12 Tipps, um unproduktive Energielöcher zu vermeiden

Um ehrlich zu sein habe ich mich in den letzten zwei Wochen gefühlt, als ob ich nur noch sechzig Prozent meiner Energie zur Verfügung habe. Es war komisch. Ich habe wie immer gearbeitet, war also nicht krank oder so. Aber ich war ständig Müde und insgesamt lustlos. Es ist mir schwer gefallen, Energie für alle Sachen aufzubringen, die ich eigentlich machen wollte und für Elmastudio machen sollte. Ich hatte auch nicht die Energie dieses Gefühl zu bekämpfen, auch wenn es eigentlich jede Menge zu tun gab. Also habe ich es stattdessen etwas langsamer angehen lassen und mir mehr Ruhe gegönnt, als ich eigentlich für diese Zeit geplant hatte.

In den letzten Tagen kam dann meine Energie Schritt für Schritt wie von selbst wieder zurück. Auf einmal habe ich wieder Lust auf mehr Bewegung, auf mein Yoga und ich stehe morgens wieder mit Energie und kreativen Ideen im Kopf auf. Die energielose Zeit scheint wie weggeblasen.

Was war der Grund für diese plötzliche, scheinbar grundlose Energielosigkeit? In Nachhinein denke ich, war es zum großen Teil eine leichte oder besser gesagt schleichende Überarbeitung der letzten Wochen. Es hatte sich ein größerer „Arbeitshaufen“ bei uns angestaut, den wir unbedingt so schnell wie möglich abarbeiten wollten. Dadurch hatte sich leider auch ein nicht sonderlich gesunder Arbeitsrhythmus eingeschlichen.

Nach dieser Erfahrung habe ich mir mehr Gedanken über die uns täglich zur Verfügung stehende Energie gemacht. Und ich möchte in Zukunft mehr darauf achten, meine Energie beständiger auf einem gesunden und gleichmäßigen Level zu halten. Ich habe bemerkt, dass ich dazu neige mich erst zu übernehmen und dann im Anschluss in ein Energieloch zu fallen. Wenn man darüber nachdenkt, klingt das eigentlich auch ziemlich logisch und nicht verwunderlich :)

Mein Ziel ist es diese „Energielöcher“ zukünftig zu vermeiden, indem ich mir meine Energie insgesamt gleichmäßiger einteile. Also nicht über einen gewissen Zeitraum super viel leisten, nur um dann im Anschluss fix und fertig sein. Im Endeffekt kann ich auf diesem Weg mit großer Sicherheit sogar insgesamt produktiver sein, ganz ohne in diese ungesunden und zehrenden Energielöcher zu fallen.

Meine Tipps für mehr Ausgeglichenheit

Um mein Vorsatz auch einzuhalten und nicht nach ein paar Tagen oder Wochen alles wieder zu vergessen, habe ich mir ein paar Punkte überlegt, die mir bei meinem beständigeren Rhythmus helfen sollen:

  1. Eine tägliche kurze Meditation morgens (10 Minuten), um bewusster in den Tag zu starten und um mich täglich an meine Vorsätze zu erinnern.
  2. Am Ende des Tages kurz notieren, wie ich mich an diesem Tag gefühlt habe und wie gut ich meinen Tag und meine Energie eingeteilt hatte.
  3. Auf Koffein verzichten. Diesem Vorsatz bin ich schon seit Anfang Februar treu und mit meinem Getreidekaffee als Ersatz funktioniert das für mich derzeit auch prima.
  4. Täglich mindestens eine Stunde (möglichst mehr) an der frischen Luft und in Bewegung verbringen.
  5. Täglich eine Yogaeinheit oder anderen Sport machen (mindestens 30 Minuten).
  6. Feste Arbeitszeiten einteilen und diese auch einhalten.
  7. Bewusst und konzentriert arbeiten, ohne „Pausen“ im Internet zu machen.
  8. Freizeit im Internet (oder Social Media Konsum) bewusst einteilen (z.B. 3×5 Minuten am Tag).
  9. Sich nicht zu viel auf einmal vornehmen, sondern beständig daran arbeiten, die eigene to do Liste abzuarbeiten.
  10. Ausreichend schlafen.
  11. Gesund essen. Viel Obst und Gemüse, möglichst viel davon Rohkost (einfach weil ich gemerkt habe, das ich mehr Energie habe, wenn ich möglichst viel roh esse).
  12. Nicht zu spät am Abend essen und abends nur eine kleinere Mahlzeit essen, statt die größte Mahlzeit am Tag.

Fazit

Ich denke diese Vorsätze sind eigentlich alle recht leicht machbar, ohne zu viel Zeit oder Mühe zu kosten. Wenn man nicht zu Hause arbeitet, könnte man vielleicht mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß zur Arbeit gehen, um gleich automatisch mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. Alle, die zu Hause arbeiten, sparen sich den Anfahrtsweg zur Arbeit und könnten diese Zeit nutzen, um sich draußen zu bewegen.

Außerdem merke ich immer wieder wie hilfreich es ist, Einkäufe gut zu organisieren, so dass man immer gesunde Lebensmittel griffbereit hat. So vermeidet man, spontan und hungrig zu etwas Ungesundem zu greifen. Bei uns klappt das viel besser, seitdem wir ein bis zwei mal in der Woche eine große Obst- und Gemüsekiste bestellen. Wenn man die gesunden Lebensmittel erst einmal eingekauft hat, neigt man viel eher dazu sich ein Mittagessen zuzubereiten, das Energie schenkt, statt schlapp und müde zu machen.

Welche Tipps hast du?

Ich hoffe meine Gedanken und Ideen sind hilfreich für dich. Was sind deine Tipps und Tricks, um nicht in unkreative und ungesunde Energielöcher zu fallen? Wie schaffst du es, auch über einen längeren Zeitraum produktiv zu sein ohne dich dabei aufzuzehren? Hast du auch schon einmal die Erfahrung gemacht, dich komplett energielos zu fühlen, obwohl eigentlich nichts bestimmtes los war? Ich würde mich sehr über deine Meinung, deine Erfahrungen und deine Tipps freuen. Schreib mir doch einfach einen Kommentar.

  1. Leider kenne ich diese Energielöcher auch. Deine Tipps sind super, Ich kann mich denen voll anschließen. Ich meditiere erst seit ein paar Monaten regelmässiger, aber ich merke wie sehr mich das erdet und wie viel Kraft ich daraus ziehe. Ansonsten: Social Media Pausen: check. Mehr Bewegung: check. Gesund essen: check. Nur die Sache mit dem Kaffee… auf den kann ich einfach nicht verzichten. Mir hilft es außerdem realistische Arbeitspakete zu schnüren. Sonst sitze ich abends da, habe gearbeitet wie eine Weltmeisterin und fühle mich, als hätte ich nichts geschafft. Ein eher frustrierendes Gefühl.

    • Hallo Anne,
      vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar. Dein Feedback freut mich sehr! Ich bin auch komplette Anfängerin im meditieren, mir hat das Buch „How to Meditate“ von Pema Chödrön total geholfen. Ein geniales Buch für den Anfang finde ich. Hehe, das mit dem Kaffee hatte bisher bei mir auch nie so richtig geklappt, ich finde Kaffee trinken eigentlich sehr gemütlich. Ich habe aber gemerkt, dass es mir überhaupt nicht um das Koffein ging, sondern eher um die kleine Zeremonie, die man ums Kaffee trinken macht (sich eine kleine Pause vom Arbeiten zu können usw.). Das gleiche mache ich jetzt einfach mit Getreidekaffee ;)
      Dein Tipp, sich nicht zu viel vorzunehmen, finde ich auch sehr wichtig. Leider bin ich da auch überhaupt nicht gut drin. Aber du hast Recht, sonst hat man am Ende des Tages einfach kein gutes Gefühl und das lässt sich eigentlich auch recht leicht vermeiden, wenn man jeden kleinen Erfolg feiert.
      Ganz viele Grüße,
      Ellen

  2. Hallo Ellen, danke für deinen Artikel über die eigenen Energielöcher! Die kenne ich leider nur zu gut. Ich arbeite nun schon seit einigen Jahren von zu Zuhause aus und mein Büro befindet sich mittlerweile in einem ehemaligen Wintergarten und somit nicht im Wohnbereich! Sehr wichtig für mich!
    Wie du es in deinem Betrag auch schon erwähnt hast ist für mich die Bewegung ein ganz elementarer Teil für meine Motivation. Hierzu habe ich mir angewöhnt das bevor ich ins Büro gehe ca. 1 Stunde mit einem Freund Rad fahre (sozusagen mein Weg zu meinem Arbeitsplatz ) und 1x die Woche im Fitnesscenter trainieren gehe.

    Da ich meist alleine im Büro arbeite muss ich immer wieder Strukturen schaffen um mich nicht selbst abzulenken. Nichts wäre/ist leichter als einen halben Tag damit zu verbringen neue Dinge zu Recherchieren. Gerade in der der Webentwicklung könnte man sich ja die ganze Woche neues Wissen aneignen.

    Ich wünsch dir/euch einen schönen und effektiven Arbeitstag

    Lieb Grüße David

    • Hallo David,
      vielen herzlichen Dank für deinen Kommentar, das kann ich super gut nachvollziehen :) Strukturen für dich selbst zu schaffen sind super wichtig! Und sich nicht ablenken zu lassen im Internet, das kenne ich auch super gut :)
      Ganz viele Grüße,
      Ellen

  3. Mir ging es erst letzte Woche so, als ich mich tagsüber einfach nicht länger als 20 Minuten konzentrieren konnte. Ich hatte die Tage zuvor immer bis spät nachts an verschiedenen Ideen und Projekten gearbeitet. Das ging aber nicht lange gut ;) Der Körper holt sich eben doch wieder zurück, was er braucht.

    Deine Tipps finde ich daher absolut wichtig. Die Idee mit dem Rad finde ich prima – das werde ich auch mal probieren :) Vielen Dank dafür!

    Alles Liebe aus London,
    Lisa

    • Hallo Lisa,
      ja, genau so ging es mir auch. Ja, der Körper macht das einfach nicht mit, ich glaube genauso war es bei mir auch. Dann ging es einfach wieder vorbei. Ich möchte in Zukunft wirklich regelmäßiger arbeiten und dafür nicht zu viel auf einmal.
      Au ja, sag Bescheid, wie es mit dem Radeln geklappt hat :)
      Ganz viele Grüße,
      Ellen

  4. Hallo Ellen,
    das was du hier beschreibts kommt glaube ich vielen sehr bekannt vor.
    Bei mir kommen/kamen die Energielöcher immer gegen Mittag – also das berühmte „Schnitzelkoma“ und abends. Tagsüber ist es noch „okay“ gewesen.
    Wobei ich sagen musss, dass es Tage gibt, da ist alles Top – das sind dann genau die Tage, bei denen ich Nachts komplett durchgeschlafen habe. Für mich ist also guter Schlaf wichtig und ich schlafe gern bei offenem Fenster – besonders im Sommer, wo es so früh hell wird, habe ich gemerkt, dass ich da allerdings eine Schlafbrille brauche, da ich sonst sofort wach werde, sobald die Sonne aufgeht.

    Während der Arbeit versuche ich mich immer viel zu bewegen. Im HomeOffice mache ich das mit meinem höhenverstellbaren Tisch, an dem ich oft zwischen Sthen und Sitzen wechsle. Wenn ich im Büro bin, besuche ich oft Kollegen in ihren Büros um wichtige Dinge zu besprechen oder halte Meetings im Stehen ab. Das hat auch einen „Hallo-Wach-Effekt“ und spart im Meeting sogar wertvolle Zeit.

    Es gibt da unzählige Tipps und meist kommt es bereits auf Kleinigkeiten an. Karin hat bei uns in der Radaktion mal nen ganz ausführlichen Beitrag mit 80 Tipps für die gesündere Büroarbeit erstellt: https://www.bueromoebel-experte.de/ratgeber/bueroalltag/80-tipps-gesunder-bueroalltag/ – Vielleicht ist der Beitrag ja auch etwas für dich.

    Was den Kaffeekonsum betrifft: Ich habe auch jahrelang täglich mehr Kaffee getrunken als alles andere. Bin auf Kakao umgestiegen und nach 3 Tagen höllischer Kopfschmerzen (evtl. Koffein-Entzug?) fühle ich mich wesentlich „frischer“.

  5. Hallo Ellen,
    ich gehe täglich mit meinem Hund raus. Die Beschäftigung mit ihm lenkt wunderbar ab und danach bin ich viel konzentrierter.
    Fühle ich mich im Homeoffice zu allein, was auch ein Grund für ein Tief sein kann, besuche ich Ausstellungen, dort ist es in der Woche nicht zu voll, oder ich gehe in die Bibliothek. Einen Grund zum Stöbern gibt es zum Glück immer.
    Vielen Dank für deine Tipps,
    Grüße
    Annett

  6. Vielen Dank für diesen Artikel. Trifft ziemlich auf meine derzeitige Situation zu. Zu viele Projekte, zu wenig Zeit – kein schönes Gefühl.

    Dein Artikel hilft ungemein.
    Danke und Gruß aus Berlin

    • Hallo Marco,
      herzlichen Dank für dein nettes Feedback, ich hoffe bei dir wird es auch bald ein bisschen luftiger mit der Arbeit und der Zeit :D Ich meditiere gerade immer für kurze Zeit am Tag (oder versuche es zumindest täglich einzuhalten). Das hilft mir sehr dabei, alles trotz Hektik ruhig anzugehen und somit viel produktiver zu sein :)
      Ganz viele Grüße,
      Ellen

  7. Liebe Ellen,
    dann kann ich mir jetzt vorstellen, warum ich trotz mehrer E-Mail Anfragen an dich/euch keinen Download-Link für ein Theme, dass ich gekauft und bezahlt habe, bekomme.
    Kann passieren. :-) Aber schickt ihr mir bitte nun den Link – nun stockt nämlich dadurch leider meine Arbeit.
    Danke und LG aus Köln
    B.K.

    • Hallo,
      das tut mir sehr leid, bitte entschuldige. Es war leider ein Tippfehler in deiner Mailadresse, daher kam die Mail wohl nicht an. Ich habe sie gerade noch einmal an dich raus geschickt.
      Ganz viele Grüße und entschuldige diese Verzögerung!
      Ellen

  8. Vielen Dank für die Tipps. Einige muss ich mir auch wieder mal mehr zu Herzen nehmen und andere mal ausprobieren.

    Viele Grüße aus Heidelberg

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