Webdesign Trends: individuelles CSS-Styling für Blog-Artikel im Magazin-Stil

individuelle Blog-Artikel CSS Styles

Der Trend ein­zelne Blog-Artikel ähnlich wie in Print-Magazinen indi­vi­duell zu gestalten, wird immer beliebter. So kann man spe­zi­elle Artikel beson­ders her­vor­heben. Das macht die Blog-Artikel attrak­tiver, und man kann bezüg­lich des Layouts viel besser auf die Bedürfnisse des Inhalts ein­gehen. Ich habe ein paar der schönsten Beispiele für indi­vi­du­elles Artikel-Design, sowie einige Tipps und Über­le­gungen zur Umsetzung des Trends in WordPress zusammen gestellt.

1. Die schönsten Beispiele für indi­vi­du­elle Blog-Artikel

Webdesigner wie Jason Santa Maria haben mit ihren indi­vi­du­ellen Blog-Artikeln ganz neue Maßstäbe gesetzt, und immer mehr krea­tive und expe­ri­men­tier­freu­dige Webdesigner folgen diesem Beispiel. Hier einige indi­vi­du­elle Artikel-Seiten der Trendsetter.

1.1. Jason Santa Maria

individuelle CSS Styles Blog-Artikel

1.2. Trent Walton

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1.3. I love typo­graphy

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1.4. Gregory Wood

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1.5. 72nd Ave.

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1.6. coldheat

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1.7. Danny Garcia

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1.8. Dustin Curtis

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1.9. Graphic Novelty

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1.10. Gregory Wood

individuelle CSS Styles Blog-Artikel

2. Möglichkeiten der Umsetzung in WordPress

2.1. Benutzerdefinierte Felder nutzen

Eine Möglichkeit indi­vi­du­elle CSS-Styles für deine Artikel zu inte­grieren, ist es ein benut­zer­de­fi­niertes Feld für das jewei­lige Style-Sheet in deinem Artikel anzulegen.

Lade dazu das zuvor off­line ange­legte Style-Sheet (postXY.css) für deinen indi­vi­du­ellen Artikel unter uploads auf deinen Server hoch. Jetzt legst du in deinem Artikel ein benut­zer­de­fi­niertes Feld mit dem Namen custom-style an, dem du den Wert der URL deines indi­vi­du­ellen Style-Sheets gibst.

Anschließend fügst du in deinem Header fol­genden Code-Schnipsel unter­halb deines Main Style-Sheets ein.

<?php $customcss = get_post_meta($post->ID, 'custom-style', true); ?> <?php if ($customcss != "") { ?> <link href="<?php echo $customcss ?>" rel="stylesheet" type="text/css" /> <?php } ?>

(Quelle des Codes: Webdesigner Wall)

2.2. Post-IDs nutzen

Auf seinem Blog »Diggging into WordPress« beschreibt Chris Coyier eine wei­tere prak­ti­sche Möglichkeit indi­vi­du­elle Artikel zu stylen. Füge dazu fol­genen Code in die functions.php Datei deines Themes ein.

function artStyle() {
    global $post;
    if (is_single()) {
        $currentID = $post->ID;
        $serverfilepath = TEMPLATEPATH.'/art-direction/style-'.$currentID.'.css';
        $publicfilepath = get_bloginfo('template_url');
        $publicfilepath .= '/art-direction/style-'.$currentID.'.css';
        if (file_exists($serverfilepath)) {
            echo "<link rel='stylesheet' type='text/css' href='$publicfilepath' media='screen' />"."\n";
        }
    }
}
add_action('wp_head', 'artStyle');

Lege dann den neuen Ordner art-direction in deinem WordPress-Theme Ordner an. Nachdem du deinen neuen indi­vi­du­ellen Artikel in WordPress ange­legt hast, fügst du das dazu­ge­hö­rige Style-Sheet mit dem Namen style-XY.css (XY steht für die Post-ID deines Artikels) in den Ordner art-direction ein. Das Custom Style-Sheet wird so auto­ma­tisch zuge­ordnet, sobald der Artikel mit der ent­spre­chenden ID auf­ge­rufen wird.

(Anleitung und Code von Digging into WordPress)

2.3. Das »Art Direction« WordPress-Plugin

Mit dem hilf­rei­chen Plugin »Art Direction« kannst du eben­falls ganz ein­fach Custom CSS-Styles für deine Artikel anlegen. Chris Coyier hat bei CSS Tricks ein aus­führ­li­ches Video-Screencast (41 Minuten) zur Nutzung des Plugins gemacht.

Allerdings weisst Chris in seinem Artikel »Custom CSS per Post« (siehe Umsetzung im Punkt 2.2.) darauf hin, dass das Plugin leider nicht zusammen mit einem Cache-Plugin für WordPress funk­tio­niert. Wenn du also ein Cache-Plugin auf deinem Blog ver­wen­dest, sind die ersten beiden Varianten die bes­seren Optionen für die Umsetzung deiner indi­vi­duell gestylten Artikel.

3. Über­le­gungen zu den Vor- und Nachteilen indi­vi­du­eller Artikel

  • Ein großer Vorteil des indi­vi­du­ellen Stylings ist, dass du beson­dere Artikel (z.B. kleine Serien oder Features) auch durch das Layout her­vor­heben kannst.
  • Außerdem kannst du besser auf die Bedürfnisse eines ein­zelnen Artikels ein­gehen. Vielleicht wäre es z.B. sinn­voll, in einem Artikel beson­ders große Bilder zu zeigen, oder spe­zi­elle Textpassagen zu betonen.
  • Ein wei­teres Plus ist, dass du die Aufmerksamkeit deiner Leser auf einen bestimmten Artikel lenken kannst. Der Leser ist nicht vom immer glei­chen Layout gelang­weilt, das indi­vi­du­elle Layout funk­tio­niert also quasi als »Wachrüttler«.
  • Meiner Meinung nach ist es jedoch sinn­voller, nicht jeden Artikel indi­vi­duell zu gestalten. Ansonsten nimmt man sich den Effekt eines indi­vi­du­ellen Artikel-Layouts selbst wieder weg. Auch in Print-Magazinen wird schließ­lich nicht jeder Artikel mit glei­cher Priorität behan­delt, son­dern vor allem der Magazin-Aufhänger durch ein ent­spre­chendes Layout beson­ders hervorgehoben.
  • Ein rie­siger Nachteil ist natür­lich der Zeitfaktor für ein indi­vi­du­elles CSS-Stylesheet. Schließlich kann man im Web nicht ein­fach wie in einem Layout-Programm für Druckmedien die Elemente hin und her schieben. Diese wich­tige Aspekt ist auch ein Argument dafür nicht jeden Artikel indi­vi­duell zu gestalten, son­dern nur ganz spe­zi­elle Posts.
  • Ein anderes Argument gegen das Custom CSS Styling könnte auch sein, dass man als Leser durch die unter­schied­liche Optik ver­wirrt ist und sich nur schwer auf dem Blog zurecht­findet. Ich denke die Kunst bei indi­vi­du­ellen Artikel-Styles liegt darin, eine den Artikel-Inhalt beto­nende Gestaltung zu finden, und trotzdem im Design-Stil des Blogs zu bleiben. Dabei hilft es sehr, sich auch von Print-Magazinen inspi­rieren zu lassen, die diese Herausforderung ja oft kreativ meistern.

4. Weitere Inspirationen und Lesestoff zum Thema

Der Smashing Magazine Artikel »Death of the Blog Post« (eben­falls in einem indi­vi­du­ellem Post-Styling umge­setzt) bietet jede Menge inter­es­sante Anregungen zum Thema.

Christian Mücke von coldheat hat eine span­nende Sammlung indi­vi­du­eller Blog-Artikel von 28 ver­schie­denen Webdesignern ange­legt. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, kannst du dir auch den RSS-Feed zur Sammlung abonnieren.

Auch der Artikel »Unique Blog Posts und WordPress Tips« bei WebdesignerWall zeigt etliche schöne Beispiele, sowie eine Besschreibung der Umsetzung von Custom Posts in WordPress.

Welche Gedanken hast du dir bereits zum Thema indi­vi­du­eller Artikel im Webdesign gemacht? Kennst du wei­tere, inno­va­tive Beispiele für Blogs mit indi­vi­du­ellen Artikeln? Über deine Einschätzung und deine Tipps freue ich mich sehr!

9 Kommentare

    • Ellen

      Hallo Nick,

      vielen Dank für deinen Kommentar :-) Ja, wir sind auch gerade dabei eine kleine Artikel-Serie mit Custom Styles vor­zu­be­reiten. Ich glaube (hoffe) wenn man nur manche Artikel extra stylt, ist es gar­nicht all zu viel Arbeit :-)

      Viele Grüße
      Ellen

  1. Stephan

    Sehr inter­es­santer Ansatz, aber heißt das nicht, dass ich eigent­lich »nur« mit den Elementen des beste­henden Artikeltemplates arbeiten kann? Also quasi die vor­handen Elemente her­um­schiebe und optisch anders style, aber keine neuen Dinge in die Seite bringen kann.

    Oder fehlt mir da jetzt ein­fach die Fantasie für das Mögliche?

    • Ellen

      Hallo Stephan,

      vielen herz­li­chen Dank für deinen Kommentar :-) Ja, das Custom Styling ist eigent­lich nur für ein anderes Layout geeignet. Man könnte even­tuell noch die CSS-Funktion dis­play: none; nutzen, um ein­zelne Elemente des Artikels nicht mit anzuzeigen.

      Ansonsten könn­test du natür­lich auch Custom SinglePost-Templates ein­richten (z.B. für immer wie­der­keh­rende eine Artikel-Reihe oder Kategorie).

      Viele Grüße
      Ellen

  2. tina

    uhi, das hört sich sehr inter­es­sant an - viel­leicht kann ich das ja auch irgend­wann mal aus­pro­bieren. Hach, es gibt noch viel zu lernen ;-) liebe Grüße

    • Ellen

      Hallo Tina,

      vielen Dank für dein Feedback. Ja, mit diesem neuen Ansatz an die Blog-Artikel Funktion kann man wirk­lich so einiges raus­holen. Die tollen Beispiele zeigen das ja auch wunderschön :-)

      Ich finde es übri­gens klasse, dass du Spass daran hast, immer wieder Neues zu lernen und für dich zu entdecken :-)

      Liebe Grüße in den Norden,
      Ellen

    • Ellen

      @Horst: Vielen Dank für deinen Kommentar und die hilf­rei­chen Link-Tipps :-) Ich habe mich in letzter Zeit auch mehr mit dem Thema aus­ein­an­der­ge­setzt, WordPress für bestimmte Kategorien oder Bereiche indi­vi­duell zu gestalten. Ich finde deine Tipps daher sehr hilfreich :-)

      Für eine neue Comic-Serie auf dem Elmastudio-Blog die indi­vi­du­elle Post-ID genutzt, um ein extra Style-Sheet zu laden (wie auch in Frank Bültges Artikel beschrieben). Das funk­tio­niert echt super, und ist eigent­lich gar nicht so zeitaufwendig :-)

      Viele Grüße
      Ellen

  3. Tamer

    Denke nun auch seit einigen Tagen drüber nach auch einige TOP-Beiträge, indi­vi­duell zu gestalten. Wie du so schön sagst als »Wachrüttler« und als wirk­lich Interesed-Artikel hervorzuheben.

    Die Infos sind wirklch gut hier und dienen mir gut als Ausgangspunkt, beson­ders die Pro & Kontra Überlegung.

    Wird voll viel Programmier arbeit wieder auf mich zukommen um das umzusetzen.

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