Inspiration Persönliches

Alles festhalten – die Fahrt beginnt

Diese Situation kennt du bestimmt: Gerade hast du dich für eine wichtige Arbeit zurückgezogen, da klingelt das Telefon. Jemand braucht dringend deinen Ratschlag, fragt dich, ob du in die Stadt, oder einen Kaffee trinken gehen willst. Klar, das sind Kleinigkeiten, und eine Arbeit lässt sich auch mal auf später verschieben. Aber ich glaube, auch bei den großen Träumen und Zielen im Leben, verhält es sich ähnlich. Es kommt leider viel zu schnell etwas dazwischen.

Du hast gerade angefangen, in deine Selbstständigkeit zu investieren. Da bekommst du ein attraktives Jobangebot, dem du nur schwer widerstehen kannst. Oder du planst eine Reise, von der du schon seit deiner Kindheit träumst. Doch irgendwie kommt immer etwas dazwischen: Nach der Schule brauchst du erstmal einen Studienplatz, nach dem Studium solltest du dir einen Job suchen. Wenn du einen Job hat, ist es sehr schwierig, noch die Zeit für deine Traumreise aufzubringen.

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Traum verwirklicht :-) Mit Manuels Eltern in Thailand.

Ich glaube, viele Menschen sagen sich, dieses oder jenes können sie bestimmt auch noch später verwirklichen. Jetzt scheint einfach nicht die richtige Zeit zu sein. Es ist zu schwierig, man hat so viele Verpflichtungen, zu wenig Geld oder bezweifelt, das es überhaupt so wichtig ist, diesen Traum zu verwirklichen.

Ich bin davon überzeugt, genau an diesem Punkt ist es entscheidend, sich zu besinnen, was man wirklich will. Tief im Inneren weiß eigentlich jeder Mensch ganz genau, was ihn glücklich macht. Doch oft ist es schwer, auf seine innere Stimme zu hören.

Hier ein Trick, den ich anwende, wenn ich vor einer Entscheidung stehe, und mir nicht sicher bin, was ich tun soll.

Ich versuche, mich selbst aus einer anderen Perspektive zu sehen. So bekomme ich einen klareren Blick auf meine Situation. Diese Technik habe ich durchs Reisen gelernt. In einer fremden Kultur kann man so schön in eine andere Rolle hinein schlüpfen und eine ganz andere Art des Lebens kennen lernen. Ich finde, das ist sehr hilfreich, um auch die eigene Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können.

Wieder zu Hause und im Alltag, vergisst man diesen anderen Blickwinkel leider schnell. Doch jedes mal, wenn ich eine schwierige Entscheidung zu treffen habe, versuche ich mich an das Gefühl auf Reisen zurück zu erinnern. Wenn es mir gelingt, sehe ich meine Situationen viel klarer, und meine Entscheidung fällt mir oft ganz leicht.

Falls es dir ebenfalls schwer fällt, eine Entscheidungen zu treffen, versuche doch auch einmal deine Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich bin mir sicher, mit diesem Trick wird auch dir, auf einmal alles viel klarer und einfacher erscheinen.

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht und Tricks entwickelt, um deine Träume nicht aus dem Auge zu verlieren? Erzähle deine eigenen Erfahrungen doch einfach in einem Kommentar. Ich freue mich schon sehr, auf deinen Beitrag.

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  1. TB

    Liebe Ellen, was du schreibst, kenne ich nur zu gut! Erst heute habe ich mich wieder frei geschaufelt, einen Job abgesagt, um genug Zeit zu haben für meine Herzensprojekt: Island, Fotografieren, Reisen. Jeder muss Geld verdienen, um sich seine Traumprojekte erfüllen zu können. Und in dieser Zeit des Broterwerbs verliert man leicht das Ziel aus den Augen, lässt man sich einlullen von den scheinbar wichtigen Dingen vor Ort, lässt sich hetzen, ablenken – was manchmal auch sehr schön ist und sein muss, aber nur so lange ich mich nicht verpflichtet fühle. Mir hilft dann, auf mein Bauchgefühl zu hören. Denn klar sollte man nicht unüberlegt handeln. Aber ich habe viele Jahre zu viel nachgedacht und stand mir dadurch oft selbst im Weg. Jetzt versuche ich, auf mein Bauchgefühl zu hören. So habe ich zwar die letzten Nächte wenig geschlafen, viel überlegt, schließlich hätte der Job Geld gebracht, der mir weitere Reisen und Fotoprojekte finanziert hätte. Aber: Bis dahin hätte ich nichts anderes getan als zu arbeiten. Und für mich ist es einfach wichtig – wenn es auch eine schwierige Gradwanderung ist – während dem Broterwerbverdienen kleinere Etappe auf dem Weg zum nächsten Traum einzulegen. So hangele ich mich selbst weiter und weiter, trickse mich quasi selbst aus, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. So gehe ich heute sehr glücklich und zufrieden und beschwingt ins Bett. Denn zwar habe ich einen Job zum Geldverdienen verloren. Dafür habe ich mehr Zeit gewonnen, neben dem Geldverdienen dennoch meine kleinen Projekte (wie Ende September eine Kurztrip nach Island für ein Fotoprojekt) zu verfolgen. Und so meinem großen Traum von einem Leben hier und jetzt und nicht irgendwann einen Schritt näher zu kommen !!!! In diesem Sinne: Lebt, schafft euch kleine Trauminselchen auch im Alltagsstress, und verschiebt es nicht auf irgendwann!

  2. Margot und Mario

    Liebe Ellen

    Genau so ist es. Auch wenn man schon älter ist, sollte man noch Träume haben und versuchen, sie nach Möglichkeit zu verwirklichen.Nicht immer wieder rausschieben, einfach machen. (Ausspruch von Manuel). Wir haben uns vergangenen Winter einen Traum erfüllt, von dem wir heute noch jeden Tag zehren. Die Thailandfotos zu betrachten, bringt uns sofort wieder dieses Glücksgefühl.
    Nun träumen wir schon wieder; – vorerst.
    Danke für deinen tollen Artikel.

  3. Vielen, lieben Dank für eure tollen und langen ;-) Kommentare. Es freut mich sehr darüber, das ihr meine Gedanken teilt. Und ich hoffe, wir alle werden noch viele unserer Träume verwirklichen!

    Eure Ellen

  4. Ich stimme auch völlig überein. Manchmal hat man viel zu viele Zweifel, ob das, was man gerade macht, vor allem beruflich, das Richtige ist. Doch wenn man dann vergleicht, wie es anderen Menschen geht – und erkennt, dass diese oft genau die gleichen Probleme haben, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Letztlich möchte man dann nämlich doch nicht tauschen! Und was gibt es kostbareres als Liebe und Zeit? Kein Geld der Welt kann Liebe und Zeit erschaffen. In diesem Sinne :D

  5. Über das Internet bieten sich heute Möglichkeiten die es zuvor nie gab. Mit einem Klick bekomme ich Infos über Neuseeland in Wikipedia …. fliege zu den Inseln mit Google Earth … lese die neuesten Nachrichten über Twitter … kann mich über Skype weltweit unterhalten …
    Für die Zukunft wünsche ich mir das sich Netzwerke bilden das man anfängt zu diskutieren wie man das Ungleichgewicht Arm und Reich beseitigt ..
    Vielleicht erteile ich mal Unterricht in einem Waisenhaus auf den Philippinen …. Mal sehen

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