The »no plan« Plan

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In letzter Zeit habe ich mir viele Gedanken dar­über gemacht, was ich aus meinem Leben machen will. Welcher Weg der rich­tige für mich ist. Doch gibt es gibt über­haupt einen rich­tigen Weg? Manchmal muss man wohl ein­fach eine Richtung ein­schlagen, und schauen was dann pas­siert. Eine ziem­lich ernüch­ternde Erkenntnis für mich, da ich doch immer ver­suche, alles per­fekt zu planen.
Mir fällt dazu eine Geschichte ein:

Ich erin­nere mich noch gut an Manuel und meine erste Rucksack-Reise nach Südostasien. Natürlich war ich per­fekt aus­ge­stattet. Und vor lauter Vorfreude, hatte ich den Reiseführer auch schon halb aus­wendig gelernt. Unsere Reiseroute war von vorne bis hinten durch organisiert.

Natürlich hatten wir viel Spaß. Doch im chao­ti­schen Thailand ist es ziem­lich anstren­gend, stets auf der Suche nach der schönsten Unterkunft oder dem per­fekten Strand zu sein, Tickets für die Weiterreise zu buchen und diverse Internetforen nach Tipps zu durchforsten.

Ehrlich gesagt, ich war ziem­lich im Stress!

Zum Glück hat Manuel mich gerettet. Er hat mir meinen sorg­fältig mit Post-its mar­kierten Thailand-Reiseführer aus der Hand genommen und ganz ent­spannt gesagt: »Lass uns doch nach Sri Lanka fliegen.«

In meinem Kopf rat­terte es: »Aber das war doch gar nicht geplant. Wir sind nicht vor­be­reitet. Das geht doch nicht. Ich habe doch gar keinen Sri-Lanka-Reiseführer.«

Ich war verwirrt.

Noch am glei­chen Tag hatten wir einen Flug gebucht. Und am nächsten Morgen ging’s schon los. Wir hatten eine beein­dru­ckende, Reiseführer-freie und ent­spannte Zeit in diesem fas­zi­nie­rendem Land.
Ganz ohne per­fekten Plan.

Manchmal ent­wi­ckelt sich der »rich­tige« Weg eben ein­fach, indem man mal los geht. Und den vorher sorg­fältig zurecht gelegten Plan, braucht man dann auf einmal gar nicht mehr.

Wenn du dir auch über­legst, wel­chen Weg du ein­schlagen willst, und was dich wirk­lich glück­lich macht:
Über­lege nicht zu lange. Suche nicht nach dem per­fekten Plan. Geh ein­fach mal los, und genieße den Augenblick.

Denn es kommt sowieso immer alles anders.

Ellen in Sri Lanka

Ich in Mirissa, Sri Lanka, 2002

Wenn du ähnliche Erlebnisse hat­test, und deine Geschichte und deine Gedanken teilen willst, schreib doch ein­fach unten einen Kommentar!

8 Kommentare

  1. Surya Ma

    Liebes Elmastudio,
    das ist eine ganz wahre und weise Geschichte. Und ich finde es schön, dass Ihr sie teilt! Man liest immer wieder, dass man prä­sent sein soll und ist es doch oft so wenig! Ihr habt ganz recht, das Leben auf diese Weise zu beschreiten. Ich glaube auch, dass man das Wesentliche gar nicht mehr richtig erkennen kann, wenn man zu sehr an der Vergangenheit oder der Zukunft fest­hält! Herzliche Grüße!

  2. Margot

    Ja Ellen,
    Du hast recht, es kommt immer ganz anders als man es sich vor­ge­stellt hat. Das heißt nicht, daß es schlechter sein muß. Nur eben anders. Ich habe das selbst auch schon erlebt. Wenn man sich öffnet und unvor­ein­ge­nommen mit der neuen Situation umgeht,wird man zumin­dest um eine Erfahrung rei­cher. Junge Leute sollen ruhig etwas mutig sein und an ihre Fähigkeiten glauben.
    Viel Glück wei­terhin.
    Ps. Das Foto löst Fernweh in mir aus. Aber es ist wunderschön.

  3. Ellen

    Liebe Sury Ma und liebe Margot,
    Vielen Dank für euer posi­tives Feedback. Ich freue mich, dass euch meine Geschichte gefallen hat.

  4. r.th.

    Liebe Ellen,
    ja, genau: das Leben lässt sich nicht desi­gnen. Man muss es leben und sich auf die ganze Fülle ein­lassen.
    Weiter so und liebe Grüße
    Reinhold

  5. Paramesvara

    Die Mischung aus Plan und Chaos ist das, was dem Leben die rich­tige Würze gibt. Wenn man sich nur treiben lässt, wir alles etwas beliebig. Wenn man aber plant, etwas zu errei­chen, kann man aber Erfolg und Scheitern erleben. Beides macht das Leben zu einer rei­chen Erfahrung. Es ist schön, einen Plan zu haben, denn erst dadurch offen­bart sich, dass sich das Leben im Grunde nicht planen lässt oder dass man beim nächsten Mal alles anders macht.

  6. TB troll

    Spontan sein und sich treiben lassen - das habe ich durch euch gelernt ;-) Ihr habt mich nach euren eigenen, ersten Selbstversuchen in Thailand 2005 daran teil­haben lassen - und mein Weg hat mich inzwi­schen von Asien in den Norden nach Island geführt. Und nach hef­tigem Tanz auf dem Vulkan und etli­chen Kämpfchen zwi­schen Elfen und Trollen im ver­gan­genen Sommer wäh­rend meh­rerer Monate auf der Insel habe ich mich weiter treiben und über­ra­schen lassen und geschaut was pas­siert. Bis dato ist meine erste Island-Fotoausstellung her­aus­ge­kommen (http://www.iceland-photography.com) und die Begegnung mit wun­der­baren Menschen - immer wieder inspi­riert durch euch, Ellen und Manuel, selbst über die Weiten des Erdballs hinweg. DANKE!

    • Ellen

      Liebe Tina,

      vielen, lieben Dank für deinen tollen Kommentar und das viele Lob :-) Wir freuen uns so, dass du deine Träume lebst und die Elfen und Trolle tanzen lässt. Und das hast du nur dir ganz allein zu ver­danken. Du selbst machst deine Träume wahr.
      Wir haben schon die ersten Fotos deiner Island-Ausstellung gesehen, ein­fach klasse! Wir freuen uns schon, auf aus­führ­liche Berichte und noch viel mehr Fotos.

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