Aufruf zu mehr Spaß und Kreativität bei der Arbeit

Es geht meist ganz schnell: Jede Menge neue Projekte stehen an und man möchte sich natür­lich beson­ders viel Mühe geben, diese Aufgaben zu erle­digen. An Motivation man­gelt es also eigent­lich nicht, doch sehr hohe Erwartungen an sich selbst, setzen einen auch unnötig unter Druck. Dieser Druck kann schnell Stress aus­lösen und unter Stress kann man dann nur noch schlecht kreativ und effektiv arbeiten.

Besonders als Freelancer macht man sich außerdem oft zusätz­liche Gedanken und Sorgen um orga­ni­sa­to­ri­sche Dinge, die Aquise neuer Kunden, die eigenen Finanzen… Schließlich muss man sich um alles selbst küm­mern und so geht die eigene krea­tive Arbeit oft zwi­schen Email-Antworten, Kunden-Support oder der Konzeption neuer Projekten verloren.

Mein Aufruf

Daher möchte ich alle Freelancer und Webworker zu mehr Spaß und Kreativität bei der Arbeit aufrufen.

Daher möchte ich alle Freelancer und Webworker zu mehr Spaß und Kreativität bei der Arbeit auf­rufen. Der eigene Job sollte einem jeden Tag Freude bereiten und man sollte moti­viert sein neue Herausforderungen anzu­nehmen, um sich selbst und die eigene Arbeit zu ver­bes­sern. Genial ist, dass Spaß an der Arbeit eine her­vor­ra­gende Motivation ist. Stress oder Angst vor neuen noch unbe­kannten Aufgaben können durch Spaß an und bei der Arbeit ver­drängt werden. Wenn man sich also jeden Tag ein wenig Zeit für freie Arbeiten und neue Inspiration (z.B. auf Design- und Kunst-Blogs nimmt), kann man län­ger­fristig bes­sere und krea­ti­vere Arbeit leisten.

Und die Herausforderung sich selbst­ständig orga­ni­sieren zu müssen, ist ja auch der große Vorteil bei der Arbeit als Freelancer. Man kann sich seine Arbeitszeit frei ein­teilen und selbst bestimmen, wann man eine Pause ein­legt oder wann man Zeit für eigene, freie Projekte investiert.

Tools für krea­tives Arbeiten und Inspiration

kreative Arbeit als Webdesign Freelancer

Viele kreativ arbei­tende Menschen sind bei­spiels­weise lei­den­schaft­liche Hobby-Fotografen. Doch oft ver­gisst man im Arbeitsalltag die Kamera mit dabei zu haben oder man hat keine Zeit, eigene Fotos oder freie Grafiken und Skizzen nach­zu­be­ar­beiten oder im Web (z.B. auf Flickr, 500px oder anderen sozialen Netzwerken) zu ver­öf­fent­li­chen. Zeichnen und Skizzieren kommt auch oft zu kurz, beson­ders wenn man gewöhn­lich den ganzen Tag vorm Computer-Monitor sitzt.

Ein Tablet wie das iPad kann ein tolles Tool zum krea­tivem Arbeiten zwi­schen­durch sein. So kann man seinen nor­malen Arbeitsplatz auch mal ver­lassen und z.B. in einem Café Zeit mit Zeichnen, Skizzieren, Brainstorming oder Schreiben verbringen.

Interessante iPad-Apps zum krea­tiven Arbeiten sind z.B. Bamboo-Paper von Wacom oder der iA Writer. Aber auch ein etwas tra­di­tio­nel­leres Moleskine Skizzenbuch ist ein prak­ti­scher Begleiter wenn es darum geht, eigene Skizzen und Notizen festzuhalten.

Zum Sammeln von Inspirationen schaue ich außerdem regel­mäßig auf Blogs wie designinspiration.net, FFFound oder swiss­miss vorbei. Eigene krea­tive Arbeiten, Skizzen oder Fotos können bei Dribbble, Flickr oder auf einem WordPress- oder Tumblr-Blog ver­öf­fent­licht werden. Pinterest ist ein hilf­rei­ches Tool, um digi­tale Pinnwände mit krea­tiven Inspirationen zu erstellen.

Ein toller Nebeneffekt von mehr Kreativität und Spaß beim Arbeiten ist auch, dass du deine Kollegen, Mitarbeiter, andere Webworker oder Kunden »mit moti­vieren« kannst, eben­falls mehr Freude und Motivation bei der Arbeit zu haben.

Deine Erfahrungen und Tipps

Wie sind deine Erfahrungen als Freelancer und Webworker? Hast du wei­tere Tipps oder kennst du wei­tere hilf­reiche Tools, um die eigene Kreativität zu för­dern und so mehr Spaß und Motivation bei der Arbeit zu haben?

Über dein Feedback und wei­tere Vorschläge freue ich mich sehr!

12 Kommentare

  1. Kirsten

    Hallo, Ellen,
    das ist eine schöne Idee. Ich hätte jetzt gern noch vier Wochen Ferien in der Südsee und tu mich ein biss­chen schwer mit dem Wiedereinstieg nach dem Jahreswechsel. Da kommt ein kleiner Motivationsschub gerade richtig.
    Für mich ist meine Arbeit immer noch mehr Spiel als Job. Na ja, wenn man von ein paar Ausnahmen absieht. Mir macht es ein­fach Spass, an Designs zu bas­teln, Neues aus­zu­pro­bieren, Coden zu lernen. Das emp­finde ich als großes Privileg und es hilft mir über viele Schwierigkeiten weg.
    Mein liebstes Kreativtool ist mein Notizbuch. Nein, meine Notizbücher, denn ich habe für alle mög­li­chen Lebenslagen eins. Für meine eigenen Projekte, für Ideen, für Sachen, die ich gerade lerne. In den Büchern sammle ich Notizen, Skizzen, »Doodles«, klebe irgend­welche Schnipsel ein - klingt sehr spie­le­risch und ist es auch.
    Das Abschalten fällt manchmal schwer. Deshalb ist mein großer Vorsatz für dieses Jahr: Mehr Radfahren ;-) Und viel­leicht doch end­lich medi­tieren lernen. Wenn ich zur Ruhe komme, fallen mir die besten Sachen ein. Das fehlt manchmal ein bisschen.

    Herzliche Grüße und ein gutes Neues Jahr

    Kirsten

  2. Frank Limbacher

    Viele Freelancer arbeiten allein. Weitaus lus­tiger ist eine funk­tio­nie­rende Bürogemeinschaft. Da kann man zwar seine Lieblingsmusik nicht mehr so laut auf­drehen (oder muss Kopfhörer benutzen wie ich), aber dafür ent­schä­digen die oft­mals krea­tiven Kaffeepausen, in denen Projekte vor­ge­stellt, Lösungen dis­ku­tiert werden und über den einen oder anderen Kunden geläs­tert wird. Facebook & Co ist dafür nur ein unzu­rei­chender Ersatz. Wichtig für mich ist auch der mit­täg­liche Spaziergang zur Konditorei bzw. der Waldlauf, um den Kopf frei­zu­be­kommen. Fotografieren (und gemeinsam mit Nachbarn Austellungen planen) ist pure Herzensangelegenheit, nicht alles macht man für Geld.

  3. Frank Limbacher

    Vielleicht noch ein Nachtrag: Vor drei Jahren habe ich zusammen mit dem örtli­chen Kinderhort (mein Sohn war dort unter­ge­bracht) zwei Fotokurse gemacht, ins­ge­samt ein halbes Jahr lang, einen Nachmittag pro Woche. Es war *sehr anstren­gend* und damit meine ich nicht nur die Vor- und Nachbereitung des Kurses - tau­sende Fotos sichten, aus­wählen, bespre­chen, ein neues Thema erar­beiten. Das Hortgelände durften wir bis auf einen Ausflug nicht ver­lassen, aber inge­samt war es eine tolle Erfahrung. Kinder sehen ihre Welt ganz anders. Es gab danach noch drei Ausstellungen an tollen Locations in München (das war dann richtig zeit­auf­wändig) und die Idee für ein (nicht rea­li­siertes) Buchprojekt. Ab und zu sollte man aus seiner Komfortzone kommen und etwas für andere tun. Auch das erwei­tert den per­sön­li­chen Horizont.

  4. Vincent

    Hallo Ellen!
    Super Zusammenstellung und ins­ge­samt ein paar klasse Anregungen für mehr Spaß als Freelancer..

    Wobei ich den Titel nicht ganz pas­send finde da man keinen Aufruf zu Mehr Spaß machen kann :D…
    An wei­teren Tipps fällt mir nicht sehr viel ein, da du schon ein Großteil auf­ge­schrieben hast! :)

    Dribbble ist ein klasse Inspirations Werkzeug und eine Motivation mehr ver­nünf­tige Sachen zu erstellen!

    Grüße
    Vincent

  5. Indianer3c

    Danke fuer den tollen Artikel!

    Moechte mich Frank’s Aussagen anschliessen.

    Vincent kann ich zustimmen, dass man seine Ideen gleich notieren sollte auch wenn spaeter nur 1 % davon umge­setzt werden.

    Die beste Inpirationsquelle ist immer noch das mit­ein­ander arbeiten an einem Projekt der Austausch von Ideen unter­ein­ander. Sehr wichtig finde ich dabei Pausen in denen man Ruhe findet um ueber Ideen und zuku­enf­tige Arbeitsablaeufe gru­e­beln zu koennen.

  6. Phil

    Hi Ellen,

    wie Recht Du hast, ohne zwi­schen­durch mal das Hirnschmalz neu umzu­wälzen sind die Tage zäh und irgendwie arm. Die Bamboo App ist der Knaller, gerade wenn man auch den pas­senden Stift nutzt, dazu hätte ich zwei spit­zen­mäs­sige Ergänzungen:

    1) SketchBook Express von Autodesk ist eben­falls Freeware und bietet ohne Ende Pinselspitzen und Einstellungen zum rea­lis­ti­schen Zeichnen und Malen [http://itunes.apple.com/de/app/sketchbook-express/id410871280?mt=8]

    2) Harmonious fügt den eigenen Zeichnungen auto­ma­ti­sche & zufäl­lige Variationen hinzu in diversen, aus­wähl­baren Stilen .. auch sehr geil [http://itunes.apple.com/de/app/harmonious./id363375481?mt=8]

    So und nun noch ein ana­loger Tip - meine Schwester hat mir zu Weihnachten, ein kleines Buch geschenkt: My Business Diary, erschienen im Campus Verlag. Jeden Tag trägt man zu ver­schie­denen Fragen ein, was man getan, gelassen oder erdacht hat und hat so am Ende ein Resumée des Jahres vor sich. Das ganze ist recht witzig ange­legt und man kann sich seinen Schweinehunf´d ganz gut vor Augen halten und daran ansetzen [http://www.campus.de/ratgeber/Besser%20leben/My+Business+Diary.98005.html].

    Alles in allem gibts ne Menge, da kann glatt das Arbeiten ver­gessen :) In diesem Sinne beste Grüße aus der Altstadt

    Phil

    • Manuel

      Hi Phil,
      Vielen Dank für diesen gran­diosen Tipp. Ich finde die von dir erwähnte Sketchbook App extrem genial. Habe mir auch schon die Vollversion geholt und schon ein biss­chen damit her­um­ge­spielt. Wirklich cool :-) bin gespannt was ich aus dem iPad und Sketchbook und ein biss­chen Zeit raus­holen kann. Es macht ein­fach riesig Spass.
      Viele Grüsse

  7. Ellen

    @alle: Vielen herz­li­chen Dank für eure tollen Beiträge und die erfri­schenden Anregungen. Sport als Ausgleich, etwas für andere tun und seine eigene Comfort-Zone auch mal ver­lassen oder neue Tools für die krea­tive Arbeit ent­de­cken sind wirk­lich tolle Vorschläge.

    Ich selbst hatte irgend­wann Mitte letzten Jahres auch mal so einen rich­tigen Durchhänger. Ein wenig Pause und Abstand zur Arbeit und die Motivation neue, krea­tive Projekte umzu­setzen, haben mir bei diesem krea­tiven Durchhänger wei­ter­ge­holfen. Für dieses Jahr habe ich mir auch fest vor­ge­nommen, mehr Zeit für krea­tive Arbeiten zu inves­tieren und mit jede Menge Spaß bei der Sache zu sein :)

    Viele Grüße,
    Ellen

  8. Uwe Werner

    Momentan arbeitet unsere Agentur noch in zwei Städten,was bedeutet das wir viel online abglei­chen und tele­fo­nieren müssen. daher weiß ich gerade ziem­lich gut, was mir an Spaß bei der Arbeit fehlt: das Persönliche, das Miteinander. keine anstren­gende Ideensuche, son­dern mit­ein­ander zusam­men­sitzen und die ver­rück­testen Ideen herauslassen.gemeinsam das Büro gegen Natur tau­schen, ein­kaufen oder bum­meln gehen, sich frei machen vom Tagesstress und Visionen wagen. Das gibt mir mehr Kraft und Freude als alles andere…

    Ach ja und wenn gar nichts mehr geht, wird auch mal eine Spielrunde eingelegt :)

  9. Alex Kasakow

    Ja finde dieses krea­tive Arbeiten kann echt einige Blockaden lösen. Nur arbeite ich meist mit Papier. Besitze nicht solche tollen Geräte ;)

    Grüße,
    Alex

  10. hans

    1: der größte feind der krea­tiven ideen sind immer noch die kunden mit ihren »krea­tiven« gegen­ideen :D

    2: ich brauch langsam echt ein iPad :-P

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