Es gibt auf Elmastudio schon ein paar Beiträge zum Thema Mehrsprachigkeit in WordPress (siehe Auflistung weiter unten im Artikel). Diese sind inzwischen aber schon etwas älter und es hat sich einiges getan. Neue WordPress Plugin-Optionen sind dazu gekommen bzw. die vorhandenen Lösungen haben sich optimiert oder bieten inzwischen auch kostenpflichtige Premium-Lösungen an. Daher hier eine neue Übersicht der Möglichkeiten, um WordPress auch für mehrsprachige Webseiten-Projekte einzusetzen.
Die Problematik
WordPress ist als vor allem als Blog-System entwickelt, daher ist die Option mehrsprachige Inhalte anzulegen nicht standardmäßig integriert, wie es beispielsweise bei anderen Content Management Systemen (CMS) üblich ist. Man muss also auf eine manuelle Lösung oder auf ein WordPress-Plugin zurückgreifen, um eine Webseite mit WordPress mehrsprachig anlegen zu können.
Die manuelle Lösung wäre, die Multisite-Funktion von WordPress zu nutzen und dann für eine neue Sprache eine zweite Version der ursprünglichen Webseiten-Inhalte innerhalb der Multisite WordPress-Installation anzulegen. Das funktioniert gut bei sehr kleinen Webseiten ohne Blog-Funktion, wenn es z.B. nur um eine kleine statische Webpräsenz mit ca. 4-5 Seiten (Startseite, About, Kontakt, Impressum) geht. Die Verlinkungen der Seiten in der jeweiligen Sprache müsste man dann allerdings selbst manuell übernehmen. Und da wird es dann meist auch schon etwas kompliziert in der Verwaltung der Webseiten-Inhalte.
WordPress-Plugins für Mehrsprachigkeit
Einfacher macht man es sich also, wenn man ein WordPress-Plugin zur Hilfe nimmt, um die mehrsprachigen Webseiten-Inhalte später auch leicht verwalten und erweitern zu können.
Plugins, die WordPress-Multisite nutzen
Zwei Plugins, die beide auf dieser Idee, die WordPress Multisite-Funktion zu nutzen aufbauen, sind Multisite Language Switcher und Multilingual Press (Multilingual Press ist mitentwickelt von Frank Bültge). Diese beiden Plugins scheinen derzeit die “sauberste” und unkomplizierteste Plugin-Option, um Mehrsprachigkeit in WordPress mit Multisite umzusetzen und beide Plugins stehen kostenlos auf WordPress.org zur Verfügung.
Wer erweiterte Funktionen benötigt, wie z.B. Browser-Detection zur automatischen Erkennung der Sprache des Besuchers oder die Möglichkeit eine komplette Webseite oder einzelne Artikel automatisch duplizieren zu können, sollte sich die kostenpflichtige Pro-Version von Multilingual Press anschauen (die Kosten liegen zwischen 60-145€ inkl. 12 Monate Support und Updates je nach Anzahl der Domains). Auch wenn man Hilfe bei der Einrichtung benötigt, könnte der deutschsprachige Support von Multilingual Press Pro praktisch sein. Selbst habe ich das Plugin bisher nur in der kostenlosen Version ausprobiert.
WPML
Eines der bekanntesten, allerdings ebenfalls kostenpflichtigen WordPress-Plugins für Mehrsprachigkeit ist alternativ WPML (die Kosten liegen zw. 29-79 US Dollar inkl. 12 Monate Support und Updates). Es gibt hier keine kostenlose Plugin-Version, dafür aber eine 30-Tage Rückgabegarantie.
WPML ist recht umfangreich und es bietet jede Menge Funktionen (ebenfalls Browser-Spracherkennung und das Duplizieren von Inhalten). Allerdings wird hier eine “Hauptsprache” benötigt, da das Plugin nicht mit der Multisite-Funktion von WordPress arbeitet. Stattdessen werden für die Inhalte in weiteren Sprachen eigene, neue Artikel, Kategorien oder Schlagworte angelegt.
Wer einen Shop mehrsprachig nutzen möchte und als Shop-System WooCommerce nutzt, könnte mit der Nutzung von WPML eventuell im Vorteil sein. Von WPML gibt es ein kostenloses WPML WooCommmerce-Plugin, mit dessen Hilfe man dann auch die Shop-Bereiche wie Warenkorb, Kasse und versendete Emails des WooCommerce Shops übersetzen kann. Ich teste diese Erweiterung allerdings im Moment noch und werde auf jeden Fall in einem weiteren Artikel noch ausführlicher über diese Möglichkeit einer mehrsprachigen Shop-Lösung für WordPress berichten.
qTranslate
Ein weiteres Plugin ist qTranslate (weitere Infos und Screenshots auf der qTranslate-Seite des Entwicklers). Das Plugin ist leicht zu nutzen, es speichert allerdings alle Übersetzungen über meta tags direkt im originalen Artikel. Die Übersetzungen können daher direkt im Artikel angelegt werden (was sehr übersichtlich ist). Da die Sprachen aber nicht getrennt werden, kann es bei der Deinstallation des Plugins problematisch werden, alle Übersetzungen wieder zu entfernen. Für größere Webseiten ist das Plugin daher meiner Ansicht nach nicht geeignet.
Das Google Translator-Widget als Alternative
Wer keine perfekte Übersetzung benötigt, kann alternativ auch noch auf das Webseiten-Widget des Google Übersetzers zurückgreifen und dieses auf der eigenen Webseite (z.B. einfach in einem Textwidget) integrieren. Die Lösung ist auf jeden Fall die einfachste und man muss kein extra Plugin installieren und die Mehrsprachigkeit einrichten. Allerdings ist, auch wenn die Übersetzungen bearbeitet werden können, eine professionelle Übersetzung mit dem Google Translator nicht wirklich möglich. Für Blogs, die auch internationale Leser haben, ist der Google Translator aber bestimmt eine hilfreiche weitere Option.
Wie ist deine Meinung?
Hast du bereits Erfahrung mit der Nutzung von WordPress für mehrsprachige Webseiten? Welches ist deiner Meinung nach die beste Lösung und welches sind die Pros und Cons der verschiedenen Plugins? Über dein Feedback und weitere Tipps zum Thema freue ich mich sehr!
Artikel und Infos zum Weiterlesen
- “Multilingual WordPress” Beitrag im WordPress Codex
- “WordPress mehrsprachig nutzen – ein Lösungsvorschlag” von Frank Bültge
- Mehrsprachige WordPress-Webseiten mit dem WPML-Plugin
- Eine mehrsprachige Webseite in WordPress anlegen (mit qTranslate)
- Automatische, korrigierbare Webseiten-Übersetzung mit dem Google-Übersetzer Widget
- “Translation is UX” auf dem A List Apart-Blog
English
Deutsch
Hallo Ellen,
ich bin sehr froh, dass du diese Plugins nennst. Als totaler Neueinsteiger in WordPress habe ich mich nach einigem Überlegen und Testen für Multilingual Press entschieden. Schlussendlich sogar die Pro-Variante gekauft, hauptsächlich wegen der Browser-Detection. Im Forum hatte ich auch sehr schnell Antworten der Entwickler auf meine 1-2 Fragen.
Ich bin sehr zufrieden mit Multilingual Press und kanns nur empfehlen. Unsere Webseite ist mit Multisite, Multilingual Press und Domain Mapping ausgestattet und läuft soweit bestens.
Euer Baylys-Theme ist etwas abgewandelt auch im Einsatz. Danke auch hier nochmal für den tollen Service den ihr bietet!
Beste Grüße aus München,
Rainer
Hallo Rainer !
Kann man sich eure Homepage mal ansehen bitte ?
Ich bin ebenfalls ein Neuling in der Web/Wordpress-Szene, weil ich mir eine Homepage für unseren Verein mache.
Wir bauen ein Waisenhaus in Indien und darum benötige ich eben Englisch als zweite Sprache.
Dafür werde ich wahrscheinlich das MultilingualPress verwenden, und es wäre toll wenn ich mal eine Seite im “Echtzeitbetrieb” ansehen könnte die das ebenfalls verwendet.
Ihr habt aber nichts dazuprogrammiert, sondern das 1:1 angewandt, oder ?
Vielen Dank im Voraus.
Herzliche Grüsse nach München.
Gerald
Hallo Gerald,
unsere Webseite ist auf meinem Namen verlinkt. http://www.pixories.de und http://www.pixories.com
Zudem ist gibt’s auch zwei Blogs: blog.pixories.de und blog.pixories.com
Die beiden Webseiten und die beiden Blogs sind jeweils mit Multilingual Press zweisprachig angelegt. Ich hab wie gesagt die Pro-Variante und verwende sie 1:1. Einzig eine Option hatte ich deaktiviert, da dort ein Bug drin ist/war (könnte mittlerweile behoben sein). Den Fehler habe ich aber damals dort im Forum gepostet, falls er dich betreffen sollte.
Beste Grüße,
Rainer
Danke Rainer,
mit deiner Antwort hast du mir sehr geholfen, ich habe nicht gewusst, dass ich im WordPress für eine zweisprachige Seite auch eine zweite domain registrieren muss.
Sehe ich das richtig ?
Vielen Dank.
LG Gerald
Hallo Gerald,
ich kann nicht mehr auf “dich” antworten, deshalb hier auf “mich”.
Bei uns war das so gewünscht mit den zwei Domains. Ich bin mir nicht sicher ob das eine Voraussetzung ist. Also du kannst es sicherlich auch so aufsetzen:
Subdomains:
de.meinewebseite.de
en.meinewebseite.de
Subfolder:
meinewebseite.de/de
meinewebseite.de/en
Dabei muss man aber bei der Installation von multisite darauf achten, wenn ich mich richtig erinnere!
Ich hoffe das hilft dir weiter. Am besten selbst einlesen.
Beste Grüße,
Rainer
Danke Rainer,
ja ich glaub jetzt wirds Zeit für Literatur für mich …
Danke.
LG Gerald
Die Pro Version von Multilingual Press ist ja ja dann doch ganz schön üppig im Preis geworden. Ich setze dann erstmal weiterhin auf die kostenlos Variante in Zusammenarbeit mit dem Language Switcher. Wenn man nicht allzu viele Artikel nachträglich in andere Sprachen oder ganze Blogs klonen muss, kann man das händisch ganz gut erledigen.
qtranslate hatte ich lange im Einsatz, aber wie schon angemerkt – das Problem taucht erst auf, wenn es einmal deaktiviert wird.
Hi Ellen, wiedermal ne tolle Übersicht!! qtranslate fand ich bis jetzt klasse! Seit wp 3.5 funktioniert es allerdings nicht mehr richtig, zumindest gibt es immer fehlermeldungen…
Wie es aussieht wird das projekt wohl seit geraumer zeit auch nicht mehr betreut… Wär Schade drum…
Die Deinstalation und das entfernen des plugins scheint auch nicht ganz unproblematisch zu sein, deaktiviert man es, zerwürfelt es die seite bzw. diese bleibt leer… Ich hoff zwar auf ein Update, denk aber es sieht eher schlecht aus…
LG Tom
Ich hatte auf einem privaten Blog mal qTranslate installiert, und habe mich nach der Deinstallation tatsächlich sehr über die oben erwähnten “Rückstände” geärgert.
Dieses Plugin sollte man wirklich nur verwenden, wenn man sich sicher ist, qTranslate auf Dauer nehmen zu wollen. (Oder aber das Plugin lernt in Zukunft, jeweils eine Sprache aus allen Artikeln und Seiten zu löschen.)
Bei aller berechtigten Sehnsucht nach Komfort und einer einfachen UI für mehrsprachige Beiträge (wie z.B. bei qTranslate) vergessen viele Nutzer gerne, dass außer der auf Multisite basierenden Lösung keins der genannten Plugins vernünftige Permalinks schreibt.
Hallo Caspar,
falls wir da Nachholebedarf in Multilingual Press haben, gern Input an uns. Aktuell sind alle Kunden mit den Permalinks zufrieden. Allerdings ist das auch recht unterschiedlich in den Anforderungen. Gerade große Kunden haben sogar dafür interne Vorschriften.
Hi Frank, mit „auf Multisite basierend“ meinte ich natürlich auch MultilingualPress. Da bleiben keine Wünsche offen! Mein Fehler, ungenau ausgedrückt.
Ich nutze WPML und bin voll zufrieden! Neben der klassischen Übersetzung von Seiten und Artikeln ist auch das problemlose Übersetzen von Menüs, eigener Custom Fields, Custom Post Types, Mediadaten und sonstiger Strings möglich! Und einmal gekauft, läßt sich es sich auf beliebig vielen Domains einsetzen.
Dieses ganze basteln mit Plugins ist mir zu umständlich und auch ein wesentlicher Kostenfaktor der definitiv vermeidbar ist. WordPress bietet von Haus aus die Funktion mehrere Instanzen/Installationen von sich selbst als 1-Installation zu verwalten, ergo WP-MU!
Somit ist alles vorhanden was gebraucht wird, ohne dabei auf irgendwelche teuren Plugins zurückzugreifen. Domain.de für die DE und en.domain.de als Beispiel dann für die nativ übersetzte Variante. Ein netter Nebeneffekt davon ist dann auch noch, das ein komplett eigeständiger Blog von den Suchmaschienen gefunden wird sowie die komplette Sprachversion eigenständig verwaltet werden kann. :)
Natürlich werden einige nun danach schreien, das dass doch viel zu umständlich sei, aber wer Geld sparen möchte und zudem strikt zwischen Sprachen + dessen Kultur trennen möchte, der wählt den Weg wie oben beschrieben. ;)
Hallo Stefan !
Ein sehr hilfreicher Kommentar, danke !
Kann man sich eure Homepage mal ansehen bitte ?
Es wäre toll wenn ich mal eine Seite im “Echtzeitbetrieb” ansehen könnte die so wie du es beschrieben hast funktioniert.
Ich bin ein Neuling in der Web/Wordpress-Szene, weil ich mir eine Homepage für unseren Verein mache.
Wir bauen ein Waisenhaus in Indien und darum benötige ich eben Englisch als zweite Sprache.
Dafür wollte ich eigentlich das MultilingualPress verwenden.
Jetzt schreibst du, dass kein plugin dafür notwendig ist.
Ich habe bereits eine domain und auch schon angefangen unsere Homepage zu erstellen.
Aber wie bitte soll das mit der anders lautenden zweiten englischen domain dann funktionieren ?
Und wie bekommt man einen Sprachumschalter auf den Seiten ?
Ich hoffe, ich nerve dich nicht mit diesen Fragen eines Anfängers.
Vielen Dank im Voraus für deine Ratschläge.
Herzliche Grüsse.
Gerald
Ich habe schon sowohl WPML als auch MultilingualPress genutzt. WPML ist sehr mächtig und hatte für mich bisher für alles eine Lösung. Für kleine Seiten allerdings bevorzuge ich klar die schlanke Variante mit MultilingualPress, es ist einfach und erfüllt bei kleinen Seiten vollkommen seinen Zweck.
Das Plugin Polylang ging noch vergessen in der Aufzählung. Habe mal etwas dreisprachig gemacht damit, und würde es jederzeit wieder tun.
Hallo Ellen, wir sind seit Jahren glücklich mit WPML. Wir haben alle Alternativen durch und sind sehr zufrieden. Auch die Zusammenarbeit mit Plugins wie “Advanced Custom Fields” ist herausragend. Das ist das Geld wert!
Auch ich habe mich Mitte letzten Jahres für einen Wechsel von qTranslate auf MultilingualPress entschieden. Aber auch qTranslate hatte seine Vorteile. Damals gab es noch keine Pro- Version, weshalb wohl einige der Nachteile von MultilingualPress wohl mittlerweile ausgemerzt sind. Aber die fehlende Erkennung der Browsersprache in der kostenlosen Version könnte doch den ein oder anderen davon abhalten, das Plugin zu nutzen. Für mich sind die 60€ im Moment noch etwas zu viel für die wenigen Features, die ich von der Pro-Version nutzen würde. Auch die Tatsache, dass Updates nach 12 Monaten kostenpflichtig werden finde ich nicht besonders fair. Das macht ihr bei euren Themes besser! Für den Support wäre ich aber dann bereit erneut zu zahlen.
Hallo Ellen, ich persönlich halte WPML für ein tolles PlugIn, finde es aber für kleinere Websites und Blogs zu mächtig.
Mit der kostenfreien Version von qTranslate hatte ich einmal experimentiert und fand das eigentlich sehr gut, bis ich vor dem Problem stand, auch Inhalte in der Sidebar zweisprachig zu bekommen – Da habe ich keine zufriedenstellende Lösung finden können.
Jetzt nutze ich Polylang und bin damit absolut zufrieden. Das pflegen der mehrsprachigen Inhalte ist einfach und ich kann nahezu jeden Bereich der Website mehrsprachig gestalten. Dieses feine PlugIn habe ich in Deiner Aufstellung etwas vermisst ;-)
Hallo Michaela,
bin deiner Meinung bezüglich Polylang. Hast du ein paar Tipps, wie man ein 3rd-Party-Plugin auch mit in die Übersetzung einbinden kann? Hänge gerade etwas beim Kontakt-Formular auf meiner Seite http://guentherportfolio.de/kontakt/. Ich nutze da FS Contact Form und habe bei Polylang leider noch keine Funktion entdeckt, wo man auch einzelne Formulare übersetzen kann. Hast du vielleicht eine Idee? :)
VG
Martin
Hallo Ellen,
wir haben sowohl ein paar der verfügbaren Plugins, als auch die ganz grobe Kelle mit einer eigenen Netzwerk installation http://codex.wordpress.org/Create_A_Network ausprobiert.
Ganz klar gefällt mir die Lösung mit verschiedenen eigenständigen Installationen in Kombination mit dem Plugin http://lloc.de/msls am besten.
Jedoch muss ich ganz klar sagen, dass mir der Aufwand, als zu extrem für die meisten Blogs erscheint. Getrennte Einstellungen im Webserver ist da noch das kleinste Übel. Denn bei der Lösung mit den getrennten Installationen hast du jedes Bild noch einmal hochzuladen. Wenn ich nun eine Webseite mit, übertrieben ausgesprochen 10 Sprachen habe. Muss ich 10 mal ein Bild hochladen. 10 mal die einzelnen Artikel aufmachen und mit den anderen Sprachen verknüpfen. etc.
Mir kommen im Nachhinein kostenpflichtige Angebote wie das WPML, wie ein Segen vor.
Persönlich muss ich sagen das WordPress per se Mehrsprachigkeit, mit Bordmitteln nicht kann und noch ein weiter Weg bis zur nahtlosen Funktionalität zu laufen ist.
Man muss nicht 10 oder 100mal dasselbe Bild in jeden Sub-Blog laden. Es reicht einmal und das Bild, wo es gebraucht ist, von dort einzubinden.
Wahlweise gibt es für Multisites auch entsprechende Plugins, die eine gemeinsame Medienlösung versprechen. Habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Hast du evtl. ein Beispiel parat?
Probier mal das aus:
http://wordpress.org/extend/plugins/network-shared-media/
Hallo,
kurz zu Polylang: ich hatte es vor kurzem einmal angetestet. Es legt die übersetzten Beiträge als eigene Datensätze in die posts-Tabelle ab, was Du eben (wie auch bei qtranslate) wie das Ticken einer kleinen Zeitbombe empfinden kannst, wenn Du es sehr verläßlich und robust haben willst. Würde das Plugin nämlich einmal vernachlässigt oder nicht mehr weiterentwickelt und du musst es deaktivieren, dann hast Du im Falle von Polylang alle Sprachen wild gemixt, wenn auch hübsch nach Datum in der Loop: jede Übersetzung ein Beitrag. Nicht sehr schön … – Damit bist du am Ende dann doch sehr abhänging vom Wohl und Wehe eines Pluginlets, denn funktioniert es eben nicht, fliegt dir der ganze Webauftritt erst einmal so ziemlich um die Ohren.
Bei der Multisite-Variante ist das Schlimmste, was Dir passieren kann, dass Du nebeneinander und für sich funktionierende WP-Instanzen hast, selbst dann, wenn das Sprach-Plugin, z.B. der Multisite Language Switcher, ausfallen sollte. Also: Plugin kaputt, Umschalt-Widget weg. Aber jede Sprache (WP-Instanz) funktioniert für sich weiter. Die Links funktionieren weiter, Besucher merken nicht einmal etwas, sogar Google checkt weiter ohne Unterbrechungen die Inhalte der vorhandenen Sprachen auf Änderungen.
OK – von WordPress bist Du dann immer noch abhängig. Aber damit können wir alle gut leben :-)
Liebe Grüße aus Wien
Ich schliesse mich meinen Vorrednern an. Polylang ist ein klasse Plugin!
http://wordpress.org/extend/plugins/polylang/
@alle: Klasse, vielen herzlichen Dank für eure zahlreichen hilfreichen Ergänzungen, Meinungen und Tipps zum Thema! Ich hatte Polylang bisher noch nicht getestet, werde es aber auf jeden Fall auch noch anschauen und im Beitrag hier ergänzen. Viele Grüße, Ellen
Da ich im deutschsprachigen Raum in Italien (Südtirol) lebe und fast alle Webseiten mindestens zweisprachig sein müssen, habe ich so meine Erfahrungen damit.
So benutzte ich früher immer nur qtranslate was auch nicht schlecht funktionierte, lediglich bei Updates hinkte das Plugin immer ein wenig hinterher, aber früher oder später funktionierte es dann doch immer. Was mir allerdings oft von Redakteuren berichtet wurde, ist, dass die Formatierungen manchmal verloren gingen und mit cforms gab es immer wieder Probleme.
Es gibt aber zu beiden problemen einen Thread, wem es hilft, hier die Links dazu:
qtranslate entfernen
http://www.qianqin.de/qtranslate/forum/viewtopic.php?f=3&t=246#p1162
qtranslate und cforms
http://www.qianqin.de/qtranslate/forum/viewtopic.php?t=130&f=3
Momentan habe ich auf auf das kostenpflichtige WPML umgestellt und die meisten Redakteure sind und ich bin glücklich damit.
Hi
habe alle diese Systeme getestet. Am Ende bleibt WPML. Super flexibel und verständlich. Und super Support auch in Deutsch. Bei allen gilt: manche Plugins sind nicht kompatibel. Da ist Wpml auch meistens hilfreich
Auf einer meiner Seiten habe ich qTranslate integriert. Bei jedem Update gab es aber Probleme. Nur wenn ich vor dem WP-Update qTranslate deaktivierte, klappte alles. Aber wirklich zufrieden bin ich nicht. Deshalb bedanke ich mich ganz herzlich für diese Angebotsübersicht hier. Als Bültge-Fan ist ja klar, für welches Plugin ich mich entscheiden werde. Vor dem Wechsel graut mir jedoch. Kennt jemand eine gute Vorgehensweise?
Hallo Ingrid,
ich habe heute von einem Projekt mit 25 Seiten in 3 Sprachen das Plugin qtranslate samt den Tags die qtranslate erzeugt entfernt und zwar mit diesem Plugin:
http://wordpress.org/extend/plugins/qtranslate-to-wpml-export/
Aber Achtung, ich habe die 2 anderen Sprachen komplett gelöscht und nur mehr die Hauptsprache existiert!
Wie das mit dem Import funktioniert habe ich nicht getestet weil die Seite komplett umgebaut wird.
Viel Glück
Lukas
Vielen Dank für den Tipp, Lukas. Das ist eben das Problemchen: Die Übersetzungen sollten nicht gelöscht werden, die brauche ich ja wieder. Aber ich schau mir das Tool an. Im schlimmsten Fall muss ich halt alle Sprachen vorher kopieren. Wenn man qTranslate ausschaltet, hat man ja alle Sprachen in einem Artikel. Da ist kopieren relativ einfach.
Hallo Ingrid, ich stand genau vor dem gleichen Problem und habe mir dazu ein kleines Plugin geschrieben, mit dem man jede Sprache einzeln exportieren kann: http://wordpress.org/extend/plugins/qtranslate-exporter/
Super Bernhard, Dein Plugin hatte ich mir soeben runter geladen. Ich fand es “gaaanz zufällig”. :) Herzlichen Dank! Dieser Artikel und die Diskussion haben mir viel Arbeit erspart. Danke!
Mehrsparchigkeit geht weiter wie einen Plugin. Es hat grossen Einfluss auf den SEO.
Nachteil von QTRanslate es produziert doppelter Content (Egal ob es eine andere Sprache ist)
Ins gesammt waren 10 Plugins installiert und Q Translate nam 85 % von der Ladezeiten der Plugins im Anspruch. (über 1.1 sek)
Auf jeden Fall immer den Href Markup benutzen. aus respekt für Google
Jan
Ein Holländer in Deutschland
Nutze WPML seit einigen Jahren und die Pro Version speziell für ein Projekt. Ich muss gestehen mir ist es etwas zu kompliziert geworden, da ich nicht jeden Tage damit zu tun habe – vergesse ich doch schnell des öfteren wie ich es mal quick and easy aufgesetzte habe. Der Support von WPML ist aber sehr gut und hat mir bisher immer schnell per Email geantwortet sogar auf Anfrage nun ein Step by Step Tutorial auf wpml eingerichtet.
Ferner kamen sogar Email nach Wochen – nachdem man für ein spezifisches Problem eine Lösung hatte. Das soll jetzt keine Werbung sein zukunftig würde ich wohl eher mal die WP-MU Lösung probieren – an die habe ich mich bisher noch nicht heran getraut – hört sich nach dopplerter Arbeit an.
Das WPML klingt ja schon recht professionell. Hat schon mal wer damit den Übersetzungsdienst http://www.icanlocalize.com/site/ probiert und wenn, welche Erfahrungen damit gemacht?
interessante gesprächsrunde hier und ein toller artikel
Hallo Ellen, danke für deinen tollen Artikel! Auch die Kommentare sind sehr interessant! Wir haben sehr viele Kundenwebsites mit WP erstellt und Anfangs qTranslate eingesetzt. Im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer. Die anfängliche Freude über ein leicht zu bedienendes Plugin für den Endkunden verflog allerdings recht schnell. Das Plugin arbeitet sehr unsauber, hinterlässt Rückstände nach der Deinstallation, braucht nach WordPress Core-Updates extrem lange um nachzuziehen und wenn man sich anschaut wie die Inhalte in die Datenbank gepfeffert werden (alle Sprachen in eine Zelle pro Post), ist klar, dass ein Umsatteln schwierig wird.
Schlussendlich gelangten wir zu WPML und sind damit sehr zufrieden. Wohlwissend, dass es manchmal den berühmten Kanonen auf Spatzen gleicht, WPML einzusetzen. Vor rund einer Woche stieß ich nun auf Frank Bültges Plugin und werde mir das in Ruhe anschauen. Frank Bültge ist für hochprofessionelle Software bekannt und insofern mich das Plugin überzeugt, bin ich gerne bereit für künftige Projekte auf sein Plugin zu setzen. Ich bion gespannt.
Aber, lange Rede, kurzer Sinn: Pfoten weg von qTranslate!
Für mich gibt es nur: WP-MU!
- Keine Plugin Abhängigkeiten
- SEO!
- Individuelle Anpassungen an jeder Sprache einfach möglich
- Sauberes, individuelles Backend (das WPML Dashboard sieht ja extrem unübersichtlich aus und kein Kunde von mir würde damit zurecht kommen).
- Keine Zusatzkosten
Pingback: Webtipps Januar 2013
Hallo,
wenn ich eine Multisite-installation in einem Verzeichnis htdocs/wordpress mache und die Domain im Moment auf htdocs zeigt, kriege ich dann später Pfadprobleme, wenn ich nach erfolgreicher Seitenerstellung die Domain auf htdocs/wordpress zugreifen lasse? In den generierten Zeilen für phpconfi und .htaccess sind so viele Pfadangaben….
Wiedermal ein toller BEitrag. ICh kann mich nur den Vorrednern anschließsen
Hallo Ellen,
ich finde den Beitrag sehr informativ und schön geschrieben. Was ich mich aber frage ist, wie löst man mit solch einem Plugin die Übersetzungen von einzelnen Button o.ä. (z.B. den “Kommentar senden”-Button)
Ich freue mich auf eure Antwort.
VG Martin
Pingback: Multi-language Support für Blogs mit WPMLalexanderwilde.com
Hallo Ellen !
Ich finde euren blog echt toll und man bekommt hier so viele Informationen zum Thema WordPress. Alles ist übersichtlich und gut aufbereitet.
Welches plugin verwendet ihr auf eurer homepage ?
Oder habt ihr den Sprachschalter rechts oben in der Leiste selbst programmiert ?
Habt ihr themes im Programm die zweisprachig funktionieren ?
Vielen Dank im Voraus.
Herzliche Grüsse.
Gerald
@Gerald
Die englische und deutsche Version der OPSI Consult GmbH, die ich mal für die erstellt habe, laufen als Multisite mit dem Multilingual Press (kein Pro) und dem Language Switcher Plugin.
http://opsiconsult.com/
http://opsiconsult.de/
Sowohl MLP als auch der LS bringen ausreichend Möglichkeiten mit, um zwischen den Sprachversionen umzuschalten.
Danke Lars,
mit deiner Antwort hast du mir sehr geholfen, ich habe nicht gewusst, dass ich im WordPress für eine zweisprachige Seite auch eine zweite domain registrieren muss.
Ich hoffe ich sehe das richtig ?
Warum hast du MLP und LS eingesetzt ?
MLP alleine würde doch auch reichen, oder ?
Hat das einen bestimmten Grund warum du keine Länderflaggen, also Sprachumschalter eingestellt hast ?
Vielen Dank.
LG Gerald
Nein Gerald, eine mehrsprachige Webseite über WordPress Multisite ist nur EINE Möglichkeit, dies zu tun. Es ist meiner Meinung aber die sauberste Lösung. Warum ich den Language Switcher verwende? Es ist mittels diesem spielend einfach im Bearbeiten-Modus einer Seite/Artikels einen anderen Artikel/Seite in anderer Sprache zu verknüpfen. Macht natürlich nur Sinn, wenn man eine Multisite betreibt und die Sprachen als eigene Subblogs realisiert.