Eine neue Webseite entsteht (Teil 6): WordPress lokal Installation und Blank-Theme

Willst du deine Webseite in WordPress umsetzen, ist es prak­tisch eine WordPress-Installation auf einem lokalen Web-Server ein­zu­richten. So kannst du auch off­line arbeiten, und später deine ange­legte Datenbank pro­blemlos auf deinen online Server impor­tieren. Eine wei­tere tolle Option für die Theme-Erstellung in WordPress ist es, ein soge­nannten Blank-Theme als Grundlage für die Programmierung zu ver­wenden. So spart man sich ein wenig Zeit, und muss nicht bei jeder Webseite kom­plett von vorne beginnen. Denn keine Sorge, Arbeit kommt noch genug auf uns zu ;-) Also, los gehts!

1. Einen lokalen Web-Server einrichten

Als ersten Schritt kannst du dir einen lokalen Web-Server (mit Apache, MySql und PHP) auf meinem Computer ein­richten. Dazu gibt es meh­rere Möglichkeiten, für Windows oder Linux kannst du XAMPP von ApacheFriends her­un­ter­laden. Für den MAC ist MAMP übli­cher.

Ich ver­wende auf meinem Windows-Laptop XAMPP. Wenn ich das Programm starte, erscheint in der Taskleiste ein kleines Programm-Symbol, mit dem du das Control Panel öffnen kannst. Hier starte du jetzt Apache und MySql.

Webseiten Tutorial Teil6

Ein Hinweis für alle Skype-Nutzer!

Damit der lokale Server funk­tio­niert, musst du in Skype unter Aktionen / Optionen / Erweitert / Verbindung die Option »Ports 80 und 443 als Alternative für ein­ge­hende Verbindungen nutzen« deaktivieren.

2. Neue Datenbank anlegen

Um eine neue Datenbank auf deinem lokalen Web-Server anzu­legen, klickst du im XAMPP Control Panel neben MySql auf den Admin-Button. Du wirst in deinem Standard-Browser auf PHPMyAdmin wei­ter­ge­leitet. Hier kannst du deine neue Datenbank für deine WordPress-Installation anlegen. Später kannst du diese Datenbank dann expor­tieren und auf deinen Online-Server importieren.

Lege auf der Startseite unter »Neue Datenbank anlegen« eine neue Datenbank an.

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Ich gebe meiner Datenbank den Namen coffeelove.

Unter »Rechte« kannst du dem User noch ein Passwort gene­rieren. Den Namen deiner Datenbank und das Passwort soll­test du dir merken bzw. aufschreiben.

3. WordPress downloaden

Dein lokaler Server und deine neue Datenbank sind ein­ge­richtet. Jetzt kannst du dir end­lich die aktu­elle WordPress-Version auf der WordPress-Deutschland Webseite herunterladen.

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Du kannst zwi­schen der eng­li­schen und der deut­schen WordPress-Version wählen.

Suche dann im Ordner XAMPP den Ordner htdocs. In diesem Ordner legst du jetzt einen neuen Ordner (z.B. mysite) für deine WordPress-Installation an. In den mysite-Ordner fügst du alle Dateien aus dem Ordner »word­press« der her­un­ter­ge­la­denen zip-Datei »latest« ein.

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Alle Dateien von WordPress in meinem Ordner »mysite«.

4. Die wp-config.php Datei anpassen

Unter den WordPress-Dateien fin­dest du die wp-config-sample.php Datei. Diese öffnest du zur Bearbeitung am besten in einem Source Code-Editor (ein guter kos­ten­loser ist z.B. Notepad++).

Ab ca. Zeile 16 des Codes fin­dest du die Einstellungen für deine Datenbank. Trage den Namen deiner ange­legten Datenbank, des Benutzers, und das Passwort ein.

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Über­trage die Daten deiner lokalen Datenbank in die wp-config-sample.php Datei.

Jetzt spei­cherst du die Datei unter dem Namen wp-config.php. Die Sample-Datei kannst du aus dem Ordner löschen.

5. WordPress installieren

Jetzt hast du alles soweit ein­ge­richtet, dass du end­lich WordPress instal­lieren kannst. Dazu rufst du fol­gende URL in deinem Browser auf: http://localhost/mysite/wp-admin/install.php

Hast du alle Angaben in der config.php Datei richtig über­tragen, erscheint eine Willkommens-Nachricht von WordPress und ein Formular, in das du deinen Blognamen sowie deinen Benutzernamen und ein neues Passwort ein­tragen musst.

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Hier gibst du die Angaben für deinen Blog, dein Admin-Namen und Passwort ein.

Klickst du jetzt auf »WordPress instal­lieren« erscheint der Login-Bereich von WordPress, und du kannst dich in den Admin-Bereich deines neuen Blogs einloggen.

6. Ein Blank-Theme verwenden

Dein neuer WordPress-Blog ist auf dem lokalen Server instal­liert, und du bist im Admin-Bereich ein­ge­loggt. Klickst du in der oberen Admin-Leiste auf den Namen deines Blogs gelangst du in das Frontend. Installiert ist das neue Standard-Theme von WordPress »TwentyTen«.

Um mit der Programmierung der Coffeelove-Seite zu beginnen, nutze ich aber nicht das TwentyTen als Vorlage, son­dern ein soge­nanntes Blank-Theme für WordPress. Ein Blank-Theme ist ein leeres Theme mit nur sehr wenigen CSS-Styles. Ein sol­ches Theme bietet eine sau­bere Grundlage, um mit der eigenen Programmierung in WordPress zu starten.

Ich werde für die Coffeelove-Seite das erst kürz­lich auf WordPress 3.0 upge­da­tete Starkers Theme von Elliot Jay Stocks verwenden.

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Möchtest du bereits HTML5 ein­setzen, kannst du das von Nathan Staines erwei­terte StarkersHTML5 Theme nutzen.

Weitere Optionen für Blank-Themes fin­dest du in unserem Artikel »8 Basis WordPress Themes für Theme-Entwickler«.

6.1. Das Theme anpassen und installieren

Hast du dir das Starkers Theme her­un­ter­ge­laden, kannst du den Ordner »Starkers« in den Namen deines eigenen Themes (z.B. cof­feelove) ändern. Öffnest du im Theme-Ordner die style.css Datei, kannst du die Angaben hier eben­falls für dein eigenes Theme anpassen.

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In der style.css Datei kannst du Angaben zu deinem eigenen Theme machen.

Ein nettes Detail, an dass man am besten gleich vor Upload des Themes denken sollte, ist der Screenshot des Themes für die Ansicht im WordPress-Admin. Dafür löscht du die Datei screenshot.png aus dem Theme-Ordner und erstellst ein eines 300×225 Pixel großes PNG Screenshot-Bild für dein Theme. Du kannst z.B. ein Screenshot deines Theme-Layouts ver­wenden, oder ein extra Bild gestalten.

Jetzt kannst du dein (noch leeres) Theme end­lich in WordPress laden. Erstelle dazu eine ZIP-Version deines Theme-Ordners. Unter »Theme instal­lieren« im Admin-Bereich fin­dest du den Punkt Hochladen. Ist dein Ordner aus­ge­wählt, kannst du das Theme auch gleich aktivieren.

Webseiten Tutorial Teil6
Da du ja bereits einen Screenshot erstellt hast, wird dein Theme gleich schön ange­zeigt. Auch deine Beschreibung aus der style.css Datei ist hier sichtbar.

Jetzt bist du gut vor­be­reitet, um das leere WordPress-Theme mit deinen eigenen Styles und Funktionen zu füllen.

Als letzten Schmankerl (oder eher kleiner Schocker) kannst du noch einen Blick auf den aktu­ellen Zustand deines WordPress-Themes werfen :-)

Webseiten Tutorial Teil6
Starkers bietet eine schöne, leere Grundlage für die Erstellung eines eigenen WordPress-Themes.

Im nächsten Teil des Tutorials können wir uns dann mit diesem schön ein­ge­rich­teten WordPress-Installation an die Arbeit machen, das Theme mit Hilfe von CSS und HTML ein biss­chen zu ver­schö­nern. Dazu werde ich auch auf die Dateien-Struktur in WordPress näher eingehen.

Ich hoffe dir hat auch dieser Teil des Coffeelove Webseiten-Tutorials wieder gut gefallen, und du kannst den ein oder anderen Tipp für deine eigenen Arbeiten mit WordPress nutzen. Über dein Feedback und deine Tipps freue ich mich wie immer sehr!

25 Kommentare

  1. Claudius H. Küttner

    Wie immer ein infor­ma­tiver Blogpost von Ellen. Ich habe eine Anmerkung aus eigener Erfahrung mit XAMPP. Diesen ab Windows Vista nicht auf dem Laufwerk C installieren!

    Evtl auch inter­es­sant, den XAMPP gibt es auch por­table für den USB Stick. Kann man gut zum Kunden mit­nehmen und dann auf dessen Technik vorführen.

    Bei Problemen - Apache startet nicht, weil Windows den Port 80 belegt, mal hier lesen (http://kuettner.it/2010/portproblem-mit-xampp-unter-windows-7).

    Tschüß
    Claudius

    • Ellen

      Hallo Claudius,

      vielen Dank für dein tolles Feedback und die hilf­rei­chen Tipps zu XAMPP. Die Option XAMPP Portable zu nutzen, finde ich beson­ders inter­es­sant. Wirklich ein toller Tipp!

      Vielen herz­li­chen Dank und viele Grüße,
      Ellen

  2. Michel

    Ich bin jetzt zwar kein kom­pletter Neuanfänger, aber danke für den Link zum HTML5 Starkers, darauf werde ich ein neues Layout für mein Blog aufbauen. :)

    • Ellen

      Hallo Michel,

      vielen Dank für dein Feedback zum Artikel. Freut mich, dass dir der Tipp zum HTML5 Starkers hilf­reich fin­dest. Ja, ich will das Theme auch unbe­dingt dem­nächst ausprobieren :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

  3. Franz

    Hallo Ellen!

    Ich finde deine Artikelserie ›Eine neue Webseite ent­steht‹ wirk­lich toll.

    Ich habe im Jahre 2009 bei der Installation meines ersten eigenen Weblogs XAMPP ken­nen­ge­lernt und bin davon begeistert.

    Ich teste jede noch so kleine Ände­rung an meiner aktu­ellen Webseite immer vorher auf dem lokalen Webserver - so habe ich prak­tisch immer eine 1:1-Kopie.

    Ich freue mich schon auf die nächsten Teile deines Tutorials!

    Liebe Grüße
    Franz

    • Ellen

      Hallo Franz,

      vielen Dank Dank für dein tolles Feedback. Es freut mich, dass dir die Serie gefällt :-)

      Ja, da hast du Recht. Ein Backup seines Themes auf einem lokalen Server zu haben, ist wirk­lich klasse. Ich mache es genauso, wie du. Auch neue Plugins und die ent­spre­chenden CSS-Styles für das Theme kann man so immer ent­spannt erst einmal off­line testen :-)

      Viele Grüße
      Ellen

  4. Chrissy

    Also bei Blank-Themes hab ich immer Probleme mitn Anpassen - bei einigen sind ver­wir­rende Dinge drin im Code O.o. Aber da ich das ja schon öfters mal gemacht hab, weiß ich ja, was für was ist und für alles andere gibts die WordPress-Doku, solche Webseiten wie hier und Foren :)

    • Ellen

      Hallo Crissy,

      vielen herz­li­chen Dank für dein Feedback :-) Ja, das stimmt schon. Manche Blank-Themes sind für mich auch etwas ver­wir­rend auf­ge­baut. Vor allem, wenn man sie zum ersten mal nutzt.

      Persönlich ver­wende ich daher immer wieder gerne das gleiche Blank-Theme, so kann man sich besser »ein­ge­wöhnen«. Das Starkers-Theme finde ich außerdem eines der Theme-Vorlagen, die meiner Meinung nach sehr gut auf­ge­baut, und auch super doku­men­tiert sind.

      Und wenn es mal gar nicht nicht wei­ter­geht, sind die WordPress-Doku, Blogs oder Foren natür­lich auch eine tolle Option, sich Hilfe zu holen, gemeinsam sind wir schließ­lich stark :-)

      Viele Grüße
      Ellen

  5. Andreas

    Also ich fände einen Artikel inter­es­sant in dem Ihr die ver­wen­dung als CMS erklärt, also kein Blog son­dern wirk­lich als nor­male Website. Ist ja mit 3.0 gut möglich.

    • Ellen

      Hallo Andreas,

      vielen herz­li­chen Dank für deinen tollen Vorschlag. Stimmt, einen Artikel zu WordPress als CMS zu machen, ist eine klasse Idee! Mal schauen, dass ich das so bald wie mög­lich rea­li­sieren kann :-)

      Viele Grüße
      Ellen

    • Ellen

      Hallo Seelendieb,

      vielen Dank für dein Feedback zum Artikel. Es freut mich sehr, dass du den Tipp ein Blank-Theme zu ver­wenden hilf­reich findest.

      Weitere Blank-Themes kannst du dir übri­gens auch in diesem Smashing Magazine-Artikel unter »Starter und Blank WordPress Themes« anschauen. Schau doch dort einmal rein :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

  6. mikum

    Dein Tutorial kommt für mich wie gerufen. Ich habe die ersten fünf Teile ver­folgt aber mit Teil 6 wird’s nun richtig inter­es­sant.
    Ich bin näm­lich gerade dabei meinem Blog ein kleines Facelift zu ver­passen, merke aber, dass ich durch das Wirrwarr von PHP- und CSS-Dateien - im Theme und in den ver­wen­deten Plugins - nicht mehr durch­steige. Der Ansatz, ein Blank-Theme zu ver­wenden, scheint mir sehr interessant.

    Ich bin gespannt auf Teil 7.

  7. chris

    Wahnsinniges gutes Tutorial. Bin Neueinsteiger und daher sehr gespannt wie es weiter geht. Bis jetzt war es sehr hilf­reich. Interessante Onlinetools die du als Hilfe ver­wen­dest. Danke für diese Zeilen!

    • Ellen

      Hallo Chris,

      vielen herz­li­chen Dank für dein tolles Feedback zum Tutorial. Es freut mich sehr, dass du die Tipps und Tools hilf­reich fin­dest. Ich arbeite bereits am nächsten Teil ;-)

      Beste Grüße,
      Ellen

  8. Max

    Hallo Ellen!

    Super erklärt. Das macht richtig Spaß. Wann kommt denn der nächste Teil? Ich kann es kaum erwarten und freue mich.
    Ein Tutorial - WP als CMS - fänd ich auch toll;-)

    Weiter so!

    Viele Grüße vom Max

    • Ellen

      Hallo Max,

      vielen herz­li­chen Dank für dein tolles Feedback zum Tutorial :-) Der nächste Teil kommt bald, ich arbeite gerade schon dran :-) Und da ich gerade auch an einem CMS-WordPress Projekt arbeite, sammel ich auch schon eifrig Ideen für eine wei­tere Tutorial-Serie mit spe­zi­ellen WordPress CMS-Features :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

  9. Jan

    @Claudius:
    Wollte kurz zu Windows Vista/Se7en und XAMPP sagen, daß das Laufwerk ruhig C sein kann, nur sollte halt nicht im nor­malen Programm-Ordner instal­liert werden. Dies macht XAMPP aber schon seit etli­chen Versionen kor­rekt und instal­liert sich nach C:\xampp.

    • Ellen

      Hallo Mandy,

      es freut mich sehr, dass dir das Tutorial so gut gefällt :-) Hoffe es hilft dir weiter, wenn du Fragen hast, sag bescheid, ja :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

  10. Regina

    Hallo Ellen,

    vielen dank für deine hilf­reiche Serie.
    Für das Jahr 2011 habe ich als »guten Vorsatz« end­lich einen Blog für unsere Firmenseite auf­zu­setzen und da kommt mir so ein Step-by-Step-Tutorial natür­lich sehr gelegen.

    Ich wüsste gerne, ob es einen Unterschied macht, ob ein Theme instal­liert wird oder nicht. Denn ich habe das Theme ein­fach in den pas­senden Ordner gelegt und konnte es im Adminbereich dann ein­fach aus­wählen, ohne es als zip hoch­zu­laden und zu installieren.

    vielen Dank für deine Hilfe und viele Grüße
    Regina

  11. Daniel

    Hallo Ellen,

    vielen Dank für die tolle Serie!

    Würdest Du das Starkers Theme auch als blank theme für ein CMS-Wordpress-Projekt emp­fehlen, bei dem ein Blog nur am Rande vorkommt?

    Viele Grüße
    Daniel

  12. nille

    Hallo Ellen,

    seit ein paar monaten schau ich immer wieder auf deine seite,
    der OBERKNALLER!!! Respekt!!!!!

    Und eine frage hätte ich auch:
    Eignet sich das star­kers Blank-Theme auch für die
    word­press instal­la­tion 3.3.1?
    Oder brauch ich da ein anderes?
    Sorry ich bin abso­luter newbie,
    aber pho­to­shop hab ich drauf :-)
    jetzt muss ich nur noch lernen
    es im web umzusetzen…

    viele Grüsse
    nille

  13. Kai

    Endlich mal ein richtig schönes Tutorial. Habe bis jezt nur ein Theme voll­ständig selbst erstellt, aber ich werde den Ratschlag mal beher­zigen. Danke für die Mühe.

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