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Einen WordPress-Blog umziehen (Teil 1): So funktioniert’s

Es kann vorkommen, dass du bestehende WordPress-Inhalte auf eine neue Domain umziehen möchtest (z.B. wenn du von WordPress.com auf eine selbst-gehostete WordPress-Seite wechselst). Dazu gibt es bei WordPress glücklicherweise schon eine integrierte Export- und Import-Funktion, mit der du den Umzug deiner Inhalte problemlos erledigen kannst.

1. Das Exportieren der Daten

Im ersten Schritt musst du alle Inhalte deines Blogs in einer unabhängigen Datei exportieren. Zu diesen Inhalten gehören Artikel, Seiten, Kommentare, Fotos und andere Medien, sowie Daten aus Plugins (z.B. eines Shoppingcart- oder Formular-Plugins). Die in WordPress standardmäßig integrierte Export-Funktion findest du im Adminbereich unter Werkzeuge / Daten exportieren.

WordPress Daten exportieren

WordPress-Daten exportieren unter Werkzeuge / Daten exportieren.

Du kannst bei deinem Export auch auswählen, ob du alle Inhalte, nur deine Artikel oder nur Seiten exportieren möchtest. Weiter kannst du bei Artikeln bestimmen, ob nur die Artikel eines bestimmten Autors, einer bestimmten Kategorie, in einem bestimmten Zeitraum oder mit einem bestimmten Status (veröffentlicht, Entwurf, geplant etc.) exportieren werden sollen.

WordPress Artikel exportieren

Optionen beim Exportieren von Artikeln.

Bei den Seiten kannst du ebenfalls festlegen, ob nur Seiten eines bestimmten Autors, in einem bestimmten Zeitraum oder mit einem bestimmten Status exportiert werden sollen. Hast du alle Einstellungen vorgenommen, kannst du auf “Export-Datei herunterladen” klicken. Deine Export-Datei wird dann lokal auf deinem Computer gespeichert.

Die Export xml-Datei

Die Download-Datei ist eine xml-Datei. Im nächsten Schritt musst du jetzt diese Datei in deinen neue WordPress-Seite importieren.

2. Die Export-Datei importieren

Auf deiner neuen WordPress-Installation (z.B. auf deiner eigenen Domain, statt auf einer WordPress.com Domain) kannst du jetzt über die Option Werkzeuge / Daten importieren deine zuvor gesicherten Daten importieren.

WordPress Importieren-Funktion

Die Importieren-Funktion von WordPress.

Standardmäßig sind die Import-Optionen nur vorbereitet und noch nicht installiert. Erst wenn du auf einen der Dienste (in diesem Beispiel also auf WordPress) klickst, kannst du das jeweilige Importer-Plugin installieren und anschließend den Import starten und deine Export-Datei hochladen.

WordPress Daten importieren

Die Datei für dein Daten-Import auswählen.

WordPress Daten importieren

Optionen beim Importieren von Daten in WordPress.

Nach dem Hochladen der Datei wirst du meist noch in einer weiteren Option gefragt, welchem Nutzer der neuen Seite die Artikel und Seiten zugeordnet werden sollen. Außerdem hast du hier auch noch die Option, über “Import Attachments” alle Medien (Fotos, Sound, Videos…) auf deine neue Seite zu importieren.

Je nach Daten-Menge kann der Import eine Weile dauern, du solltest in diesem Moment also auf keinen Fall dein Browserfenster schließen oder den Import abbrechen. Nach dem erfolgreichen Import sind deine Blog-Daten auf deiner neuen Seite sichtbar und du kannst z.B. auf einer eigenen Domain deinen Blog wie gewohnt weiterführen.

Wenn du eine Fehlermeldung erhältst!

Beim Importieren kann es vorkommen, dass du eine Fehlermeldung ähnlich wie “Fatal error: Allowed memory size of 8388608 bytes exhausted” erhältst. Das bedeutet, dass du nicht genügend PHP Memory Limit zur Verfügung hast, um den Import durchzuführen. In diesem Fall ist es am besten, deinen Hosting-Anbieter zu kontaktieren, das Problem zu schildern und zu Fragen, ob man das PHP Memory Limit erhöhen kann (eventuell auch nur kurzfristig für den Zeitraum des Imports).

Blog-Inhalte von einem anderen Blog-System auf WordPress umziehen

Die Export / Import Funktion kannst du übrigens nicht nur allein bei WordPress-Blogs nutzen, auch Inhalte von Tumblr, Blogger, Movable Type und Typepad können exportiert und in WordPress importiert werden. Die entsprechenden Importer kannst du ebenfalls unter Werkzeuge / Daten importieren installieren. Im WordPress-Codex findest du weitere Infos zum Import von Daten aus unterschiedlichsten Blog-Systemen.

Deine Tipps für den WordPress-Umzug?

Hast du weitere Tipps und Erfahrungen zum Export und Import von WordPress-Daten? Auf was muss man beim Umzug deiner Meinung nach besonders achten und was könnte schief gehen? Über deine Tipps und Erfahrungswerte freue ich mich sehr!

Weiter zum 2. Teil der Artikel-Seite “Eine WordPress-Webseite umziehen”

40 Kommentare

  1. Hallo. Ich würde diese einfache Art, des Umzugs, nur jemanden empfehlen, wenn man keine Mediadateien übertragen will.
    Spätestens bei den Mediadateien mit der Option “Import Attachments” gibt es leider sehr sehr oft Probleme und dass schon bei wenigen Mediadateien.

    Wenn dann noch jemand den falschen Hoster hat, wie 1und1, dann kann derjenige auch nicht gleich auf eine Antwort, geschweige einer Lösung seitens des Hosters, hoffen.
    Das Umziehen einer Website würde ich auch immer von erfahrenen Leuten machen lassen, wenn dann nämlich Inhalte weg sind, ist es schade um die darin investierte Zeit. Und Umzugsfehler reparieren kann im Worst-Case mehr Zeit bzw. auch Geld kosten.

    Unter “Einen WordPress-Blog umziehen: ” verstehe ich ich im Übrigen auch, dass Plugins und Themes mit übertragen werden. Gruß

  2. Hi,
    der Umzug per export/import-Funktion ist auch deshalb nur bedingt tauglich weil die Custom Taxonomies nicht mit umziehen, soweit ich weiss.
    Meiner Meinung sollte man deshalb einen Umzug per Datenbank veranstalten. Da hast du doch eh schon einen Artikel zu geschrieben. Sollten man das nicht besser auch gegenseitig verlinken, dann kann jeder wählen?! ;)

  3. Diese Variante funktioniert schnell und einfach.
    Doch bei mir kommt es öfter vor, dass meine WordPress Seiten etwas komplexer sind.
    Plugins, Custom Post Types etc.. Natürlich würde es auch mit dieser Variante funktionieren, allerdings möchte ich gerade bei Größeren Seiten so viel Zeit wie möglich sparen.

    Deshalb lautet meine Methode:
    Komplette Website speichern und zippen.
    MySQL Datenbank exportieren.

    Auf dem neuen Server dann die exportierte Datenbank importieren.
    Alte Url’s suchen und ersetzen.
    Zip uploaden und entippen (entweder via SSH oder falls verfügbar über WebFTP.

    Das klingt jetzt etwas kompliziert, ist es aber gar nicht, wenn alles nach der Übersiedelung 1:1 gleich bleiben soll, ist dies meiner Meinung nach der beste Weg.

    Und wird wahrscheinlich bei WordPress.com nicht funktionieren.

    Trotzdem sehr guter Beitrag, gerade kleine Übersiedelungen gelingen damit schnell und einfach :-)

  4. Das mit dem Umziehen ist schon ganz OK. Was mich aber mehr interessieren würde ist die Möglichkeit einen Blog zu Klonen. Das heißt, einfach einen einmal erstellten Blog auf einfachste Weise auf eine x-beliebige Domain zu Klonen. Das wird immer dann gefragt, wenn man Partnerwebseiten für seine Vereinsmitglieder bzw. Vertriebspartner oder ähnliches erstellen möchte.
    Kennt dafür jemand ein Tool für WordPress?

  5. Ron

    Hallo Ellen,

    wenn es eine 1:1 Kopie geben soll, sowohl was Frontend als auch Backend angeht, dann gibt es für mich eigentlich nur eine Lösung.

    Ich erstelle einen aktuellen Dump der Datenbank und zippe den Upload-, Plugin-,Theme-Ordner und alle sonstigen manuell erstellen Ordner. Dann installiere ich auf dem neuen Webspace ein frisches WordPress. Spiele die Datenbank ein und entpacke die Ordner auf’m Webspace.

    Das wars. Klingt vielleicht erstmal etwas umständlich, ist es aber gar nicht, wenn man es mal gemacht hat. Und so habe ich auch die Gewissheit, das alles mitkommt, was soll :)

  6. @alle: Vielen Dank für euer Feedback! Ich werde auf jeden Fall noch einen follow-up Artikel zum Thema vorbereiten, um dann noch einmal auf das direkte Exportieren der Datenbank einzugehen. Viele Grüße, Ellen

  7. Hallo Ellen,
    So habe ich auch schon einige Blogumzüge gemacht. Von WordPress.com zu einer selbstgehosteten Domain hast Du ja gar keine andere Chance. Auch von Blogger habe ich so schon Blogs umgezogen. Da jedoch habe ich Probleme mit den Autoren gehabt, die ich nicht mehr einzeln zuweisen konnte. Wenn da mal einer einen Tip für mich hat?

    Wenn es irgendwie geht mache ich auch lieber einen DB-Dump… das ist sauberer. Habe auch nie Probleme mit anderen Hostern gehabt.

    @bernd wenn ich ein Blog klonen will mache ich das auch mit einem Dump. Das ist doch am Schnellsten.

    Ich habe auch einen Ordner mit einer aktuellen Version von WordPress mit meinen Lieblingsplugins und einem fertigen Template dass ich nur per CSS anpassen muss. Das schiebe ich nur auf den Server und lege dann die Datenbank an. Das erleichtert ebenfalls die Arbeit.

  8. @andreas, also ich hab das Umziehen bisher immer noch von Hand gemacht. Ist immer viel Arbeit, daher werde ich Deinen Plugin-Vorschlag mal näher unter die Lupe nehmen, ggf. testen und in meiner Website WordPress Trainer als Plugin der Woche vorstellen.

    Danke auf jeden Fall für die Empfehlung!

    Internette Grüße aus Köln
    Horst

  9. Pingback: Eine WordPress-Webseite umziehen (Teil 2): Gleiche Domain aber neuer Hosting-Anbieter | Elmastudio

  10. mrib

    Hi Ellen,
    habe nach deiner Anleitung versucht eine xml datei zu importieren und bekomme folgende Fehlermeldung:

    Sorry, there has been an error.
    This does not appear to be a WXR file, missing/invalid WXR version number

    Weis jemand wo hier das Problem ist?

    Danke & Grüße
    Manu

  11. Pingback: Links der Woche – KW39-12: Viele WordPress-Links, Geldverdienen, Flattr und Taskmanagement-Tools › Hubert Mayer

  12. Manuel

    Wollte den Umzug auch mal mit Hilfe der Exportfunktion testen, hat aber nicht wie gehofft funktioniert. Bin bei meinem alten Weg über FTP Daten kopieren und Datenbank kopieren geblieben. Mit meinem neuen Lieblings-SQL-Befehl geht das sogar recht gut: UPDATE wp_options SET option_value =
    replace(option_value, ‘localhost’, ‘domain.com’);
    Damit geht es recht fix auch die URL zu ändern.

    Nur was mir gerade aufgefallen ist: Bei dem Theme Twenty Eleven gehen danach die Headergrafiken nicht mehr. Dort steht immer noch localhost im Pfad. Kann mir da jemand weiterhlefen? Vielen Dank.

  13. Danke für die Tipps zur Import/Export-Funktion.
    Ich nutze meistens doch lieber den “manuellen” Weg wie Patrick Zach bereits geschrieben hat. Wenn man auf dem neuen Webhosting/Server-Paket einen SSH-Zugang hat, dann spart das auf jeden Fall viel Zeit meiner Meinung nach.

  14. Hallo,
    ich habe einen Umzug von wordpress.com zur selbstgehosteten Domain auch einmal durchgeführt. Schön nach Anleitung über die Exportfunktion. Schließlich komme ich ja sonst mit WordPress auch selbst ganz gut klar. Klappte zwar alles ganz ordentlich und dauerte natürlich eine Weile durch diese Methode “Learning by doing”. Und hinterher habe ich ewig gebraucht, um die Bilder wieder richtig zu integrieren, die partout nicht rüberzukriegen waren. Jetzt beim Umzug eines zweiten Blogs bin ich schlauer und gebe die Sache in die Hände eines Profis. Wenn alles fein ordentlich drüben ist, kann ich wieder selbst weitermachen. Das schont meine Zeit und die Nerven. Ich schreibe in der Zeit lieber ein paar neue Artikel. Schuster, bleib bei deinen Leisten :-)

  15. Pingback: Auch wenn es noch nicht so auffällt, langsam tut sich hier wieder was. | Trial and Error

  16. Pingback: Alles was wichtig und unwichtig ist …und darüber hinaus… | Dies und Das

  17. Pingback: Wordpress Platzhalter Texte und Bilder - Fertige Export-Datei

  18. Ich bin gerade auf der Suche nach einem guten Weiterleitungs-Plugin. Das Thema könnte ich nämlich noch ergänzen: Sofern die Möglichkeit besteht, würde ich die alte Domain per htaccess (oder Plugin) auf die neue Domain umleiten, sofern die alte Domain Suchergebnisse vorweisen konnte.

    Ein passendes Plugin habe ich nicht gefunden, daher verändere ich die htaccess nun von Hand, damit die Weiterleitung funktioniert.

    Viele Grüße,
    Christoph

    • Meiner Meinung nach ist es *ohnehin* besser (weil schneller), per .htaccess umzuleiten. Was ich aber in deinem Fall, Christoph, nicht verstehe: Wie soll dir denn ein “Weiterleitungsplugin” helfen? Du mappst die alte Domain auf den neuen Server, änderst die URL (und ggfls. die Permalinkstruktur) mittels .htaccess… und bist supersauber auf der neuen Domain.

  19. Pingback: Mit Wordpress auf einen neuen Server umziehen, erster Teil | virtual-commerce.de

  20. Anette

    Hallo Ellen,
    danke für die tollen Beiträge… leider hab ich noch Probleme mit ALLEM :-)
    Habe ein Backup eingestellt, dieses wird als SQL gesichert (bzw. nach dem Entpacken ist es eine SQL) und leider kommt immer eine Fehlermeldung, wenn ich es installieren will.
    Nach einem Update waren meine THEMES total anders und durcheinander und dachte mir: “cool, wofür hab ich denn ein Backup…
    Wars das schon mit meinen neuen Erfahrungen?
    Meine Seite besteht eher aus Inhalt – weniger aus Beiträgen… also viele Bilder etc.
    Danke vorab für eine Antwort

  21. Warum nicht einfach die komplette Seite per FTP herunterladen, Datenbank exportieren und beides beim neuen Anbieter wieder hochladen bzw. importieren? Wenn die Domain gleich bleibt ist es schneller und weniger anfällig für Fehler.
    Liebe Grüße Carmen

  22. Hallo,
    kann auch das Duplicator-Plugin empfehlen!
    War sehr leicht ein Backup zu erstellen und alles ging relativ schnell.
    Einfach 2 Dateien uploaden und dem Installationswizard folgen. Und alles funktioniert!

    Besten Dank!
    Ed

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