Hilfreiche Tipps und Tools für die Zusammenarbeit von Webdesignern und Kunden

Tipps und Tools fuer Webdesigner

Um die Zusammenarbeit mit deinen Kunden zu opti­mieren, und als Ergebnis eines Projektes glück­liche Kunden und zufrie­dene Webdesigner zu erhalten, gibt es jede Menge prak­ti­sche Tipps und Online-Tools. So kannst du z.B. Online-Slideshows für die Präsentation deiner Arbeiten nutzen, prak­ti­sche Zeit Management Tools für deine Projektverwaltung ein­setzen, und mit deinen Kunden Texte und Grafiken über Online-Tools wie Google-Dokuments teilen. Hier eine kleine Zusammenstellung der wert­vollsten Tipps und Tools.

1. Der Kunden-Fragebogen

Einen Kunden-Fragebogen, auf dem dein Kunde einige grund­le­gende Angaben zum Projekt erläu­tert, und du ein paar wich­tige Fragen vorab stellst ist Gold wert, um z.B. ein Angebot vor­be­reiten zu können, und um wäh­rend des Design-Prozesses die Vorstellungen deines Kunden besser einzuschätzen.

Webdesigner Tipps und Tools

Natürlich solltest du keine ewig lange Befragung daraus werden lassen, und deinen Kunden so überfordern. Doch 10-15 Fragen können je nach Art des Projektes durchaus hilfreich sein.

Fragen könnten z.B. sein

  • Wie beschreiben Sie Ihre Firma bzw. Ihre Angebot?
  • Warum ist Ihrer Meinung nach eine neue Webseite (ein neues Logo etc.) notwendig?
  • Welche Attribute wollen Sie mit der neuen Webseite vermitteln (z.B. Modernität, Professionalität, Frische)
  • Welche Zielgruppe wollen Sie mit der Webseite ansprechen?
  • Wer sind Ihre Mitbewerber?
  • Wie viele Seiten soll Ihre Webseite ungefähr haben (mit Angabe von Beispielzahlen)?
  • Möchten Sie an Ihre Webseite später selbst Inhalte einfügen und Aktualisierungen vornehmen?
  • Gibt es eine bestimmte Farbigkeit, eine Firmen-CI oder ein Logo oder Bilder, die auf der Webseite integriert werden sollen?
  • Gibt es ein bestimmten Zeitrahmen, in der das Projekt abgeschlossen werden soll?

Diese Liste ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt an möglichen Fragen. Am besten stellst du für dich wichtige Fragen auf einem vorbereiteten Text-Dokument zusammen, und variierst diesen Fragebogen dann je nach Projektanfrage leicht.

Interessante Tipps und Beispielfragen findest du auch in folgenden Artikeln »Web Design Client Questionaire« bei Freelance Switch und »Comprehensive Web Design Checklist« bei Vision 4 Dezign.

2. Jede Menge Online-Tools für dein Projekt-Management

Während des Projekt-Verlaufs kann es immer wieder vorkommen, dass to-do Listen, Texte, Notizen und Skizzen erstellt und besprochen werden müssen. Um nicht ständig Emails zwischen dir, deinem Kunden und eventuellen Mitarbeitern des Projekts hin und her schicken zu müssen, kannst du praktische Online-Tools verwenden.

Für Texte und Tabellen eignet sich die Online-Tools von Google-Dokuments besonders gut. So kannst du gleichzeitig mit deinem Kunden an einem Online-Dokument arbeiten, und Projekt-Details besprechen.

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Tabellen mit Google Spreadsheets anlegen und online teilen.

Für to-do Listen, Aufgaben-Verwaltung und Projekt-Planung kannst du die hilf­rei­chen Online-Tools tood­ledo oder Remember The Milk verwenden.

Willst du schnell eine Skizze (z.B. eine Sitemap oder Diagramme) für ein neues Webseiten-Projekt erstellen, kannst du dir ein Account bei Cacoo ein­richten und deine Skizzen auf diese Art prak­tisch mit deinem Kunden teilen.

3. Größere Datenmengen austauschen

Oft müssen wäh­rend eines Webseiten-Projektes auch mal grö­ßere Datenmengen (z.B. Materialfotos) von deinem Kunden an dich ver­schickt werden. Für diesen Zweck kannst du z.B. beim Online Filesharing-Tool Drop.io ein extra Projekt-Account mit eigener Drop.io URL ein­richten. So kannst du schnell grö­ßere Datenmengen (bis 100MB kos­tenlos) mit deinem Kunden teilen und die Daten bequem online verwalten.

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Bei Drop.io kannst du sogar eine eigene Sub-URL für dein Projekt einrichten.

4. Mockup Online-Tools

Zu Beginn eines neuen Webseiten-Projekts ist es sehr sinn­voll Mockups (Seiten- und Layout-Skizzen) anzu­legen und diese mit deinem Kunden gemeinsam zu bespre­chen. So bekommt dein Kunde ein Über­blick, wie die Webseiten-Elemente auf der Webseite ange­ordnet werden sollen, und even­tu­elle Ände­rungen am Layout können so meist bereits in dieser Projekt-Phase bespro­chen werden.

Ein prak­ti­sches Tool zum erstellen und online teilen von Mockups ist MockingBird.

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Im Tutorial »Eine neue Webseite ent­steht Teil 2« habe ich Schritt für Schritt erklärt, wie du bei der Erstellung eines Mockups mit Mockingbird vor­gehen kannst. Eine Liste wei­terer Mockup-Tools fin­dest du außerdem im Artikel »Layout-, Raster- und Mockup-Tools und Ressourcen für Webdesigner«.

5. Präsentationen online erstellen

Möchtest du eine kleine Präsentation (z.B. deiner ersten Projekt-Ideen wie Farbwelten, Inspirationen und Imageboards) für deinen Kunden vor­be­reiten, kannst du deinem Kunden mit Slideshare auch prak­tisch online prä­sen­tieren. Bei Slideshare kannst du dir ein kos­ten­loses Account ein­richten, und sogar Text-Dokumente und Videos in deine Präsentation integrieren.

6. Testblog für WordPress

Erarbeitest du eine WordPress-Seite für einen Kunden (der bereits eine beste­hende Webseite online gestellt hat) ist es sehr hilf­reich, einen WordPress Test-Blog auf einer Subdomain ein­zu­richten. So kannst du auch schnell online mit deinem Kunden eine Funktion des Themes prä­sen­tieren oder ein spe­zi­elles Plugin für das neue Theme testen.

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Ich nutze unseren Test-Blog gerne um Themes und neue Plugins gleich online zu testen.

7. Video-Erklärungen mit prak­ti­schen Screencast-Tools

Wie ich ja bereits im Artikel »Tipps für Kunden-Projekte: WordPress-Funktionen in kurzen Screencasts erklären« vor­ge­stellt habe, ist das Aufnehmen von kleinen Video-Screencasts eine tolle Möglichkeit, deinem Kunden spe­zi­elle Funktionen eines Content Management Systems oder Plugins zu erklären.

Das Aufzeichnen von Videos mit Screenr oder Screentoaster ist unkom­pli­ziert, du kannst das Video online wei­ter­leiten, und dein Kunde fühlt sich so optimal von dir betreut. Außerdem kann er sich das Screencast bei Gelegenheit auch immer wieder anschauen.

8. Zeit Management Tools

Wie war das doch gleich…Zeit ist das wich­tigste Gut eines Freelancers? Mit prak­ti­schen Zeit Management Tools wie Toggl oder Slimtimer hast du die Zeit-Einteilung deiner Projekte immer fest im Griff.

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Mit den Tools kannst du dir deine Projekte und Aufgaben ein­richten und eine kleine Stopuhr auf deinem Computer, Laptop oder Smartphone mit­laufen lassen, wenn immer du gerade an einer Aufgabe arbei­test. Im Tool kannst du dann deine Zeit-Statistik aus­werten und zusammen rechnen. Definitiv ein »Must-Have« für alle Aufgaben, die du stünd­lich abrech­nest! Auf Toogl kannst du sogar direkt über dein Google-Konto zugreifen und musst kein extra Konto mehr erstellen.

Wie haben dir diese Tipps und Tools für die ver­bes­serte Zusammenarbeit mit Kunden gefallen? Hast du selbst bereits Erfahrungen mit dem ein oder anderen Tool gemacht, oder kennst du wei­tere prak­ti­sche Programme, Online-Tools und Tipps für die Zusammenarbeit zwi­schen Kunden und Designern?

Über dein Feedback und deine Tipps freue ich mich sehr!

12 Kommentare

  1. Daniel

    Sehr schöner Artikel. Ich wünschte ich könnte so schreiben. Naja egal. Auch wir, die Entwickler von ContentLion (OS CMS). arbeiten gerne mit sol­chen Online-Plattformen zum ver­netzten Arbeiten. Besuche uns doch mal auf GoogleCode.: http://code.google.com/p/contentlion/
    Was wir auch gemacht haben ist zum Beispiel eine Liveenticklungssession. Das wäre auch was für eine Möglichkeit sozu­sagen am lebenden Objekt und zusammen mit dem Kunden Ände­rungen zu bespre­chen. Der Kunde sieht sozu­sagen was der Entwickler macht und kann sofort seine Meinung dazu sagen. Als Beispiel für solch ein Toll könnte ich jetzt TeamViewer nennen. Bis Demnächst

    MfG
    Daniel

    • Ellen

      Hallo Daniel,

      vielen Dank für dein tolles Feedback zum Artikel. Es freut mich sehr, dass dir der Beitrag und der Stil gefällt :-) Euer CMS ContentLion kannte ich bisher noch nicht. Es hört sich ja wirk­lich sehr span­nend an, was ihr da macht. Und das meh­rere Leute gleich­zeitig an einem Projekt ent­wi­ckeln und arbeiten können, ist natür­lich genial. TeamViewer werde ich mir unbe­dingt auch einmal anschauen. Vielen Dank für diese tollen Tipps :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

    • Ellen

      Hallo Robin,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass du die vor­ge­stellten Tools auch nütz­lich fin­dest. Ich finde, sie helfen einem wirk­lich sehr bei der Zusammenarbeit mit Kunden und anderen Freelancern :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

  2. Walter

    Sehr prak­ti­sche Zusammenstellung!

    Wir haben in Projekten gute Erfahrungen gemacht mit den Online-Tools Confluence Wiki für die Projektdokumentation, Balsamiq für das Skizzieren von Wireframes, Gliffy für Diagramme, Google Docs für das Pflegen von Listen (z.B. Test-Cases), Jira für Bug-Tracking.

    Im Projektverlauf wurden die Tools in obiger Reihenfolge am inten­sivsten genutzt.

    • Ellen

      Hallo Walter,

      vielen herz­li­chen Dank für dein Feedback und deine hilf­rei­chen Tipps zu wei­teren prak­ti­schen Online-Tools :-) Einige der Tools kenne ich noch nicht, und möchte sie mir unbe­dingt mal bei Gelegenheit genauer anschauen.

      Viele Grüße,
      Ellen

  3. Daniel

    Hi,

    bzgl. Trackingtools: Ich bin von Toggl auf Paymo umge­stiegen und habe es noch in keiner Sekunde bereut. Der Desktopclient ist ein­fach um einiges besser! ;)

    • Ellen

      Hallo Daniel,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Tipps zu Paymo. Das muss ich mir auch unbe­dingt mal anschauen :-) Bei Toggl finde ich so prak­tisch, dass es gleich über das Google-Konto läuft, ohne extra Anmeldung und so…

      Viele Grüße,
      Ellen

  4. Reinhold

    Hallo Ellen,
    was Du hier beschreibst, ist auch für Projekte in anderen Arbeitsfeldern hilf­reich.
    Schöne Grüße
    Reinhold

    • Ellen

      Hallo Reinhold,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass du die Tipps und Tools hilf­reich fin­dest. Das stimmt natür­lich, viele der Tools können für ganz unter­schied­liche Arbeitsbereiche genutzt werden :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

    • Ellen

      Hallo Daniela,

      vielen Dank für dein Feedback, das freut mich sehr, dass du die Tipps hilf­reich findest :-)

      Viele Grüße,
      Ellen

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