Praktische Tipps zur Kunden-Akquise für selbständige Webdesigner

Es gibt jede Menge Möglichkeiten für selb­stän­dige Webdesigner das eigene Freelancer-Business noch besser zu pro­moten, und so neue Kunden und Aufträge dazu zu gewinnen. Diese Kunden-Akquise ist ganz beson­ders wichtig, wenn du gerade erst neu in die Selbstständigkeit star­test. Doch auch wenn du der­zeit genug Arbeit zu betreuen hat, ist es für Selbstständige immer wichtig, auch an die Zukunft zu denken und sich Gedanken dar­über zu machen, wie man die eigene Arbeit noch bekannter machen kann. Daher habe ich einige Tipps und krea­tive Anregungen zusammen gestellt, und würde mich auch sehr über dein Feedback und deine Ideen zu diesem Thema freuen.

1. Tipps für den Start in die Selbstständigkeit

Gerade wenn man ganz neu in die Selbstständigkeit startet, sind regel­mä­ßige Aufträge nicht selbst­ver­ständ­lich. Doch es gibt jede Menge Möglichkeiten, wie du poten­ti­elle Kunden auf deine Arbeit und dein Angebot auf­merksam machen kannst.

  • Deine eigene Webseite ist die beste Referenz für deine Arbeit. Gefällt einem Kunden die Gestaltung und Aufmachung deiner eigenen Seite ist es sehr wahr­schein­lich, dass er auch gerne sein eigenes Projekt von dir umsetzen lassen möchte.
  • Hast du deine Webseite inno­vativ gestaltet, kannst du sie auch bei diversen Webdesign-Showcases und Galerien (wie Make Better Webseites, Best Web Gallery oder The CSS Awards) ein­rei­chen, und so even­tuell dort gefea­tured werden.
  • Neben deinem Webdesign-Portfolio kannst du auch noch wei­tere Webseiten oder Blogs umsetzen. Vielleicht hast du so die Möglichkeiten beson­ders krea­tive Ideen umzu­setzen. Diese Arbeiten kannst du dann eben­falls bei Webdesign-Galerien ein­rei­chen (wir haben z.B. sehr posi­tives Feedback sowie neue Aufträge über die Webseite Kubis Welt bekommen).
  • Um als Freelancer durch­zu­starten ist es neben eigenen Projekten aber auch ganz beson­ders wichtig, Erfahrungen mit Kunden zu sam­meln. Durch die Arbeit an »realen« Projekten bekommst du schnell ein Gefühl dafür, wie wichtig es ist eine Balance zwi­schen deinen eigenen Vorstellungen als Designer und den Wünschen deiner Kunden zu finden.
  • Für die ersten Webdesign-Aufträge, kannst du z.B. einmal in deinem Bekanntenkreis fragen, ob zufällig jemand eine neue Webseite benö­tigt. »Learning by doing« funk­tio­niert aus meiner Erfahrung sowieso am besten. Die neuen Projekte können dann auch eine sehr schöne Referenzen für dein Portfolio sein.
  • Oft bietet sich auch schon wäh­rend der Ausbildung oder im Studium die Möglichkeit an realen Projekten mit zu arbeiten. Diese Gelegenheiten soll­test du auf jeden Fall nutzen, um so Erfahrungen und Materialien für dein Portfolio sammeln.

2. Warum die eigene Webseite so wichtig ist

Die Wichtigkeit der eigenen Webseite und des Portfolios liegt nicht nur darin, so das eigene Angebot prä­sen­tieren zu können. Viel mehr bietet das Portfolio für poten­ti­elle Kunden auch die Möglichkeit, dich und deine Arbeit besser kennen zu lernen. Denn es ist es ganz wichtig, dass einem Kunden deine Arbeiten und dein Design-Stil gefallen, und er genau aus diesem Grund sein Projekt von dir umsetzen lassen möchte. Das schafft eine gute Grundlage für die erfolg­reiche Zusammenarbeit.

Genau aus diesem Grund finde ich einen wei­teren wich­tigen Punkt, dass du dich auf deiner eigenen Webseite und in deinem Portfolio mög­lichst natür­lich prä­sen­tierst. Dein Design-Stil sollte dir selbst ent­spre­chen und nicht nur gewählt sein, um mög­li­chen Kunden zu gefallen.

Neben einem per­sön­li­chen Stil ist es außerdem hilf­reich, wenn du den Besuchern deiner Webseite genau beschreibst, was du alles anbie­test. Hierbei ist zu beachten, dass die meisten deiner Kunden nicht das tech­ni­sche Fachwissen eines Webdesigners mit­bringen. Daher kannst du Begriffe wie WordPress oder Content Management System ruhig noch einmal beschreiben oder prak­ti­sche Beispiele für die Anwendung geben.

Um deine Webseite und dein Angebot auch im Alltag pro­moten zu können, kannst du dir schöne Visitenkarten oder Minicards mit deiner Webadresse (z.B. von MOO) machen lassen. Du musst nicht gleich einen rie­sigen Stapel bestellen, aber es ist immer prak­tisch eine Business-Karte parat zu haben.

3. Ein eigener Blog bietet jede Menge Möglichkeiten

Einen eigenen Blog zu führen ist meiner Meinung nach eine der besten Möglichkeit für jeden Freelancer. Wie bereits im Artikel »Warum Freelancer bloggen sollten: Design-Inspirationen, Anregungen und Tipps« beschrieben, hast du durch einen Blog die Möglichkeit Experte zu einem Fachthema zu werden, deine Erfahrungen mit anderen Webdesignern zu teilen und oben­drein auch noch hilf­rei­ches Feedback zu deinen Arbeiten zu bekommen. Natürlich ist ein eigener Blog jede Menge Arbeit und das Feedback erfolgt nicht von heute auf morgen, aber län­ger­fristig bietet ein eigener Blog jede Menge tolle Möglichkeiten für Selbstständige.

4. Weiterempfehlungen deiner Kunden

Wenn du bereits erfolg­reiche Kundenprojekte umge­setzt hast, ist eine der besten Möglichkeiten neue Aufträge zu erhalten, die Weiterempfehlungen von deinen bis­he­rigen Kunden. Daher ist es z.B. eine sehr gute Idee deine Kunden darum bit­test, dich auf ihrer Webseite als Webdesigner zu ver­merken. So können andere Besucher der Webseite, leicht zu dir Kontakt aufnehmen.

Außerdem kannst du deine Kunden fragen, ob sie eine kurze Kundenmeinung für dich ver­fassen. Diese Testimonials kannst du dann auf deiner Webseite als Referenzen einbinden.

Hilfreich ist auch, wenn du regel­mäßig Kontakt zu deinen bis­he­rigen Kunden pflegst. Du kannst sie z.B. über Aktualisierungen auf deiner Webseite infor­mieren oder eine kleine Rund-Mail schreiben, wenn du etwas Neues anbie­test (z.B. die Umsetzung von Firmen-Blogs oder die Zusammenarbeit mit einem Texter oder Fotografen etc.). Solche Info-Mails soll­test du natür­lich nicht zu oft ver­senden, son­dern statt­dessen lieber meh­rere News in einer Mail verpacken.

5. Online-Plattformen, Foren und Fach-Blogs für Webdesigner

Eine wei­tere Möglichkeit neue Kontakte und poten­ti­elle Kunden zu gewinnen sind Online-Plattformen und Communities für Designer und Kreative.

Eine der größten deutsch­spra­chigen Plattformen ist meines Wissens bei­spiels­weise die Webseite grafiker.de. Hier kannst du dich kos­tenlos regis­trieren und ein Profil mit deinen Arbeitsproben einer Beischreibung ein­stellen. Außerdem bieten solche Plattformen meist auch direkt Job-Angebote an, sowie die Möglichkeit sich in Foren mit anderen Kreativen aus­zu­tau­schen. So kannst du Fragen stellen und von den Erfahrungen der anderen Designer lernen.

Eine wei­tere Design-Plattform ist »Design made in Germany«. Auch hier gibt es Job-Angebote und eine Möglichkeit sich in der jewei­ligen Design-Kategorie ein­tragen zu lassen.

Auch Blogs zum Thema Webdesign bieten die Möglichkeit sich in den Kommentaren mit Gleichgesinnten aus­zu­tau­schen und so neue Kontakte zu knüpfen. Und wenn du bisher noch keinen eigenen Blog führst, gibt es oft­mals die Möglichkeit einen Gastartikel auf einem Fach-Blog zu schreiben. Auf diese Weise kannst du dich eben­falls prä­sen­tieren, und so auf deine Arbeit und deine eigene Webseite auf­merksam machen.

Eher kri­tisch sehe ich per­sön­lich die Möglichkeit, bei Design-Job Wettbewerben, wie sie z.B. auf den Webseiten designenlassen.de und 12designer.de ange­boten werden, mit­zu­ma­chen, um neue Aufträge zu bekommen. Meiner Meinung nach ist das Konzept nicht sehr sinn­voll und führt dazu, dass die Arbeiten der ein­zelnen Designer nicht mehr gewür­digt werden. Aus unserer eigenen Erfahrung kann nur durch ein bera­tendes Gespräch zwi­schen Designer und Kunde ein geeig­netes Projekt-Konzept ermit­telt, und so eine Basis für eine gute Zusammenarbeit geschaffen werden.

6. Deine Meinung zum Thema

Nach der Auflistung meiner per­sön­li­chen Erfahrungen und Tipps würde ich mich ganz beson­ders über deine Erfahrungen, Tipps und Empfehlungen zum Thema Kunden-Akquise für Freelancer freuen.

Welche Erfahrungen hast du bereits wäh­rend deiner Selbstständigkeit gemacht, und was sind deiner Meinung nach die besten Tipps, um lang­fristig neue Design-Aufträge zu bekommen?

Kennst du wei­tere Blogs, Online-Plattformen oder Foren, auf denen sich Webdesigner aus­tau­schen und ihre eigenen Arbeiten prä­sen­tieren können?

20 Kommentare

  1. Michael Oeser

    Moin Ellen,

    dann nutze ich doch gleich mal einen Tipp von Dir und hin­ter­lasse einen Kommentar in einem Fachblog ;-)

    Insgesamt guter Rundumschlag an Tipps, finde ich. Wenn für mich per­sön­lich jetzt auch nicht unbe­dingt die wirk­lich neue Erkenntnis dabei war.

    Über einen Punkt bin ich aber gestol­pert. Du sagst, dass es am Anfang durchaus hilf­reich sein kann, mal im Bekanntenkreis rum­zu­fragen, um Erfahrungen zu sam­meln. Das ist natür­lich nie ver­kehrt. Ich kann aber doch nur für jeden Webdesigner, der sich selb­ständig macht hoffen, dass er bereits vor seiner Selbständigkeit diese Erfahrungen gesam­melt hat.

    Ich selbst habe bereits etwa zwei Jahre vorher (und tue es immer noch) immer wieder klei­nere und mitt­lere Projekte gemacht und hier akri­bisch Zeiten notiert (bzw. mit Apps wie Lumina oder On-the-Job auto­ma­tisch getrackt), um z.B. ein Gefühl für Zeitaufwände zu bekommen.

    Hätte ich das nicht gemacht, hätte ich ein eher ungutes Gefühl für meine in kürze star­tende Selbständigkeit.

    • Ellen

      Guten Morgen Michael,

      vielen Dank für deinen Kommentar und dein hilf­rei­ches Feedback :-)

      Da hast du natür­lich Recht. Klar, ist es wichtig, bereits einiges an Projekt-Erfahrungen mit zu bringen, wenn man sich selbst­ständig machen möchte. Doch zur Übung wäh­rend der Ausbildung oder des Studiums sind klei­nere Webseiten-Projekte sicher hilf­reich. Auch bei Manuel und mir hat sich auf diese Weise der Weg in die Selbstständigkeit eigent­lich fast zufällig ergeben :-)

      Das du die Zeit-Einschätzung für Projekte ansprichst, finde ich klasse. Wirklich ein super wich­tiges Thema, das sicher oft unter­schätzt wird. Ich selbst nutze gerne Toggl zum Timetracking, da es auch prak­tisch über das Google-Konto ver­waltet werden kann.

      Viele Grüße und einen guten Start in die neue Woche,
      Ellen

  2. Dagmar

    Hallo Ellen, sehr hilf­reiche Tipps, die man sich immer wieder ›hinter die Ohren schreiben‹ kann - auch als Freelancer, der nur am Rande mit Webprojekten zu tun hat. Ein Tipp, den ich trotzdem noch habe: Erfahrungen lassen sich auch mit Vereinsseiten machen, und man kann mit etwas Verhandlungsgeschick die Ehrenamtlichkeit zumin­dest ein wenig in abre­chen­bare Zeit umbiegen.
    Liebe Grüße vom Bodensee,
    Dagmar

    • Ellen

      Hallo Dagmar,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Tipp zu den Vereinsseiten. Ja, dass stimmt. Vor allem wenn man selbst in einem Verein aktiv ist, ist es eigent­lich eine sehr schöne Aufgabe die Webseite zu bear­beiten und so den eigenen Verein zu unter­stützen. Ich denke auch soziale Projekte oder Hilfs-Organisationen in der eigenen Gemeinde kann man so unterstützen :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

  3. Kai

    Hallo Ellen,

    wie immer ein super Artikel. Einen Tip kann ich noch mit­geben: Grade am Anfang der Selbständigkeit, hat man oft Freunde, Verwandte und Bekannte, die gern unsere Arbeit in Anspruch nehmen - am besten umsonst, wir sind ja Freunde ;)

    Lasst besser die Finger von sol­chen kos­ten­losen Freundschaftsdiensten und denkt aus­nahms­weise mal zuerst an euch selbst! Echte Freunde ver­stehen schon, wie wichtig grade (aber nicht nur) in der Gündungsphase eine ver­nünf­tige Entlohnung für die Arbeit ist.

    Viele Grüße von der aus­nahms­weise mal son­nigen Ostseeküste,
    Kai

    • Ellen

      Hallo Kai,

      vielen Dank für dein Feedback und deine Tipps zum Thema Kunden-Akquise. Es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat :-)

      Ja, dein Tipp ist natür­lich sehr wichtig. Gerade am Anfang der Selbstständigkeit hat man selbst so viel Extra-Arbeit (z.B. mit dem Aufbau der eigenen Webseite). Da sind kos­ten­lose Freundschaftsdienste nur schwer mög­lich und nicht unbe­dingt zu emp­fehlen. In dieser Situation ist es wirk­lich wichtig, auch mal Nein sagen zu können. Und wie du ja sagst, echte Freunde ver­stehen dies bestimmt :-)

      Viele Grüße an die Ostseeküste,
      Ellen

  4. Barbara Frolik

    Liebe Ellen, vielen Dank für diesen sehr inter­es­santen Beitrag. Meine Erfahrungen decken sich im Grossen und Ganzen mit deinen.

    Gerade das Bloggen kann ich jedem emp­fehlen, wobei der Aufwand dafür nicht unwe­sent­lich ist. Wichtig ist sicher, dass man auch Spass daran hat. Und wenn die Geschäfte immer besser laufen, kann es auch nötig werden, die Prioritäten neu zu setzen. Ich staune immer wieder, mit wie viel Energie ihr beiden immer noch dabei seid :) Mir per­sön­lich ist das regel­mäs­sige Bloggen in letzter Zeit etwas zu viel geworden. Deshalb habe ich die Notbremse gezogen, bevor ich die Lust ver­liere. Jetzt gibt es halt nur noch einen Artikel pro Woche statt zwei oder drei. Und mit Twitter bin ich auch etwas spar­samer geworden. Die Zeit, die dadurch frei geworden ist, nutze ich jedoch für ein anderes Blog-Projekt, das mir einen guten Ausgleich zum kopf­las­tigen Texter-Alltag gibt :)

    Ein wich­tiger Punkt ist meines Erachtens noch die Preispolitik. Am Anfang kann es schwierig sein, sich selbst­be­wusst zu einem ver­nünf­tigen Preis zu ver­kaufen. Doch sollte man nicht zu niedrig ein­steigen, denn später ist es viel schwie­riger, die Preise zu erhöhen. Lieber auf Qualität setzen – das zahlt sich lang­fristig aus.
    Nicht zuletzt des­halb sind gute Referenzen auch so wichtig. Wie Michael schon geschrieben hat, würde ich nie­mandem raten, sich ganz ohne Erfahrung selb­ständig zu machen.
    Auch ein finan­zi­elles Polster kann sehr hilf­reich sein. So kommt man nicht so schnell in die Versuchung, sich über den Preis zu ver­kaufen, oder ein Projekt anzu­nehmen, auf das man eigent­lich gar keine Lust hat.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz :)
    Barbara

    • Michael Oeser

      Das Thema Preispolitik ist in der Tat sehr wichtig. Im Grunde muss man sich ein­fach nur aus­rechnen, wie­viele Arbeitsstunden man rea­lis­tisch im Durchschnitt pro Tag in Rechnung stellen kann, wie­viel grob an Steuer davon abgeht und was das dann für den Monatserlös bedeutet.

      Wer dann immer noch glaubt, er könne mit 35 EUR pro Stunde lang­fristig aus­kommen ist ent­weder aske­tisch bescheiden, oder er kann nicht rechnen ;-)

      • Barbara Frolik

        Das stimmt. Viele unter­schätzen am Anfang den Aufwand für den Bürokram. Als Selbständiger kann man nicht 40 Stunden pro Woche pro­duktiv arbeiten (es sei denn, man will Über­stunden machen). Ausserdem möchte man auch als Freelancer mal Urlaub machen. Und dann gibt es Risiken wie Krankheit oder Flauten. All dies muss man berück­sich­tigen, wenn man richtig rechnen will.

        • Ellen

          @Barbara: Vielen Dank für deinen Kommentar und deine Erfahrungen und Tipps zum Thema :-)

          Klar, das Blog-Artikel schreiben ist natür­lich nur sinn­voll und zu Empfehlen wenn es einem selbst Spaß macht und nicht zum Stress wird. Ich selbst merke immer wieder wie wichtig es ist, auf sein inneres Gefühl zu hören und sich nicht von außen unter Druck setzen zu lassen. Ich bin zum Beispiel großer Fan von Mittagspausen und merke dann, dass die Arbeit danach gleich viel leichter von der Hand geht :-)

          Das Blog schreiben macht uns eigent­lich mehr denn je Spaß, und hilft auch das Erlernte quasi zu ver­ar­beiten, Feedback zu bekommen, und wenn mög­lich anderen auch ein wenig weiter zu helfen :-)

          @Barbara, @Michael:

          Ja, das Thema Preise ist ganz beson­ders am Anfang sehr wichtig. Wie schon gesagt, ist es gerade bei grö­ßeren Projekten oft sehr schwierig, den Arbeitsaufwand richtig ein­zu­schätzen. Glücklicherweise kriegt man da recht schnell ein Gefühl für (tolle Hilfsmittel sind die bereits oben erwähnten Time-Tracking Tools).

          Aus unsere Erfahrung ist es auch immer sehr hilf­reich, dem Kunden genau über den Arbeitsprozess zu infor­mieren. Einen guten Tipp finde ich außerdem, ein Projekt in meh­rere Projekt-Phasen zu unter­teilen. So wird der Arbeitsaufwand auch für den Kunden viel über­sicht­li­cher und besser nachvollziehbar :-)

          Viele Grüße,
          Ellen

    • Ellen

      Hallo Oli,

      vielen Dank für dein Feedback :-) Den Tipp zum Kommentieren auf anderen Blogs habe ich eigent­lich eher inhalt­lich ver­standen. Meiner Meinung nach ist es immer eine sehr gute Referenz (unter Webdesignern, wie auch für poti­en­ti­elle Kunden), wenn man sich mit anderen in der Branche aus­tauscht, sich gegen­seitig unter­stützt und wei­ter­hilft, z.B. indem man Tipps in der Programmierung, zu neuen Tools, Programmen oder Plugins weitergibt :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

  5. Sabine

    Hallo Ellen,
    alle genannten Punkte habe ich auch immer wieder berück­sich­tigt. Wobei man sich bei der aktiven Aquise auch mal was ein­fallen lassen sollte.…z.B. Infopost.
    Aber ein Patentrezept gibt es sicher nicht, da eben alles Schwankungen unter­worfen ist.
    Freunde und Bekannte wegen Aufträgen anspre­chen würde ich defi­nitiv nach Möglichkeit auch nur vor dem Eintritt in die Selbstständigkeit. Spannungen oder Ärger wegen zu geringen Honorars können auf­treten, was der Freundschaft nicht zuträg­lich ist.
    Dann noch einen schönen Tag,
    Sabine

    • Ellen

      Hallo Sabine,

      vielen Dank für dein Feedback und deine Tipps :-) da hast du Recht, ein gewisses Maß an Kreativität bei der Kunden-Pflege ist auf jeden Fall sehr wertvoll.

      Ich denke es ist ganz beson­ders wichtig, dass die Infos (z.B. in einer Newsletter-Mail) immer ehr­lich gemeint sind und die Kunden nicht das Gefühl bekommen, ein­fach »blind« beworben zu werden. Die per­sön­liche Betreuung ist ja schließ­lich die große Stärke von uns Freelancern :-)

      Ja, da stimme ich dir natür­lich zu. Wie auch schon Kai erwähnt hatte, sollte man mit Projekten im Freundes- und Bekanntenkreis sicher vor­sichtig umgehen. Denn wenn eine Zusammenarbeit die Freundschaft belastet, ist das wirk­lich sehr schade. Wir selbst haben bisher eigent­lich immer nur sehr posi­tive Erfahrungen in diesem Bereich gemacht, und die gemein­same Arbeit kann ja auch zusam­men­schweißen und die Freundschaft so sogar noch stärken. Aber sicher kann dies manchmal auch anders sein, das ist sicher­lich wahr und sollte auf jeden Fall im Vorfeld bedacht werden :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

  6. Rudolf Bösiger

    Guten Tag

    Das Preisangebot und die eigene Positionierung finde ich wichtig, um am Markt zu bestehen. Und da hilft ein Blick in den Webdesign Markt - wie­viel ver­langen die anderen, was ist ange­messen und was kon­kur­renz­fähig. Ist man zu günstig nagt das an der Glaubwürdigkeit, ist man zu teuer, bekommt ein anderer den Zuschlag. Was andere für Webprojekte berechnen, kann man mit unserer unab­hän­gigen breit ange­legten Marktrecherche (siehe http://www.website-kosten.com) in Erfahrung bringen.

    Viele Grüsse

  7. Shop Freelancer

    Guter Beitrag! Zu den Argumenten unter Punkt 5 hatte ich mir aller­dings schon seit län­gerem Gedanken gemacht: ich zweifle, ob diese Strategie eines Fachblogs Sinn macht. Warum blogge ich? Weil ich Interesse an einem Gegenstand habe. Ok. Das geschieht aber eher aus einer intrin­si­schen Motivation heraus: ich blogge, weil mich der Gegenstand beschäf­tigt und ich das Interesse habe mich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

    Nur inter­es­siert das poten­ti­elle Kunden eher weniger. Um es mit Geert Lovink zu sagen: In Blogs bleibt man unter sich. Blogs bilden homo­gene Gemeinschaften aus. Und so habe ich auch bei den meisten Designblogs den Eindruck, dass diese in erster Linie für andere Designer inter­es­sant sind, aber weniger für poten­ti­elle Kunden. Man pro­du­ziert jede Menge Content und wird gefunden - aber eben von anderen Designern. Man kann davon aus­gehen, dass Kunden sich recht wenig für IE6 Hacks o.ä. inter­es­sieren. Insofern sehe ich da die Gefahr, dass am Kunden vor­bei­kom­mu­ni­ziert wird. Ich pro­du­ziere ein Medienangebot, dass sich nicht unbe­dingt an die anvi­sierte Zielgruppe richtet. Für Freelancer würde es sich m.E. eher anbieten über kun­den­re­le­vaten Themen zu bloggen. Etwa wenn ich Webseiten für Versandhändler ent­werfe, dann mit Neuigkeiten über aktu­elle Gerichtsurteile, Verpackungsverordnungen etc. Damit schreibe ich über das, was die Kunden interessiert.

  8. Olli

    Selbstorganisation ist für mich als Einzelkämpfer ein Thema mit zuneh­mender Bedeutung, da alles von einem selbst abhängt und man sich mög­lichst nicht ver­zet­telt.
    Eine gute Hilfe, wie ich finde, bietet das noch relativ neue »mite«.

    Zitat der Macher»Zeiterfassung ist Fundament rea­lis­ti­scher Rechnungen, Kalkulationen & Zeitpläne.
    Eine gern gehasste Notwendigkeit, deren Nervfaktor mite den Kampf ansagt.
    Mit Funktionalität, Flexibilität & Eleganz.«

    Ich habe mite getestet und kann es sehr emp­fehlen - beson­ders wegens des Umfangs der Finktionen und der Ausgabe seiner Charts in anderen Medien (z.B. als Excel-Tabelle)

    Ach ja, der Link: http://mite.yo.lk/

  9. Christian

    Toller Artikel. Einige gute Ideen, die mir so noch nicht in den Kopf gekommen sind. Um an Aufträge zu gelangen, muss man sich in der heu­tigen Zeit immer etwas neues ein­fallen lassen, eben etwas, was einen von den Mitbewerbern abhebt.

    Ein pro­bates Mittel sind sicher­lich güns­tige Preise, aber auch tolle Designs laden den Kunden ein.

  10. Thimo

    Hallo Ellen,

    ich bin gerade über diesen Artikel gestol­pert und finde ihn äußerst infor­mativ.
    Ich bin aktuell auf Kundensuche und hoffe, dass ich durch deine Tips den ein oder anderen gewinnen kann.

    Vielen Dank und mach weiter so…

  11. Pingback: Langweilige Visitenkarten bitte entsorgen!

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