob ich „HTML5 und CSS3“ einsetzen soll, oder nicht. Momentan habe ich für mich folgendes entschieden. Ich bin mich zurzeit mittels Tutorials, einem Buch und zwei Lernvideos in „HTML5 und CSS3“ am einarbeiten und gleichzeitig eine Seite am erstellen, wo alles drinnen ist, was dazu gehört.

    So kann man zum einen evtl. eher einen Kunden dafür begeistern und zum zweiten auch selber testen, in welchen Browsern diese Seite dann überall läuft und was damit noch zu tun ist. Ich habe für Testzwecke, bevor eine Website online geht, sowieso einen kleinen alten extra PC, der die Browser enthält, die es auch zu testen gibt.

    Ich freue mich natürlich über weitere Feedbacks
    hier in dieser wirklich tollen Diskussionsrunde!

    LG JanBanan

  29. Das kommt m.M.n. ganz auf den Kunden und die Branche an: Ist eh eher aus dem kreativen, innovativen Bereich, in dem man neue Wege geht, dann finde ich es absolut in Ordnung auch die neuen Wege im Web aufzuzeigen.

    Kommt der Kunde dagegen aus einer Branche, in der „alte Einstellungen“, Sicherheit und Risikoscheu verbreitet sind, dann würde ich mich dementsprechend auch anpassen und auf bewährte und bekannte Mittel setzen.

  30. Hallo ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Formular-Validierung mit HTML5.
    Mich würde mal interessieren, wie ihr das umsetzt.

    Ganz speziell interessiere ich mich für die Pflichtfeld-Validierung mit dem
    required-Attribut und dem type=“text“ und die Ausgabe der Fehlermeldung.

    Nutzt jemand die Webshims Lib und hat schon mobile Browser getestet ?
    Welche anderen Tools und Techniken nutzt ihr dazu ?

    Danke und schönen Gruß

    grozum

  31. Nun ist es schon 2016, sollte man noch HTML5 Boilerplate in Webseiten-Projekten einsetzen?

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