Lass dich inspirieren

Manchmal inspi­rieren einen Kleinigkeiten. Oder auch kleine Wesen, die im Alltag so leicht zu über­sehen sind. Wir haben einen Spatz kennen gelernt. Dieser Spatz war anderes, als die anderen Spatzen in unserem Garten. Er war mutiger. Beim Frühstück saß er auf unserer Fensterbank. Er hat uns ange­guckt, als wollte er sagen: »Was habt ihr denn da zu essen, gebt mir auch etwas ab.« Und wir haben unser Frühstück mit ihm geteilt. Seit dem, kann er jeden Tag. Und jeden Tag wurde er mutiger. Bei Regen klopfte er mit seinem Schnabel gegen die Scheibe, um auf sich auf­merksam zu machen.

Kubi beim Frühstück

Kubi beim Frühstück

Und er brachte seine Freunde mit. Erst einen, dann zwei, drei – auf einmal hüpften bis zu zehn Spatzen vor unserem Fenster herum. Und alle wollten essen. Aber hartes Brot mochten sie nicht son­der­lich. Doch wenn ich fri­sche Rosinen-Scones geba­cken habe, backen ist gerade mein neu­estes Hobby, schienen sie es zu rie­chen, noch bevor ich die Brötchen aus dem Ofen holen konnte. Plötzlich waren sie alle da. Und Kubi, wie wir unseren mutigen Spatz getauft hatten, war immer an vor­derster Front. Wenn die anderen Spatzen schreck­haft davon flogen, blieb Kubi ein­fach auf der Fensterbank sitzen und mampfte eifrig weiter. Er kam jetzt sogar in unser Zimmer geflogen, und pickte uns die Krümel aus der Hand. Wirklich ein unge­wöhn­li­ches Verhalten für so einen kleinen Vogel.

Kubi hatte es geschafft, uns ein rich­tiger Freund zu werden. Wir haben ihn jeden Morgen zum Frühstück erwartet. Und er kam jeden Tag. Doch eines Tages kam er nicht mehr. Wir haben gewartet, ihm extra Essen auf die Fensterbank gelegt. Irgendwie wusste ich, dass Kubi nicht wieder kommen würde.

Doch eins hat Kubi geschafft. Dieser kleine Spatz hat uns inspi­riert. Inspiriert mutig zu sein, und sich Zeit für Kleinigkeiten zu nehmen. Kleine Freuden, die man im Alltag leicht über­sieht.
Und auch wenn wir Kubi selbst nie wieder gesehen haben, seine Spatzen-Freunde besu­chen uns immer noch jeden Tag.

10 Kommentare

  1. Mario sr.

    Kompliment! Sehr gelungen! Die Griechen hielten Vögel für Götterboten.Wir sagen heute: Die Tiere sind unsere Verwandten. Intelligenz findet man dort, wo Leben ist. Wenn man Tiere gut behan­delt, werden sie oft zutrau­lich. Sie haben Geist, der sie dazu beflü­gelt, mit uns fried­lich in V erbin­dung zu treten.Im ver­gan­genen Jahr erlebte ich das­selbe im Schwarzwald mit einem Eichhörnchen, das mich auf meinem Balkon im 3. Stock besuchte, nachdem es über die Balkonstruktur zu mir nach oben geklet­tert war.In seinem Verhalten lud es mich zu einer schönen Freundschaft ein. Intelligenz bedeutet auch Neugier auf andere Lebewesen in fried­li­chem Austausch von einem zum andern .

  2. TB

    WOW! Gratulation zu Eurer neuen Seite!!! TBchen ist beein­druckt - und schickt die moti­vier­testen Gruesse aus Reykjavik!!! Hier tanzen die Elfen und Trolle bei Sonnenschein der­zeit 24 Stunden lang und inspi­rieren aehn­lich wie Kubi und das Eichhoernchen! Mir fallen ein: Magie und Energie…die Bergtrolle rufen…!

  3. Margot

    Schön euer Erlebnis mit Kubi dem kleinen Spatz. Ihr habt sein Vertrauen gewonnen und er hat euch dafür Freude geschenkt. Über­haupt schenkt einem die Natur unend­lich viele Glücksmomente. Man muß nur die Augen dafür öffnen. Sicher werdet ihr noch viel Spannendes erleben

  4. Ellen

    Vielen Dank liebe Tina und liebe Margot für euer Feedback. Wir freuen uns, dass Euch unsere Kubi-Geschichte und unsere neue Webseite so gut gefällt :-)

  5. Sivani

    Das ist wirk­lich eine inspi­rie­rende Geschichte. Ich finde es immer wieder sehr bemer­kens­wert, was uns alles inspi­rieren kann. Menschen, Tiere, Inhalte von Büchern oder Musik. Letzlich ist es doch wichtig, in allem das posi­tive zu sehen und für solche tollen Ereignisse offen zu sein! Ich hätte Kubi auch gerne kennengelernt :-)

  6. Ellen

    @ Sivani: Liebe Sivani, es freut mich so, dass dir die Geschichte von unserem Kubi so gut gefällt. Hey, da du ja auch neuer Twitter Fan bist, hast du schon meinen neuen Artikel gelesen? Bis bald Ellen

  7. Kris

    Schöne Geschichte mit dem Kubi… schön das es Euch so gut geht!

    Viele liebe Grüße aus Stuttgart…

    Hoffe wir sehen uns bald mal wieder…

    Kris

  8. r.th.

    Liebe Ellen, lieber Manuel,
    ja wirk­lich eine schöne Geschichte vom Kubi, dem kleinen Kiwi-Spatz. - Am Wochenende in Riga hatte ich eben­falls auf ganz unge­wöhn­liche Weise Kontakt mit der Vogelwelt. Wir speisten in einem sehr vor­nehmen Restaurant im Obergeschoss eines edlen Hotels und plötz­lich zeigte sich eine majes­tä­ti­sche Seemöwe am Fenster und nahm auf dem Fenstersims Platz, um uns beim Essen zuzu­sehen. Ab und an pickte sie mit ihrem starken Schnabel gegen die Fensterscheibe, womög­lich auch um anzu­deuten, dass sie am Essen betei­ligt sein möchte. Nur das Fenster liess sich nicht öffnen. Sie blieb den­noch ohne etwas von unserem feinen Mahl abzu­be­kommen und schaute uns weiter auf die Teller. - Das Restaurant gehört zwar nicht zur bekannten Schweizer Kette, wir tauften es den­noch »Möwenpick«. Die Moral von der Geschichte: Auch ich habe einen Vogel und meiner ist noch ent­schieden größer! Und hier ist er:
    Leider kriege ich Blog-Anfänger das Foto nicht hier hinein. Ich schicke es per e-mail aber zu.

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