Es ist leider schon eine Weile her, dass ich die Muße gefunden habe, mich einem neuen Blogbeitrag zu widmen. 2020 hat sich turbulenter entwickelt, als wir es uns alle noch vor ein paar Wochen hätten vorstellen können. Auch unsere Pläne haben sich kurzerhand geändert und wir müssen nur ein paar Tage vor dem Lockdown hier in Neuseeland eine neue Wohnung finden. Das hat zum Glück auch sehr unkompliziert geklappt und inzwischen haben wir wieder in einem einigermaßen „normalen“ Alltag zurückgefunden.

Jetzt aber genug Vorwort, denn auch in der WordPress- und Gutenberg-Entwicklung hat sich einiges getan. Zum Beispiel können Theme- und Plugin-Autoren seit der Gutenberg-Plugin Version 7.8 Block Patterns erstellen.

Block Patterns – Ein erster Überblick

Bisher konnte man im Gutenberg-Editor nur einzelne Blöcke einfügen. Für Blogbeiträge oder einfach aufgebaute Seiten funktioniert das auch prima. Wenn man aber etwas komplexere Layouts verwenden möchte, z.B. mit ineinander verschachtelten Blöcken, wird das ganze schon schwieriger.

Es kann sehr viel Zeit kosten ein mehrspaltiges Layout mit Inhalten aufzubauen und alle Blöcke einzeln auszuwählen und auf der Seite einzubinden.

Die Lösung für dieses Problem sind die neuen Block Patterns. Block Patterns sind vorbereitete Block-Kombination mit Beispielinhalten.

Beispiel Block Patterns vom Block Patterns Feature auf Github

Sie können im Editor als in einer Vorschauansicht angeschaut und ausgewählt werden.

Block Patterns im Editor
Block Patterns können im Editor ausgewählt werden.

So kann man mit einem Klick auch aufwendigere Layouts auf einer Seite platzieren. Jetzt muss man nur noch die Beispielinhalte mit den eigenen Inhalten austauschen.

Was sind die Vorteile von Block Patterns?

Der große Vorteil der Block Patterns ist, dass sie sehr unkompliziert erstellt werden können. Plugin- oder Themeautoren müssen die Layouts nur selbst im Editor erstellen, den HTML-Code der erstellten Blöcke kopieren und in ein Code-Snippet im Plugin oder Theme einbinden. Mel Choyce erklärt diesen technischen Teil sehr schön auf ihrem Blog.

WordPress-Nutzern wird mit den vorbereiteten Layoutelementen leichter gemacht, auch komplexere Layouts relativ schnell aufzubauen. Die Arbeit im Gutenberg-Editor wird durch das neue Block Patterns Feature sehr viel benutzerfreundlicher.

Wie wird die Entwicklung der Block Patterns weitergehen?

Das Konzept der Block Patterns ist momentan noch ganz neu und steckt noch in der Entwicklung. Derzeit kannst du Patterns nur nutzen, wenn du das Gutenberg-Plugin aktiviert hast. Soweit ich informiert bin, sollen Block Patterns neben anderen neuen Features aber schon in die kommende WordPress-Version 5.5 (geplant für den 11. August) integriert werden.

Wir arbeiten gerade auch an unseren erste Block Patterns für Aino.

Erste Block-Pattern Designs für unser Aino Theme und Blocks-Plugin.

Sobald unser Aino Block-Plugin auf WordPress.org zur Verfügung steht, werden dort die ersten Block Patterns integriert sein. Wir haben uns dazu entschlossen unsere Block Patterns ins Plugin zu intergieren und nicht ins Theme, da für unsere Patterns die Aino-Blöcke benötigt werden.

Deine Meinung und Fragen

Hattest du schon von dem neuen Block Patterns in WordPress gehört? Gefällt dir das Konzept und denkst du, dass es die Arbeit mit WordPress erleichtern wird? Wer wird deiner Ansicht nach am meisten von diesem neuen Editor-Feature profitieren?

Schreibe mir doch deine Einschätzung zu den neuen Block Patterns und der Entwicklung vom Gutenberg-Editor allgemein in einem Kommentar. Ich würde mich sehr über deine Meinung freuen. Und melde dich auch, wenn du Fragen zum Thema Block Patterns hast.